Das Ganze hat etwas von einem Boulevard-Theaterstück.
Die Darsteller, allen voran Nicole Kidman und Bette Midler, hatten sichtlich Spaß an der Produktion und harmonieren sehr gut.
An der unrealistischen Story darf man sich nicht stören, da diese nur als Aufhänger dient - mehr nicht...

Stepford:
Der kleine Vorort bietet alles was der gestresste, harmoniesüchtige Großstädter braucht: Ruhe & Frieden, Spaß & Erholung.
Hier herrscht Ausnahmezustand im positiven Sinne.
Der Idealzustand einer Partnerschaft zwischen Mann & Frau (...und Mann & Mann) wird demontrativ zelebriert.
Umgeben von einem wunderschönen Ambiente, geschaffen von der treusorgenden Dame des Hauses, lenkt der Herr die Geschicke der Familie.
Alles blüht, alles strahlt, alles lächelt...
Rosarot, zuckersüss, blitzblank...
Alle kennen sich... alle mögen sich... alle verstehen sich.

Diese "Robinson Club"-Atmosphäre, die man höchstens 14 Tage im Urlaub aushält, wird hier wunderbar durch den Kakao gezogen und Stück für Stück entglorifiziert.
Der Spaßfaktor ist recht ordentlich und bis zum Ende auf gleichbleibendem Niveau.
Für meinen Geschmack, und diese Art Film nicht bissig & böse genug, aber immer noch im grünen Bereich.

Zur Beruhigung sei gesagt:
Der Film wendet sich nicht in erster LInie an frustrierte Hausfrauen und Pantoffelhelden, sondern schießt gegen die gängigen Klischees.
Männer und Frauen kommen - politisch korrekt - beide gleich gut/schlecht davon.

Muß man den Film im Kino sehen?: Jein! - Er nutzt die große Leinwand zwar nicht aus, da die Handlungsorte begrenzt sind und keine Weite erforderlich ist, aber die schön-kitschige Ausstattung wirkt im Kino bestimmt um einiges prächtiger.