Rezension zu Harry Potter:

Nun, die Daten zu dem Film brauche ich wohl nicht mehr zu erwähnen. :wink:

Am 22. November startete die Verfilmung des Buches Harry Potter and the Philosophers’ Stone auch in Deutschland.

Vorab sollten wir einige Fragen klären, bevor wir in die eigentliche Betrachtung einsteigen:

Ist Harry Potter and the Philosophers’ Stone ein filmisches Meisterwerk? – Ganz klar Nein, dem ist nicht so.

Aber warum nicht? – Es handelt sich hierbei um eine Buchverfilmung, der Hauptaugenmerk hat daher darauf zu liegen, den Stoff des Buches so gut wie möglich wiederzugeben.

Erfüllt der Film diese Aufgabe? – Ganz klar, Ja.

Nun aber zur eigentlichen Bewertung: Mir persönlich hat der Film, als großer Fan der Bücher, gefallen. Es war mir natürlich klar, dass dieser Film meine Phantasie zerstört und das natürlich auch nicht alle Aspekte des Filmes angesprochen werden können.
Allerdings wird nur ein kleiner Teil der Phantasie zerstört, denn der Film überzeugt durch wunderschöne Bilder, ausgezeichnete Schauspieler, einen herrlichen Soundtrack, beeindruckende Effekten und passende Locations. Chris Columbus hat es in Zusammenarbeit mit der Autorin Joanne K. Rowling geschafft die Phantasie des Lesers mit den Eindrücken des Zuschauers nahtlos zu verknüpfen. Auch wurde die Story mehr oder minder buchgetreu wiedergegeben, auch wenn einige Stellen für den aufmerksamen Leser der Bücher natürlich zu kurz kamen und für die Handlung nicht essentiell wichtige Themen weggelassen wurden. Schade natürlich, aber der Film kann ja schließlich keine 240 Minuten laufen. So war es z.B. nicht schlimm, dass die Ereignisse aus den ersten beiden Quidditchmatches im Buch im Film durch ein einzelnes Spiel ersetzt werden.
Und hier muss man die Filmemacher besonders loben: Das Quidditchmatch gehört ganz eindeutig zu den herausragenden Höhepunkten des Filmes. Besonders beeindruckend ist dabei auch die Brutalität mit der Quidditch gespielt wird und in Verbindung mit diesen herrlichen Specialeffects ... Super.
Allerdings muss ich doch Kritik üben, da man gewisse Kürzungen im Film z.B. tolerieren kann, aber es gibt auch einige unverzeihliche Filmfehler, die ich doch eher unter einem argwöhnischen Auge betrachte. Einige Beispiele:
  • Dudley nimmt im Buch seinen Freund ins Aquarium mit[/*:m:b5rj9puf]
  • Malfoy spricht Harry nicht erst vor der Aula sondern im Zug an[/*:m:b5rj9puf]
  • Die Zeremonie mit dem sprechenden Hut verlief alphabetisch und nicht im Kuddelmuddel[/*:m:b5rj9puf]
  • Oliver Wood hat bei Professor Flitwick Unterricht und nicht bei Quirell, als MacGonagall ihn rausholt.[/*:m:b5rj9puf]

Das waren sicher nicht die einzigen, aber die, die mir beim ersten Mal sehen, aufgefallen sind.

Besonders würdigen möchte ich noch einige Schauspieler:
  • Emma Watson als Hermine Granger – Für einen absoluten Frischling im Business eine mehr als grandiose Darstellung.[/*:m:b5rj9puf]
  • Alan Rickman als Professor Serverus Snape – Allein sein Reinstürmen in das Klassenzimmer und seine einleitenden Worte zu seinem unterricht sind oscarreif.[/*:m:b5rj9puf]


Alles in allem, ein anständiger Film. Kein Meisterwerk aber eine Buchverfilmung, die ihre Aufgabe, zwar mit gewissen Fehlern, sehr gut erfüllt.
Trotz allem bleiben die Bücher immer noch das A und O und sollten unbedingt vorher gelesen werden.

Wertung: 80%