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Thema: An Unfinished Life

  1. #1
    Admin Avatar von Matt
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    An Unfinished Life



    Lasse Halström scheint ein Filmemacher zu sein, der sein Auge auf das Provinzleben in Amerika gerichtet hat, und aus diesem Milieu seine kleinen Geschichten erzählt. Mit seinem An Unfinished Life, welchen ich glücklicherweise vorgestern im Kino sehen konnte, erzählt er in wunderschönen Bildern eine Geschichte über Schuld und Sühne. Ein Schwiegervater (Redford), der es sein Leben lang nicht schafft seiner Tochter zu vergeben, welche er für den Tod seines Sohnes verantwortlich macht. Sein Freund (Freeman) welcher schwere Verletzungen nach einem Bärenangriff erlitten hat, und eben dieser Bär streift noch frei durch die Felder ihrer Ranch.

    Die grobe Handlung ist schnell und leicht erzählt, aber Robert Redford bleibt, oder wird gerade, im Alter ein sehr intensiver und glaubwürdiger Schauspieler, der hier einen Mann spielt der aufgehört hat zu leben, ab dem Zeitpunkt, wo er seinen einzigen Sohn verloren hat. Wenn man Jennifer Lopez nicht dem typischen Rollencliche zuordnet, dann zeigt diese Frau sehrwohl, wozu sie schauspielerisch im Stande ist.

    Im Kino sollte man ihn sich unbedingt anschauen, um sich vor Augen zu führen was für Landschaften dieser Teil der Vereinigten Staaten zu bieten hat.

    Eine bewegende Geschichte von einem Filmemacher erzählt, der sich noch Zeit nimmt uns Einblicke in die Gefühlswelten dieser einfachen kleinen Leute zu geben.
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

  2. #2
    Regisseur Avatar von Julia
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    Re: An Unfinished Life

    Den Film möchte ich auf jeden Fall auch noch sehen. Lasse Hallström hat sehr schöne Filme bisher gemacht. Ich habe "Chocolat", "Gottes Werk und Teufels Beitrag" und "Schiffsmeldung" gesehen und diese Filme fand ich einfach total SCHÖN!

  3. #3
    Ali
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    Regisseur Avatar von Ali
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    Re: An Unfinished Life

    Ich habe bis jetzt leider nur drei Lasse-Hallström-Filme gesehen, aber alle drei- The Cider..., Gilbert Grape und Chocolat- fand ich wunderschön. An Unfinished Life hört sich auch interessant an, aber muss da unbedingt Frau Fettarsch mitspielen?

  4. #4
    Admin Avatar von Matt
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    Re: An Unfinished Life

    diese Frau kann schauspielern, was sie schon in Out of Sight und auch The Cell bewiesen hat. Das sollte kein Grund sein, sich diesen Film entgehen zu lassen.
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

  5. #5
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    Re: An Unfinished Life

    Mein absoluter Lieblingsfilm des Jahres 2005. Kann den DVD-Release von "Ein ungezähmtes Leben", der leider schwer auf sich warten läßt, kaum abwarten.

    Ein zutiefst menschelnder Film, anrührend erzählt und gespielt. Allein schon die Eingangsszene mit den Händen Redfords der den geschundenen Leib von Freeman einreibt. Und dann die Gleichnisse Natur, Bär, Mensch. Herrlich.

    Herrlich auch die Landschaftsaufnahmen. Den Eindruck, den dieser Film bei mir hinterlassen hat, vermag ich mit meinem begrenzten Vokabular leider nicht angemessen in Worte zu kleiden. Vom Ton des Films (und ich meine jetzt nicht Ton im Sinne von Akkustik) erinnert er mich sehr an Halströms anderes Meisterwerk "Gottes Werk und Teufels Beitrag".

    Muß man gesehen haben um es nachzuvollziehen.

  6. #6
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    300

    Re: An Unfinished Life

    Lange hat es gedauert, ehe ich den Film nun doch gesehen habe.

    Robert Redford ist Klasse - wie immer, wenn er den einsamen Cowboy miemt (ich mußte dabei weniger an seine Rolle in Der Pferdeflüsterer denken, sondern dachte ich immer wieder, ob nicht er der perfekte Roland bei einer vielleicht irgendwann kommenden Verfilmung von Der dunklen Turm-Saga wäre...) . Ein zerfurchtes Gesicht, sonnengebleichte Haare, ein 3-Tages-Bart (oder älter) - streckenweise hätte ich ihn kaum erkannt.

    Jennifer Lopez mag ich immer noch nicht, aber dafür hat sie im Film eine tolle Tochter, die (endlich mal) nicht blond und hilflos ist sondern sich durchaus durchsetzt. Im Gegensatz zur Mama, die sich vom Freund schlagen läßt und dann endlich abhaut.
    Irgendwie mag Jennifer wohl solche Rollen - ob sie was zu verarbeiten hat??


    Klischees gibts allerdings auch genug: z.B. ständig kaputte Autos. Ist das in Amerika üblich, daß da jede Nase lang das Auto eingeht?
    Oder der Umstand, daß sich die arme geschlagene Frau natürlich den Sheriff der Stadt angelt (was mir persönich viel zu schnell gegangen ist).

    Ganz toll die Rolle von Morgan Freeman, wenn er was zu sagen hatte, dann hat das gepasst. Auch er ist älter geworden, aber das Recht hat er auch.

    Und wen man nicht vergessen sollte zu erwähnen: der Bär, der immer wieder auftaucht. Wirklich gut dressiert und keine Szene, in der man eine Attrappe gebraucht hat. Whow, das hatte was, als er durch die Stadt pilgerte, als wäre er dort daheim. Auch die Szene gegen Ende, als er vor Mitch (Morgan Freeman) steht... Hut ab!


    Überrascht hat mich auch irgendwie das Ende. Also nicht das Ende als solches, denn wir wissen ja alle, wie solche Filme auszugehen haben, in denen eine Frau mit Kind vor dem gewalttätigen Mann/Freund irgendwohin flüchtet, sich dort ein neues Leben versucht aufzubauen und dann der Mann/Freund sie findet. Das Ende ist also eigentlich klar. Nur hätte ich mir mehr "Showdown" erwartet, als der Exfreund aufgetaucht ist. Andererseits ist es auch wieder besser so gewesen, um mal endlich ein Klischee nicht zu erfüllen.

    Also, wer Robert Redford in einsamen Rollen mag, dem wird der Film gefallen. Ansonsten muß ich aber schon sagen, ist alles sehr vorhersehbar. Schön gemacht, keine Frage, aber vorhersehbar.

    Daher 7 von 10 Bären
    Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich;
    jede unglückliche Familie hingegen auf ihre besondere Weise unglücklich.
    (aus Anna Karenina)

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