EVOLUTION läßt IMHO den Geist der guten alten GHOSTBUSTERS aufleben, nicht zuletzt dank des wunderbaren Dan Aykroyd in einer witzigen Nebenrolle als Governor mit Kodderschnauze.

Regisseur Ivan Reitman besinnt sich seines Erfolgsrezepts, "schweißt" ein paar skurile Typen zu einem unschlagbaren Team zusammen, läßt ein hübsches Filmlogo schaffen, mixt ein paar nette Popsongs (die sich nach GHOSTBUSTERS anhören, ohne es zu sein dazwischen)läßt ein paar Aliens und andere Gestalten auf die Menschheit los, setzt sich mit Sicherheitsabstand auf den Regiestuhl, um hernach außerirdischen Schleim und Haarschampoo auf die Menge niederprasseln zu lassen, et voila!

In anderen Worten: Reitman gibt dem Affen richtig Zucker mit EVOLUTION. Zwar erreicht er nie ganz die Klasse der eigenen Vorbilder, aber gelungene, stellenweise atemberaubende Unterhaltung bietet er allemal.

Brillantes Highlight ist die Hatz nach dem Flugsaurier quer durch die typische Vorstadt-Shopping-Mall, in der die drei Helden zum einen beweisen, daß sie nicht singen können und zum anderen die einzig wahren Erben John Waynes sind - die "drei Söhne der Katie Elder" sozusagen. Wie die Drei da dem Saurier den finalen Fangschuß geben und dann vorm erlegten Vieh mit geschultertem Gewehr (mit Preisschild dran <g> ) flanieren vor dem Hintergrund der Vorstadt-Paranoia, das wird eine Kultszene werden.

David Duchovny guckt zwar genauso transusig wie bei AKTE X, treibt aber durchaus Schabernack mit seiner Figur. Orlando Jones rollt dafür übermäßig mit seinen Glubschaugen und darf als "QuotenNeger" - Überraschung - den Film sogar überleben. Julian Moore schließlich wirkt etwas farblos, vielleicht hätte die Kamera ihr (ungeschminktes?) Gesicht nicht so oft in Großaufnahme einfangen sollen?

Die technischen Aspekte gehen in Ordnung, wenn hier auch kein weiterer SFX-Meilenstein geschaffen wurde. IMHO wurde sogar bewußt ein gewisser antiquarisch-verstaubter 50er-Jahre-Horror-Flicks-Touch bewahrt.

Der Score von John Powell besteht zwischen all den Popsongs mit einigen herrlich ironischen und heroischen Passagen und ist der Schlußstrich unter ein gelungenes, nettes Filmchen. Kein großes Werk, aber gekonnt inszeniertes Popcorn-Kino!

Wertung 4,5 von 7