Rat Race (2001)

Starring: Rowan Atkinson, Whoopie Goldberg, Amy Smart, Jon Lovitz, Breckin Meyer, John Cleese, Cuba Gooding Jr., Seth Green, Kathy Bates
Director: Jerry Zucker
Synopsis: Madcap road-trip comedy about Las Vegas billionaire (Cleese) devising a
race where six contestants compete to be first to reach train station locker containing
$2 million in cash. (Paramount)

Runtime: 112 minutes
MPAA Rating: PG-13
Genres: Action, Comedy

Es kommt doch immer wieder vor, dass man in einer Videothek steht und plötzlich eine Code 1 DVD (mit neuem Datum) in den Fingern hält, von der man noch nie etwas gehört hat.
Mir persönlich ging das z.B. mit "Mystery man", "Idle Hands", "Senseless" und "Basekettball" so. Und da diese Filme oft sehr gut (= unterhaltsam) waren, bin ich gegen solche Überraschungen nie abgeneigt.
Als ich aber dann noch sah, welches Star-Ensemble (siehe oben) bei "Rat Race" mitwirkte, musste ich unfreiwillig an "Little Nicky" denken...und da mir der sehr gut gefallen hat, habe ich die Scheibe gekauft.

Noch am gleichen Abend habe ich es mir gleich ganz gemütlich gemacht, und mich dem Klamauk hingegeben (denn was sonst sollte ich wohl von Regisseur Jerry Zucker erwarten?!?).
Und was soll ich sagen: ich wurde nicht enttäuscht!

Es geht in dem Film um einen von John Cleese gespielten Multimillionär und Hotel/Casino Besitzer. Dieser hat sich für seine reichen Freunde eine ganz neue Möglichkeit überlegt Wetten abzuschliessen: auf ein Rennen wetten, bei welchem die Teilnehmer logisch denken und planen können, denn…sie sind Menschen!
nach dem Zufallsprinzip werden 6 Kandidaten ausgesucht, welche vorher keine Ahnung hatten, in was sie sich da einlassen. Die Regeln sind einfach: im Bahnhof von Silver City befindet sich ein Schliessfach, in welchem 2 Millionen $ liegen. Jeder Kandidat erhält einen selben Schlüssel. Wer zuerst da ist, dem gehört's. Los geht's!
"Los!"
"???"
"Auf!…Theoretisch hat das Rennen vor…mmh…40 Sekunden begonnen…"
"Gibt es irgendwelche Regeln?"
"Ja, eine: es gibt keine Regeln…und jetzt los!"

Naja, irgendwann haben es alle begriffen und los geht eines der verrücktesten Rennen in der Filmgeschichte!
Zuerst wäre da der Familienvater (Lovitz), der eigentlich nicht spielen darf und seine ganze Familie mitnehmen muss, da er behauptet hat, nach Silver City zu einem Vorstellungsgespräch zu müssen.
Dann haben wir den Touristen aus Italien (Atkinson), der sogar im Stehen Schlafen kann.
Breckin Meyer spielt einen Anwalt, der eigentlich mit Glücksspiel gar nichts anfangen kann, aber seine Chance sieht zu gewinnen.
Whoopie Goldberg macht sich mit Ihrer Tochter (die sie gerade zum ersten mal seit 27 Jahren sieht) auf den Weg die Millionen zu kassieren.
Ein verhasster Football-Schiedsrichter (Cuba Gooding Jr.) muss nicht nur versuchen, der Schnellste zu sein, sondern gleichzeitig vielen wütenden Football-Fans aus dem Weg gehen.
Und zu guter letzt wären da noch die zwei Brüder in jugendlichem Alter (Seth Green und ???), welchen jedes Mittel recht ist um die anderen aus dem Rennen zu werfen und sich selbst einen Vorteil zu verschaffen.

Was folgt ist eine endlos erscheinende Folge von Slapstick-Einlagen, Situationskomik und ein paar klasse Sprüche. Alles sehr gut auf die 112 Minuten verteilt.
Einzig und allein das Ende ist zu dick aufgetragen und verleiht einem einen etwas faden Nachgeschmack. Diese Tatsache ändert aber nichts daran, dass man sich knapp zwei Stunden lang prächtig amüsieren kann.

Ich verrate hier absichtlich nicht viel, aber wer sehen möchte, wie es möglich ist, dass jemand auf einer Leiter vor einem Auto davon-"rennt" (eigentlich eher klettert); und was ein Familienausflug ins Barbie-Museum mit Adolf Hitler zu tun hat, der muss sich diese schräge Komödie à la "It's a mad, mad, mad, mad World" unbedingt ansehen!

Rating: 74 %