DER WIXXER - Alles was Rang und Namen in der deutschen Comedy-Szene hat, prallt in dieser Edgar-Wallace-Hommage aufeinander.
Oliver Kalkofe, Bastian Pastewka und Olli Dietrich überzeugen durch gute Leistungen und setzen die unfreiwillige Komik der alten Filme ganz ordentlich um. Das ist für TV-Komiker nicht selbstverständlich, und so manches mal ins Auge geganganen.
Ausgerechnet das Lästermaul der Nation, Oliver Kalkofe, traut sich in seinem Kinodebüt eine tragende Rolle zu. Und... Hut ab! - Nicht schlecht für den Anfang. Da er mit Oliver Welke und Bastian Pastewka am Drehbuch mitgearbeitet hat, konnte er seine Rolle wohl nach Wunsch gestalten.

Man hätte aber nicht jede Rolle mit einem bekannten Gesicht schmücken müssen.
Anke Engelke und Thomas Fritsch wirken leider etwas fehl am Platze.
Die große Frau der deutschen Comedy wirkt kümmerlich und unbeholfen auf der großen Leinwand. Man merkt sofort, dass ihr Schauspieltalent nur für Sketche bzw. ein paar kurze Szenen reicht.
Thomas Fritsch überzeugt nicht ganz als Bösewicht. Dafür wirkt er doch zu harmlos. Ein Klischee-Typ wäre hier angebrachter gewesen.
Dafür entschädigt Ankes "Ladykracher"-Partner Christoph Maria Herbst als Butler Hutler mit der besten Hitler-Parodie seit Jahrzehnten (weltweit!). Bravo!!! - Da haben sich die Verantwortlichen und Herr Herbst was getraut.

Die Story ist vollkommen belanglos. Recht so! - Das erhöht den Spaßfaktor. Nicht viel mitdenken, sondern einfach den Akteuren beim Blödeln zuschauen.
Dieses Prinzip war der "Nackten Kanone" recht; dann ist es hier nur billig.
Leider funktioniert Das nicht durchgehend. Der Film hat unübersehbar ein paar Längen, was für eine Komödie den sicheren Tod bedeuten kann. Aber so schlimm ist es hier nicht. Viele Gags sitzen und sind gut getimet. Nur an der Showeinlage a la Mel Brooks stört man sich, und merkt, dass den Machern zum Ende hin die Ideen ausgegangen sind.
Trotzdem: Wer die Fernsehkomiker mag und nichts Anspruchsvolles erwartet, der wird im Kino seine Freude haben.