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Thema: Kirchliche Propaganda im Film

  1. #1
    Zuschauer
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    Kirchliche Propaganda im Film

    (Tut mir Leid, wenn das nicht in dieses Unterforum gehört, aber hierher passte es am ehesten)

    In letzter Zeit lese ich immer öfter in einzelnen Filkritiken (Emily Rose, Narnia), dass Filme kirchliche Propaganda enthält; bzw. dass Filme wie der Marsch der Pinguine von der Kirche für ihre Zwecke vereinnahmt werden.

    Ich wollte Fragen, ob ihr weiter Beispiele kennt und vielleicht einmal über einen guten Artiken (deutsch oder englisch) zu diesem Thema kennt - Google und Co spucken dazu leider nicht Gescheites aus.

  2. #2
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    Re: Kirchliche Propaganda im Film

    Nun ja, vor allem Mel Gibsons "The Passion of the Christ", der Film, der aufgrund seines gewaltigen Einspielergebnisses (bes. in den USA) die religiöse Rechte als Zielgruppe für Hollywood interessant gemacht hat.

  3. #3
    Regisseur Avatar von Lars
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    Re: Kirchliche Propaganda im Film

    Wasn das für ne neue Verschwörungstheorie?!?
    Also ich denke ja das Peta für Bambi verantwortlich ist, wer will denn danach noch Wild essen?

    "Death is a disease, it's like any other. And there's a cure. A cure - and I will find it."

  4. #4
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    Re: Kirchliche Propaganda im Film

    Ja, ich kenne ein Beispiel..."Luther"...
    -Where are you going? - To the river! -Why? -To make a hole in it.

  5. #5
    Admin Avatar von Matt
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    Re: Kirchliche Propaganda im Film

    Gennante Filme sind natürlich eindeutige Beispiele, und alles andere als irgendwelche Verschwörungstheorien. Ein aktuelles Beispiel wäre da noch The Passion the the Lion alias The Chronicles of Narnia - The Lion, the Witch and the Wardrobe. Zuviele Bezüge auf das Christentum, und der Löwe Aslan als Jesusfigur waren letzten Endes zu offensichtlich, und haben mich natürlich gestört. In Amerika veranstaltet Walden Media und die Disney Studios spezielle Screenings in Kooperation mit der evangelischen Kirche. Um den jungen heranwachsenden bibeltreuen Christen ihre Scharlatanerie näherzubringen.
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

  6. #6
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    Re: Kirchliche Propaganda im Film

    Ist das bei Chronicles of Narnia eigentlich im Buch auch so oder wurde besonders der film dafür missbraucht?
    ~Man muss das Absurde akzeptieren, um es bekämpfen zu können!~

    http://myspace.com/killtank

  7. #7
    Admin Avatar von Matt
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    Re: Kirchliche Propaganda im Film

    In den Büchern ebenso:

    Christian parallels

    Specific Christian parallels may be found in the entries for individual books and characters.

    The Chronicles of Narnia contain many allusions to Christian ideas which are easily accessible to younger readers; however, the books are not weighty, and can be read for their adventure, colour, and mythological ideas alone. Because of this, The Chronicles of Narnia have become favourites with both children and adults, Christians and non-Christians. Some Christians consider the Narnia books and movies to be an excellent tool for evangelization.

    Although he did not set out to do so, in the process of writing his fantasy works, Lewis (an adult convert to Christianity) found himself incorporating Christian theological concepts into his stories. As he wrote in Of Other Worlds:

    "Some people seem to think that I began by asking myself how I could say something about Christianity to children; then fixed on the fairy tale as an instrument, then collected information about child psychology and decided what age group I'd write for; then drew up a list of basic Christian truths and hammered out 'allegories' to embody them. This is all pure moonshine. I couldn't write in that way. It all began with images; a faun carrying an umbrella, a queen on a sledge, a magnificent lion. At first there wasn't anything Christian about them; that element pushed itself in of its own accord."

    Lewis, an expert on the subject of allegory, himself maintained that the books were not allegory, and preferred to call the Christian aspects of them "suppositional". This is similar to what we would now call alternative history. As he wrote in a letter to a Mrs. Hook in December of 1958:

    "If Aslan represented the immaterial Deity in the same way in which Giant Despair represents despair, he would be an allegorical figure. In reality however he is an invention giving an imaginary answer to the question, 'What might Christ become like, if there really were a world like Narnia and He chose to be incarnate and die and rise again in that world as He actually has done in ours?' This is not allegory at all." (Martindale & Root 1990)
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

  8. #8
    Regisseur
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    Re: Kirchliche Propaganda im Film

    Thx für die info.. naja, muss ich mir noch überlegen, ob ich mir den film anschau oder nicht...
    ~Man muss das Absurde akzeptieren, um es bekämpfen zu können!~

    http://myspace.com/killtank

  9. #9
    Ali
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    Re: Kirchliche Propaganda im Film

    Ich kann Filme, die Zuschauer missionieren wollen, überhaupt nicht ausstehen. Der schlimmste Film dieser Sorte- der Gibson-Film- hat ja gezeigt wie man mit total übersteigertem Pathos dieses Ziel erreichen kann. Die Filmemacher und Buchautoren sollten es dem einzelnen Menschen überlassen sich für eine Lebensphilosphie zu entscheiden. Bei diesen Filmen habe ich irgendwie den Eindruck, dass der Regisseur bzw Drehbuchautor mit erhobenem Zeigefinger mir weismachen wollen, dass ihr Weg der einzig wahre ist. Diese Deppen sollten mal Lessings "Nathan der Weise" lesen, wobei ich sagen muss, dass der gute Lessing diesen kranken Köpfen auch nicht weiterhelfen kann.

  10. #10
    Regisseur
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    Re: Kirchliche Propaganda im Film

    Das schreibt Spiegel-online zu dem Thema:
    http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,388979,00.html

    Ich denke auch, das die vorhandene, christliche Interpretationsmöglichkeit (die C.S.Lewis selber so nicht verstanden haben wollte) zu Marketingzwecken in den USA übermässig betont wird.
    Ich denke, dass man den Film auch einfach als Special-Effects-verwöhntes Fantasy-Märchen sehen kann, zumal auch viele Gestalten aus anderen Mythologien vorkommen, wie z.B. Zentauren.
    Zudem sollte man sich vergegenwärtigen, dass Lewis (als Freund und Zeitgenosse Tolkiens) ein Mensch des spätimperialistischen Großbritanniens und nicht des politisch (über?)-korrekten 21. Jahrhunderts ist. In sofern kann ich auch einige Aspekte verschmerzen, die vielleicht nicht so "modern" sind.

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