In der Evolution der Roboter hat sich Einiges getan...
Seit R2-D2 und C3-PO das Kino bereicherten, konnten - ausser dem TERMINATOR - die nächsten Generationen auf der Leinwand nicht überzeugen.
DATA von "Star Trek", Robin Williams als "200-Jahre-Mann" oder Spielbergs "A.I." fielen alle beim Publikum durch.
Versuche, uns die Dienstboten aus Blech näher zu bringen, scheiterten wahrscheinlich daran, dass Sie zu sehr nach Mensch aussahen und damit als Roboter unglaubwürdig waren.
Die Ausnahme, wie gesagt, waren George Lucas´ nützliche Helfer, die heute noch das Maß der Dinge im Kino sind.

Nun kommt die nächste Generation "auf den Markt".
Im doppelten Sinn computergesteuert, fasziniert der NS-5 durch eine Perfektion in Design, Realismus und Bewegungsablauf, die man bis dato noch nicht auf der Leinwand gesehen hat.
Keine Spur mehr von starrer Mimik und hölzernen Gesten.
Diese Roboter sind dem Menschen mindestens ebenbürdig.
(Noch) nicht im Denken, aber dafür körperlich überlegen, stellen sie für Mansche eine potenzielle Bedrohung dar...

So auch für Detective Spooner (Will Smith), der den Todesfall an dem befreundeten Konstrukteur des NS-5 aufklären will und den Roboter "Sonny" für tatverdächtig hält.
Wiederwillig unterstützt wird er dabei von Dr. Susan Calvin (Bridget Moynahan), die die Roboter mitentwickelt hat.
Diese beiden Charaktere sind in dem Science-Fiction-Action-Mix die einzigen (menschlichen) Bezugspersonen. Nebendarsteller agieren nur als Stichwortgeber und sind zu klischeehaft eingesetzt.
Will Smith agiert souverän mit gestählten Body und coolem Outfit.
Nur die lächliche Mütze (auch wenn sie von einem bekannten Modedesigner sein sollte) harmoniert überhaupt nicht mit seinem scharfen Dienstwagen.

Die Story ist erfreulich komplex (z.B. wird Detetective Spooners Konflikt mit dem Segen der modernen Technik schrittweise deutlich), aber nicht immer nachvollziehbar.
Längen in der Handlung und Hänger in der Logik entstehen immer bei dem Versuch, die Denkweisen und Hinweise des toten Konstrukteurs zu erklären.
"Warum einfach, wenn´s auch umständlich geht" - haben sich hier wohl die Drebuchautoren gedacht.

Egal... Es geht schließlich um die Roboter.
Und die sind nicht nur die heimlichen Stars des Films.
Sie sind es, die für Action, Tempo und leichten Grusel sorgen.

Die teilweise erstklassige Action, und die kleinen Seitenhiebe gegen "den reichsten Mann der Welt" und die Computergesellschaft nimmt man gern mit einem Lächeln entgegen und lenken ein wenig von der zu glatten Optik des Films ab.

Auch dass die Amis es nicht lassen können, ständig und überall mit ihren Waffen herumzufuchteln, und auf Alles zu schießen, was nicht funktioniert (Türen, Schalter, Roboter usw.) - danach aber komischerweise um so besser - strört stets ein wenig.
Wir sind hier zwar in einem Actionfilm, aber man sollte in solchen Szenen in Zukunft soviel Sorgfalt walten lassen, wie bei den Computereffekten.
Man drückt heutzutage einer Frau keine Waffe mehr in die Hand und sagt: "Nur Zielen und Abdrücken!", in der Hoffnung, dass sie schon die Richtigen trifft.

Egal... Es geht um die Roboter!
Insgesamt hat der Film einen hohen Unterhatungswert und ist ein Highlight des Jahres.
Sehr empfehlenswert