Deutschland- Ein Sommermärchen
Ein Dokumentarfilm von Sönke Wortmann



Inhalt:
Im Sommer des Jahres 2006 fand in Deutschland die 18. Fußball-Weltmeisterschaft statt. Obwohl dem jungen deutschen Team von Teamchef Jürgen Klinsmann nur wenige Chancen eingeräumt wurden, spielte die Nationalmannschaft ein überragendes Tournier und belegte am Ende Platz 3. Begleitet wurde die Mannschaft von Filmemacher Sönke Wortmann, der die Höhen und Tiefen der Vorbereitung und des Tourniers mit seiner Kamera festhielt.

Kritik:
Am 4. Dezember 2006 füllte sich so langsam der Kinosaal im Mathäser in München. Viele Zuschauer kamen mit Deutschland Fahnen und in Trikots zur Vorpremiere von Sönke Wortmanns "Deutschland- Ein Sommermärchen". Es war einer der Filme auf den ich in diesem Jahr am meisten gespannt war. Würde er mir das großartige Gefühl dieses Sommers wiederbringen? Hat Sönke Wortmann das eingefangen für das der Großteil unserer Bevölkerung im Zeitraum vom 9. Juni 2006 bis zum 9. Juli 2006 so geschwärmt hat. Was für mich diesen Film besonders auszeichnet ist der so besondere Einblick in das Innenleben der jungen Fußballmannschaft an die selbst ich vor der WM nicht geglaubt habe. Meine Favoriten waren die Niederlande, Brasilien, Italien und Tschechien. Doch spätestens nach dem Spiel gegen Polen war mir klar, diese Jungs schaffen das. Tja, leider zerplatze der Traum vom WM Titel am 4. Juli als Grosso und del Piero kurz vor Ende der Verlängerung noch zwei Tore erzielten. Das beeindruckendste im Film war für mich die Zeitspanne, am Anfang sieht man die Niedergeschlagenheit der Spieler nach dem Italien Spiel und dann den harten Kampf bis hin zum kleinen Finale um Platz 3. Wortmann hat wirklich wunderbare Bilder eingefangen die ich niemals vergessen werde und auf die ich als sozusagen Halb Deutscher mächtig stolz bin.


Was will man von dem Film mehr? Klar, der Filmtitel lautet "Deutschland- Ein Sommermärchen" Ich habe auch gedacht und es mir sehr gewünscht, dass wir hier die Emotionen der Bevölkerung auf den Fanfesten sehen werden die mir bis heute immer noch Gänsehaut bringen.
Die Musik von Marcel Barsotti, die sehr der von Thomas Newman in "American Beauty" ähnelt ist nur der einzige Punkt der für mich diesen Film schlecht macht. Das Land wurde geführt durch eine Gruppe "ganz normaler" Jungs die an etwas geglaubt haben, was machbar ist und auf den Schultern ihrer Fans, dem ganzen Land getragen, so weit kamen wie es sich niemand erträumt hatte. Wenn man das alles in einem Film zusammen kriegen möchte, dann muss man schon einen richtigen Spielfilm drehen was sicherlich durch Wortmans Kinoerfolg "Das Wunder von Bern" schon etwas übertrieben wäre. Es sind die Bilder der Tore, der Ergeiz der Mannschaft die man nicht vergessen darf und genau deshalb war der Dokumentarfilm das richtige Element um das festzuhalten, dass unserem Land so viel gegeben hat. Man sollte diesen Film nicht als einen gewönlichen Dokumentarfilm ansehen, sondern als ein wichtiges und besonderes Filmdokument, dass man von Generatio zu Generation weiter geben sollte um zeigen zu können wie schön doch diese Zeit war. Es fiel kurz nach der WM ein wunderschöner Satz, der lautet: "...das was dort in Deutschland geschah ist das Bild, so wie sich Gott die Welt vorstellt!" Der ausschlaggebende Punkt war für uns die deutsche Nationalmanschaft und darauf und natürlich auf ihre Taten die in "Deutschland- Ein Sommermärchen" wunderbar offengelegt werden, sollten wir stolz sein.

Martin Siodlaczek