Titel: Girl, interrupted
Genre: Drama
Jahr: 1999
Land: USA
Regie: James Mangold
Darsteller: Winona Ryder, Angelina Jolie, Whoopie Goldberg, Vanessa Redgrave

Ein junges Mädchen namens Susanna (Winona Ryder), das einen Selbstmordversuch hinter sich hat und darauf hin in den USA der 60ger Jahre in eine geschlossene psychatrische Anstalt eingewiesen wird. Dort trifft sie auf die schizophrene Liza (Angelina Jolie),in der sie eine Freundin gewonnen zu haben glaubt, doch diese manipuliert Susanna nur für ihre eigenen Zwecke.

Suzanna erzählt die Geschichte als Erwachsene und schaut so auf ihre Zeit in der Psychatrie zurück. Dabei verharmlost sie die Sache enorm. Die Anstalt wird dargestellt als gäbe es dort lauter Kindergeburtstag und Spaß, eine Athmosphäre wie im Schullandheim in der 7.Klasse. Nachts aufstehen (sehr verwegen!) und Gitarre spielen, um Leidensgenossinen aufzuheitern, die vom bösen Wächter wahrscheinlich ja nicht ohne Grund in eine Einzelzelle gesteckt wurden. Aber hey wenn man Freunde wie Winona Ryder hat ist ja alles nicht so schlimm!
Die Psychatrie wird einfach total unrealistisch dargestellt, die Mädchen sollen z.B. Tabletten nehmen aber sie kommen darum herum in dem sie die Tablette einfach unter die Zunge stecken wenn die Wächterin kontrolliert ob sie die Tablette geschluckt haben. Jaja so einfach ist! Im Ernst, die Pfleger einer geschlossenen Anstalt werden sicherlich nicht über längere Zeit auf einen so simplen Trick hereinfallen. Ebenso wenig werden sie suizidgefährdeten junge Mädchen im Fernsehen die sicherlich nicht wirklich die Lebenslust steigernde Programme wie die Auslosung der Vietnamsoldaten ansehen lassen. Ich glaube auch nicht, daß ein junges Mädchen, von dem die Pfleger WISSEN, dass sie noch nicht von ihrer Magersucht geheilt und auch noch selbstmordgefärdet ist, ohne weiters aus der Anstalt entlasssen wird um dann alleine (!) in seiner Wohnung zu wohnen. ( Natürlich bringt sie sich ein paar Tage nach dem sie alleine gewohnt hat um)
Diese unrealistischen, arg vereinfachenden Züge des Films machen die eigentlich durchaus interessante Grundidee des Films wirklich schlecht. Ich kann ihn nicht witklich ernst nehmen und finde das ein großes Thema verschenkt wurde! Der Ernst der Situation wird im Film oft nicht erkannt.

Prozentwertung: 24%
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mundus vult decipi