"The Punisher" versucht zum zweiten Mal den Erfolgssprung auf die große Leinwand. Der erste Versuch mit Dolph Lundgren in der Titelrolle mißlang und geriet in Vergessenheit.
Auch diesem Film wird der frühzeitige Abgang in die Videotheken wohl nicht erspart bleiben.

Die dünne Story könnte man noch akzeptieren, wenn nicht die, durch die Bank weg, blassen Charaktere und deren zu klischeehaften Dialoge wären.
Denn, wenn das Drehbuch schon dünn ist, sollten wenigstens die Figuren dick auftragen. Comicverfilmungen kokettieren ja stets damit, und Das wird vom Publikum auch meist akzeptiert.

Hauptdarsteller Thomas Jane, dessen Ähnlichkeit mit Christopher Lambert unübersehbar ist, übernimmt auch dessen schauspielerische Qualitäten. Was ihm eher schadet als nützt.
Nicht nur deshalb fühlt man sich stets in irgendwelche anderen Filme versetzt, die man als Action-Fan längst verinnerlicht hat.
Z.B. denkt man unweigerlich an "Mad Max", wenn Frau und Kind des Punishers auf der Flucht überfahren werden. Der Satz: "...kommt mit einem Messer zu ´ner Schießerei " wurde sogar von den "Untouchables" genau so übernommen. Ob dies nun pure Einfallslosigkeit der Autoren war,
oder sich die Synchronisierer einen Spaß erlaubt haben, ist einerlei.

Jedenfalls fehlt es an allen Ecken und Kanten.
Verursacht durch den grausamen Schnitt, kommt weder Spannung noch Tempo auf. John Travolta versucht vergeblich seine böse Glanzleistung von "Face off" zu wiederholen und Rebecca Romijn-Stamos als Nachbarin wird durch diesen Film wohl auch nicht bekannter.
Ein etwas härterer M-TV-Style hätte dem Film in diesem Fall gut getan.

Nur einmal bricht der Comic richtig durch.
Als der Punisher mit eimem hünenhaften Killer in seiner Wohnung kämpft, dabei das ganze Haus fast demoliert wird und die Nachbarn entsetzt zusehen, kommt Freude auf.

insgesamt zu wenig... nicht emphelenswert!