„Der Hobbit-Smaugs Einöde“ von Peter Jackson, erzählt den 2. Teil der Hobbit-Trilogie. Der kleine Hobbit Bilbo Beutlin, gespielt von Martin Freeman, setzt in Begleitung der 13 Zwerge und dem Zauberer Gandalf, gespielt von Ian Mckellen, seine Reise durch Mittelerde bis hin zum einsamen Berg fort, in welchem nun der Drache Smaug haust. Der einsame Berg war einst die Heimat der Zwerge und Bilbo Beutlin soll als „Meisterdieb“ den Arkenstein aus Smaugs Einöde stehlen umso Zwergenkönig Thorin Eichenschild zu neuer Macht zu verhelfen.
Das Gute vorweg:
der Film sieht atemberaubend aus. Bereits aus den „Herr der Ringe“-Filmen wissen wir, dass Peter Jackson sein Handwerk in Sachen Kulisse bzw. Drehorten bestens versteht. Sei es der Sitz der Waldelben im Düsterwald, die Seestadt Thal oder die Stadt Erebor welche letztendlich Smaugs Einöde darstellt, alles wurde liebevoll und äußerst detailreich in Szene gesetzt. Das Ganze dann noch in der High-Frame-Rate angeschaut sieht einfach nur super aus!
Ebenfalls super Arbeit leisten die Schauspieler. Martin Freeman hat mich persönlich schon im ersten Teil als ahnungsloser und unerfahrener Hobbit überzeugt.
Ich muss wohl auch nicht erwähnen, dass Ian Mckellen und Orlando Bloom wieder hervorragend spielen wie man es schon aus der HdR-Trilogie kennt. Am meisten beeindruckt hat mich jedoch die schauspielerische Leistung von Evangeline Lilly, welche mit der Rolle als Thauriel beinahe den einzigen weiblichen Charakter in Smaugs Einöde verkörpert.
In vielen anderen Punkten hat der Film jedoch seine Ecken und Kanten. Von der Story her passiert nämlich nicht äußerlich viel im zweiten Teil der Trilogie. Der Film besteht zum großen Teil aus Kampfszenen, welche oft Legolas zu Teil werden, und bei denen jeder Tolkien-Fan weiß, dass es diese Szenen im 336 Seiten umfassenden Taschenbuch gar nicht gibt. Legolas taucht nämlich überhaupt nicht im „kleinen Hobbit“ auf. Hardcore-Fans und Kenner beschweren sich natürlich über diesen Punkt, jedoch muss man Peter Jackson lassen, dass die Story durch die daraus resultierende größere Vielfalt an Charakteren, keineswegs langweilig wird und der Zuschauer zusätzlich besser die Brücke zwischen der „Hobbit“- und der „HdR“-Trilogie schlagen kann. Was jedoch sehr in den Hintergrund gedrängt wird sind die Szenen mit Drache Smaug. Im Buch stellen diese Szenen für viele Leser das Highlight dar welches im Film leider viel zu kurz kommt. Das Ende kommt dann nämlich sehr schnell und ist wie bei vielen Mehrteilern sehr abrupt. Hier entsteht dann wieder die Frage, ob es wirklich nötig war, das Buch von nur 336 Seiten zu 3 160-Minütern zu verarbeiten.

Fakt ist, es sind 3 Filme geworden und ich persönlich freue mich trotz Ecken und Kanten der Trilogie sehr auf den dritten Teil und darauf noch einmal in Jacksons super inszeniertes Mittelerde einzutauchen.