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Thema: "Almost Famous"

  1. #1
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    Almost Famous

    Titel: "Almost Famous"
    Land: USA
    Jahr: 2000
    Sprache: Englisch
    Genre: Tragikomödie
    Regie: Cameron Crowe
    Darsteller: Patrick Fugit, Billy Crudup, Kate Hudson, Frances McDormand, Jason Lee
    FSK: ab 12


    "Almost Famous" erzählt eine kurze Geschichte aus dem Leben des 15-jährigen William Miller, der in den 70ern für ein regionales Magazin Berichte über Rockbands und deren Konzerte schreibt. Eines Tages bittet ihn das rennomierte "Rolling Stone Magazin" darum, einige Tage mit der Band "Stillwater" zu verbringen, sie auf ihrer Tour zu begleiten und eine Story über diese anzufertigen. William bleibt länger bei der Band als er und seine besorgte Mutter es sich geträumt hätten und mehr und mehr werden die Band, ihre treusten Fans und das Leben im Tour-Bus sein neues zu Hause...



    Mit dem von der Kritik und den Zuschauern gleichermaßen mit viel Lob bedachtem US-Streifen "Almost Famous" legt Cameron Crowe ("Jerry Maguire", "Singles") ein Werk vor, das den Zuschauer in die Welt und die Lebensart der frühen 70er Jahre entfürt und der Regisseur bringt damit ein gutes Stück seines eigenen Lebens auf die Leinwand. Glücklicherweise, muß man sagen, da man genau dieses dem Film anmerkt. Von den ersten Minuten an wirkt der Film sofort authentisch und der Zuschauer wirkt regelrecht in diese wilden Jahre hineingesogen und so schnell nicht mehr losgelassen. Schon nach kurzer Zeit wachsen einem all diese skurillen Gestalten, diese vermeintlichen Stars, die besorgten Eltern, die Groupies, in ihrer signifikanten Kleidung und Umgebung, ans Herz. Selbst Williams prüde und sehr strenge (man möchte sagen: zeittypische) Mutter (dargestellt von der einmal mehr großartigen Oscar-Gewinnerin Frances McDormand) ist mit ihrer wohlwollenden, aber teils einfach zu wohlwollenden Art von Crowe keineswegs negativ, allenfalls "spielverderbend" dargestellt. Denn genauso wie William, der immer mehr die Welt dieser musikalisch einmaligen Zeit am eigenen Leibe erlebt, versteht man auch seine Mutter und kann mitfühlen, was beide erleben. Verantwortlich sind neben der starken Inszenierung hierfür auch die tollen und wunderbar realistischen Darsteller, allen voran Kate Hudson, die für ihre grandios dargestellte Rolle als Groupie Penny, das sich nicht als eines verstehen will, jedoch schon bald in der bitteren Realität, bestehend aus Ausnutzung und falschen Fassaden aufwacht, zurecht mit einem Golden Globe und einer Oscar-Nominierung bedacht wurde. Mit dem Charakter der Penny wären wir damit auch bei einem der interessantesten Punkte des Filmes: Cameron Crowe verzichtet gekonnt darauf, das Leben der Halb-Stars der Band "Stillwater" in Gemeinschaft mit ihren Fans einzig und allein positiv darzustellen. Er zeigt, daß viele der Anhänger von der scheinbaren "Volksnähe" der Stars verblendet werden und sich als "Freunde" verstehen, dabei erfahren sie doch nur eine einseitige Nutzung. Penny fällt dieses brutal auf, als sie merkt, daß Gitarrist sie ja gar nicht wirklich liebt, und der junge, "halbprofessionelle" Journalist William öffnet ihr die Augen für das im Film vielzitierte "wirkliche Leben". Dadurch geht diese Hommage an das Lebensgefühl und die Musik der 70er durchaus auf eine warnende Distanz zu der Glamour- und Scheinwelt der großen, kleinen und Möchtegern-Stars und ihrer Fans (auch wenn man diesen Konflikt vielleicht noch ein wenig weiter hätte vertiefen können), bleibt aber dennoch eine wunderbare Liebeserklärung an die Musik von „Black Sabbath“, „Deep Purple“, „The Who“ und „Iggy Pop“. Hierbei schafft Crowe das kleine Wunder, den Film in keiner Sekunde uninteressant wirken zu lassen, indem er ihn mit wunderbaren kleinen, teils sogar genialen (Stichwort: Flugzeugabsturzszene), Anekdoten („Glaubt ihr etwa, dass Mick Jagger mit 50 noch auf der Bühne herumtanzen wird? Niemals...“) und einer intelligenten und niveauvollen Mischung aus humoristischen und nachdenklich stimmenden Szenen. Sein warmherzig und ganz verliebt und begeistert erzählendes Drehbuch hat vollkommen zurecht einen Oscar gewonnen und die Kultbands der damaligen Zeit runden mit ihrer tollen Musik diese auch technisch solide angefertigte Ode an die Musik, das Lebensgefühl einer ganzen Generation und die Zeit, als Stars noch normale Menschen waren, sehr schön ab...

    „Almost Famous“, endlich mal wieder ein richtig gelungenes Stück Unterhaltungskino!

    Wertung: 84 %

  2. #2
    Regisseur
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    Almost Famous

    Nachdem alle ihn so hochgelobt haben! Hab ich ihn mir heute angesehn und muss euch bedingungslos zustimmen! Der Film ist sehr persönlich gemacht wurden und sehr gut gelungen. Alles an dem Film fügt sich wie ein Mosaik perfekt zusammen.
    Besonders Kate Hudson hat es mir angetan!
    Gott muss ein verdammtes genie sein so etwas zu erschaffen!
    Wenn prominentenbelästigung nicht bestraft würde wurde ich sofort in die staaten düsen und Kate einen Heiratsantrag machen!
    Verpasst du auch einem Mann eine Fussmassage?

  3. #3
    Regisseur
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    Almost Famous

    Was meinst du, wie viele das schon versucht ghaben? :wink:

  4. #4
    Regisseur
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    Almost Famous

    Leute, Finger weg von meinem Band Aid!

  5. #5
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    Almost Famous

    Falls es euch entgangen sein sollte. Wenn ihr ihr einen Heiratsantrag machen wollt, muesst ihr erst mal ihren Ehemann umbringen.
    Power to the people who punish bad cinema.

  6. #6
    Regisseur
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    Almost Famous

    Es gibt Sachen, die sind es wert das man um sie kämpft :wink:

  7. #7
    Regisseur
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    Almost Famous

    Ebenso wie es Sachen gibt, die es wert sind, dafür zu morden... :wink:

  8. #8
    Regisseur
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    Almost Famous

    Das sehe ich genau so!
    tommy und lester wenn ihr mich bezahlt kann ich ihren mann für uns umnieten, denn ich bin bekanntlich ein Profi-Killer!
    Verpasst du auch einem Mann eine Fussmassage?

  9. #9
    Nebendarsteller
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    Almost Famous

    Und nicht vergessen, die Uzi immer am Mann haben, auch wenn man auf die Toilette geht.
    Power to the people who punish bad cinema.

  10. #10
    Regisseur
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    Almost Famous

    Ladys and Gentlement. The moment we've all been waiting for:

    Wir sind uns ALLE einmal vollkommen einig. Es ist schier unglaublich. Ich finde das muß gefeiert werden. Wir sollten das vielleicht echt durchziehen :wink:

    Aber ich hab eh gehört, daß es zwischen Kate und dem Musikerfritzden da krieseln soll. Ich geb der Ehe noch ein halbes Jahr :wink:

    HeHe

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