USA 2000
Laufzeit: 96 min.
FSK/Rating: 18
Genre: Horror

Regie:
Scott Derrickson
Darsteller:
Craig Sheffer - Joseph (Kopf über Wasser / Deep Core)
Doug Bradley - Pinhead
James Remar (Nur 48 Stunden / Mortal Kombat)
Carmen Argenziano
Christopher Kriesa
Nicholas Sadler

Plot

Detektiv Joseph führt ein nicht gerade bewundernswertes Leben:
Einerseits liebt er seine Tochter sehr, aber auf der anderen Seite schenkt er seiner Frau kaum mehr Beachtung. Nur weil er sich zwischendurch immer wieder mit Prostituierten amüsiert, schafft er es überhaupt noch mit seiner Frau zusammenzuleben!
Er ist ein grimmiger Typ, der sich durch nichts in seine Suppe spucken lassen will und greift stets hart durch. Er weiss was er will. Ob zu solch einem Charakter der Beruf des Polizisten passt ist eine gute Frage, aber Joseph ist auf jeden Fall seit Jahren bei der Mordkommission tätig.
Eines Tages wird ein Toter gefunden...in mehreren Teilen. Bei der Untersuchung stellt Joseph fest, dass es sich hier um einen Asiaten handelt, den er noch aus seiner Schulzeit erkennt, da er diesen Jungen immer wieder tyrannisiert hatte. Des weiteren findet er einen merkwürdigen Metalwürfel, den er sogleich mitnimmt und zu untersuchen versucht, weil er das gefühl hat, der Würfel führe Ihn zu dem Mörder.
Als er die nächste Nacht in einem Motel mit einer weiteren Gespielin verbringt, kann er den Würfel wieder nicht ruhen lassen. Als er diesen in seinen Händen drehen lässt, öffnet er unbewusst das Tor zu seiner ganz eigenen Hölle!
Von nun an wird er von schrecklichen Visionen und Vorahnungen geplagt, und die Frage, was real und was fiktiv ist, wird immer schwieriger zu beantworten.
Immer wieder werden Tote gefunden und am Tatort befindet sich immer ein abgeschnittener Finger eines unbekannten Kindes.
Wer ist der Mörder? Von wem stammen die Finger? Wie sieht das Motiv aus? Alles Fragen die aus einem typischen Krimi Stammen könnten, doch sind dies wirklich die wesentlichen Punkte, um welche sich das ganze dreht?!?
Je näher Joseph glaubt dem Mörder zu sein, desto näher kommt er seinem eigenen Ende...

Nach dem Genuss, folgender Entschluss:

Nachdem ich mir während meines letztjährigen London-Urlaubs endlich einmal den ersten Teil der Hellraiser-Reihe zugelegt hatte und diesen Film sehr interessant, kultig und als gut gemacht empfand; wurde ich von mehreren Leuten darauf hingewiesen, mir doch einmal INFERNO - den 5. Teil der Reihe - anzusehen, da dieser auch sehr gut sei.
Zuerst war ich ein wenig unentschlossen, ob ich nicht doch zuerst die anderen drei Teile (dieses Jahr ist übrigens der 6. Teil mit dem Titel HELLSEEKER enstanden) sehen sollte, doch dann habe ich mich doch zum Kauf der zuletzt erschienenen DVD entschlossen. Aus diesem Grund ist es sehr gut möglich, dass eingefleischte Hellraiser-Fans meine Meinung nicht unbedingt teilen werden.
Ich - der ich ja immer auf der Suche nach dem ultimativen Horror-Kick bin - habe es mir dann eines Abends zu Hause gemütlich gemacht und mich vollkommen von der Stimmung des Films mitreissen lassen. Und damit bin ich auch schon beim dem Punkt angelangt, der mir am wichtigsten scheint: der Film schafft es den Zuschauer in seine düstere Atmosphäre zu entführen, ohne einen auch nur noch eine Sekunde wieder los zu lassen!
Am Anfang lernt man Joseph kennen...und hassen. Er ist einfach unsympatisch in seiner Art und tut wirklich alles, damit man Ihn als Zuschauer nicht zum Freund haben will. Das soll aber nicht heissen, dass man deswegen weniger mitfühlt; bei allem, was Ihm später noch zustossen soll, denn DAS hat selbst ein solcher Einzelgänger nicht verdient!
Es soll hier nicht zu viel verraten werden, aber den Schluss fand ich sehr überraschend und intelligent...eigentlich DER "Boah-Krass!"-Moment des Films!
Blutige Szenen gibt es, aber nicht zu viele und auch nicht zu blutrünstig. Es werden mehrere Leute mit Peitschen an deren Enden Stahlhaken befestigt sind misshandelt, gefoltert und getötet. Es gibt etwas "Pump-Action"-Aktion und ein paar nette Schock-Effekte. Die Dämonen von Pinhead sehen im ersten Moment vielleicht etwas witzig aus, aber ich glaube kaum, dass irgend jemand denen begnegnen will! :wink: Der Film ist also sicher nicht mit Ekelmomenten überladen, aber die Farbe Rot ist eindeutig vertreten.
Die gesamte Stimmung des Films spiegelt sich in der Rot-Weissen Farbgebung wieder, die das Wechselspiel zwischen "Realität" und "Traum" derart perfektioniert, dass man teilweise selbst nicht mehr sicher ist, ob man wirklich nur vor dem Fernseher sitzt, oder ob Pinhead jeden Moment an der Türe klopft! Hierzu trägt auch sehr stark der Score bei, der sich für dieses Genre doch unüblich abwechslungsreich präsentiert.
Grösstes Manko des Films ist wohl die Tatsache, das Pinhead eher eine Nebenrolle hat und nicht sehr viel zu sehen ist. Dies stört die meistens Fans, ist mir persönlich aber gar nicht einmal so stark aufgefallen, da es im ersten Teil genauso war.

Daher meine Wertung: 82%

Viel Spass beim Gruseln...! :wink:

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"I wake up...
A hotel-room...
Anomynous hotel-room...
How have I come here...?
How long have I been here...?
What am I doing here...?!?"

<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: TheCrow am 2002-08-16 08:51 ]</font>