Der gleiche Regisseur, die gleichen Darsteller, die gleiche Inszenierung, aber ein neues Buch.

Hatte ich zwar zuvor die Befürchtung, dass die Verfilmung ähnlich gut und doch schwach wie beim ersten Teil wird, so wurde ich dieses Mal angenehm überrascht.

Der größte Vorteil war sicherlich, das Chris Columbus auf jegliche Einführung in das Thema "Harry Potter" verzichten konnte und die Geschichte sofort loslegte.

Bevor ich jetzt aber den ganzen Inhalt runtererzähle, sage ich soviel: Mehr Spannung, mehr Action, mehr zum Lachen und mehr zum Fürchten.

Die digitalen Tricks haben sich enorm gebessert, das beste Beispiel ist Dobby, der kleine Hauself sieht richtig gut aus und auch Fawkes, der Phoenix oder die Kobra im Duellierclub wirkten einfach richtig gut.

Zur Action: Das Quidditschmatch war absolut klasse, temporeich, brutal und bis zur Zerstörung des Klatschers einfach atemberaubend. Auch der Kampf mit dem Basilisken kann sich sehen lassen.

Humor: Sei es Nevilles Unvermögen, die Grimasse von Ron während des Heulers oder einfach nur vielen kleinen Gags zwischendurch. Der Film hat Humor und man kann richtig herzhaft lachen.

Spannung: Auch wenn man das Buch kennt, so ist der Titel doch äußerst passend. Teilweise war es echt spannend und zum Fürchten. Sowohl die Spinnenschar im verbotenen Wald, als auch der Basilisk in der Kammer. Um ehrlich zu sein, ich persönlich fand die FSK6 ganz schön hart an der Grenze.

Aber das wichtigste sind immer noch die Schauspieler und die waren wirklich exzellent, sowohl die alten als auch die neue dazu gekommen. Daniel Radcliffe kauft man den Potter mittlerweile recht gut ab. Emma Watson und Rupert Grint waren eh spitzenmäßig. Alan Rickman ging dieses mal leider schon wieder stark unter, aber sich gegen dieses absolut genialen und perfekten Jason Isaac durchzusetzen, war ein Ding der Unmöglichkeit. Isaac war einfach der perfekte Lucius Malfoy, sowas von böse und hinterhältig genial, auch wenn er in der Buchvorlage nicht zum tödlichen Fluch "Avada Kedavra" angesetzt hat, nach er Dobby als Diener verloren hat, so war das einfach nur passend und hat einem nochmal den Endschock verpasst. Kenneth Branagh als Gilderoy Lockhart war genauso birlliant. Mit welcher Eitelkeit und Selbstverliebtheit diese Rolle rüberkam ... Herrlich.

Nun aber doch noch die Anmerkung zur Filmmusik: Herrlich. Meister John Williams hat wieder einmal Großes komponiert. Und er hat nicht nur einen Aufguß des alten Scores gemacht, sondern die "Harry Potter"-Theme fortgeführt und auch neue Stücke hinzu gefügt. Allein der Titel "Fawkes the Phoenix" ist den Kauf des Scores wert.

Alles in allem, ein toller Film, eine gelungene Fortsetzung und dem Buch und der Stimmung absolut gerecht werdend.

Meine Wertung: 90%