Abbitte

Kinostart: 8. November 2007
FSK: 12
Regie: Joe Wright
Laufzeit: 123 Minuten


Man sieht leider nur sehr selten einen Film, der einen so richtig überzeugt, einen von Anfang in seinen Bann zieht und nicht aufhört, den Zuschauer zu begeistern! Abbitte ist so ein Film!

Die Story: England 1935: Die dreizehnjährige Briony wird durch einige Missverständnisse in den Glauben versetzt, ihre große Schwester Cecilia wäre mit einem Verbrecher zusammen. Schließlich beschuldigt sie ihn einer schwerwiegenden Tat und kommt damit durch. Robbie kommt ins Gefängnis. Erst als dieser nach vier Jahren als Soldat in den Krieg geschickt wird und vielleicht nie mehr zurückkehrt, erkennt Briony was sie getan hatte, als sie ihn zu Unrecht anklagte.

Filmfestspiele Hamburg. Das größte Highlight: Atonoment, zu deutsch Abbitte. Spürbar stieg die Spannung im Saal, als die Scheinwerfer erloschen und das riesige Universal Logo eingeflogen kam. Zwar feierte der Film bereits von drei Wochen in Italien Premiere, und man kannte die Reaktionen einiger vereinzelter Kritiker, jedoch in Deutschland war es die Uraufführung. Dann endlich war es soweit. Und was das Publikum von nun an zu sehen bekam kann man nicht in Worte fassen. Eine Romanverfilmung, so meisterhaft, so gekonnt umgesetzt, so beeindruckend gefilmt. Ab und zu konnte man das Publikum schlucken hören, wenn man mal wieder über eine Passage hinweg voller Stauen, den Atem anhaltend, alles andere um sich vergessen hatte, und sich nur diesem unglaublichen Film zugewandt hatte. Schauspielerische Leistungen, u.a. von Keira Knightley und James McAvoy verleihen diesem Film die nötige innere Stärke. Zusammen mit einem unbeschreiblichen Soundtrack, einem tollen Regisseur und einer so faszinierenden Handlung, adaptiert von einem bereits hoch gelobten Roman, ergibt das ein so unfassbares Filmereignis, das einfach jeden mitreißt. Tief ergreifend und glaubwürdig hatte dieser Film jeden im Saal überzeugt. Zu den bereits erwähnten Pluspunkten kommt noch ein äußert einfallsreicher Schnitt der geschickt von Zeitabschnitt zu Zeitabschnitt überleitet. Außerdem ist der Film sehr geschickt aufgebaut. Anfangs noch mit viel Humor, entwickelt er sich dann zum mitreißenden Drama, dass einen tief berührt. Somit ist der Film schon jetzt ein ganz klarer Oscar Favorit. Denn Abbitte ist einer der besten Filme aller Zeiten!