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Thema: Wie "böse" ist eigentlich das galaktische Imperium

  1. #1
    Hauptdarsteller Avatar von Harvey Dent
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    Wie "böse" ist eigentlich das galaktische Imperium

    Eine fast schon philosophische Frage.
    Natürlich vollbringen die Protagonisten der dunklen Seite auch einige "böse" Taten. Ist es aber nicht primär so, dass sie vor allem deswegen als "böse" erscheinen, weil sie einfach nur gegen die "guten" Rebellen antreten?
    Wie würde es in der Galaxie aussehen, wenn das dunkle Imperium komplett herrschen würde? Wirklich nur Chaos und Gewalt? Oder vielleicht doch Frieden und Rechtssicherheit, ohne die Befürchtung permanenter Partisanen-Attacken?

    Wenn ich mich richtig entsinne, fordert DV doch in Episode 6 Luke auf, zu ihm auf die dunkle Seite zu wechseln, "damit dieser Krieg endlich beendet werden kann" (oder so ähnlich). Wie "böse" ist also wirklich die dunkle Seite der Macht?

    Padawan-Grüße
    HD

  2. #2
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    Re: Wie "böse" ist eigentlich das galaktische Impe

    Also, die Jungs sind schon ziemlich böse!
    Vielleicht erinnerst Du Dich, wie Grand Moff Tarkin in Episode IV - bzw. den ersten Film - mit dem Todestern den Planeten Dantoine zerstörte.
    Obi Wan Kenobi hatte da fast einen Herzanfall bekommen, als er spürte: "wie Millionen in panischer Angst aufschrien... und plötzlich verstummten!"

    Das ist eindeutig eine Tat des "Bösen"!

  3. #3
    Hauptdarsteller Avatar von Harvey Dent
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    Re: Wie "böse" ist eigentlich das galaktische Impe

    Stimmt, Grand Moff Tarkin (welch ein Name übrigens) war aber auch eher ein Technokrat des Bösen, kein von der dunklen Macht durchdrungender Lord der Sith zum Beispiel.
    Hätte ein solcher dies auch getan?

  4. #4
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    Re: Wie "böse" ist eigentlich das galaktische Impe

    Der Imperator strebt (wie von Makiavelli erläutert) eigentlich einer "guten" Gesellschaft entgegen. Wie schon erwähnt wurde, es gäbe super Rechtssicherheit und auch alle andern Vorteile einer Militärdiktatur. Nur mit den verschiedenen Meinungs-/Versammlungsfreiheiten würde es wohl nicht so gut aussehen

    Das heisst aber: Wenn man nicht zu einer Randgruppe (welcher Art auch immer) gehört oder arges Pech hat, geht's einem garnicht schlecht
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  5. #5
    Admin Avatar von Matt
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    Re: Wie "böse" ist eigentlich das galaktische Impe

    Zitat Zitat von Harvey Dent
    Wenn ich mich richtig entsinne, fordert DV doch in Episode 6 Luke auf, zu ihm auf die dunkle Seite zu wechseln, "damit dieser Krieg endlich beendet werden kann" (oder so ähnlich).
    Das erinnert mich jetzt hier alles zu sehr an "Clerks"..., aber um auch ein wenig zu antworten. Der genaue Wortlaut von Vader war natürlich:

    "Luke. You can destroy the Emperor. He has foreseen this. It is your destiny. Join me, and together we can rule the galaxy as father and son. Come with me. It is the only way."
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

  6. #6
    Admin Avatar von Matt
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    Re: Wie "böse" ist eigentlich das galaktische Impe

    Ich kann es einfach nicht sein lassen:
    Eine weitere Theorie die ich wirklich nicht schlecht finde!

    RANDAL There was something else going on in Jedi. I never noticed it until
    today.


    DANTE What's that?

    RANDAL All right, Vader's boss...

    DANTE The Emperor.

    RANDAL Right, the Emperor. Now the Emperor is kind of a spiritual figure, yes?

    DANTE How do you mean?

    RANDAL Well, he's like the pope for the dark side of the Force. He's a holy
    man; a shaman, kind of, albeit an evil one.


    DANTE I guess.

    RANDAL Now, he's in charge of the Empire. The Imperial government is under his control. And the entire galaxy is under Imperial rule.

    DANTE Yeah.

    RANDAL Then wouldn't that logically mean that it's a theocracy? If the head of the Empire is a priest of some sort, then it stands to reason that
    the government is therefore one based on religion.


    DANTE It would stand to reason, yes.

    RANDAL Hence, the Empire was a fascist theocracy, and the rebel forces
    were therefore battling religious persecution.


    DANTE More or less.

    RANDAL The only problem is that at no point in the series did I ever hear Leia or any of the rebels declare a particular religious belief.

    DANTE I think they were Catholics.



    Es gibt wirklich keinen der über die "Star Wars"-Filme so herrlich schreibt und geschrieben hat wie Kevin Smith. Ich erinnere mich da an seine Rezension zu "Attack of the Clones" die sogar in FilmComment veröffentlicht wurde. Selber habe ich wenig für die Prequels übrig, aber nach diesem wundervollen Artikel konnte ich sehr gut verstehen warum Smith diese Saga mit ganzem Herzen liebt. Und das geht bei ihm weit über die eigentlich Filme hinaus, es ist vielmehr ein Gefühl, ein nostalgisches Moment aber doch mehr als eine einfache Erinnerung!
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

  7. #7
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    Re: Wie "böse" ist eigentlich das galaktische Impe

    Wie finde ich die Rezension von Smith zu AotC?

  8. #8
    Admin Avatar von Matt
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    Re: Wie "böse" ist eigentlich das galaktische Impe

    online wahrscheinlich kaum, aber ich kann gerne mal nachsehen...

    hier zumindest ein Bild der Ausgabe mit dem kompletten Inhalt und zumindest diesem kurzen Ausschnitt von Kevin Smith's Artikel:
    Excerpts from the issue:

    Rebel Without a Cause, by writer-director Kevin Smith:
    In terms of predictability, Episode II (and Episode I) make Titanic seem like a veritable whodunit. We all know the Empire's going to rise and eventually fall at the hands of Indiana Jones, the dude from Corvette Summer, the chick who wrote Postcards from the Edge, and an army of teddy bears. We all know that the Jedi will be hunted to extinction, with the exception of Alec Guinness. We all know that Yoda lives through the Clone Wars and matures into a Muppet. There's little-to-no-mystery left in the Star Wars prequels, with the exception of seeing exactly how the space-shit winds up hitting the space-fan. And that should be enough to get even the casual fan into the theater.
    Film Comment July/August 2002
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

  9. #9
    Hauptdarsteller Avatar von Harvey Dent
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    Re: Wie "böse" ist eigentlich das galaktische Impe

    Matt, mal wieder eine beeindruckende Zitaten-Sammlung.
    Bei Gelegenheit würde mich echt interessieren, wie Dein privates Film-Archiv aussieht.
    Ich glaube, "Clerks" sollte ich mir mal anschauen, da habe ich offenbar eine echte cineastische Lücke.

    Bestärkt durch diese religiöse These bleibe ich meiner Linie treu, bei Star Wars Spielen von Lucasarts gerne mal auf die dunkle Seite zu wechseln. :wink:

  10. #10
    Regisseur
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    Re: Wie "böse" ist eigentlich das galaktische Impe

    Mit ein bisschen Hintergrundwissen zum StarWars Universum sieht das vielleicht nochmal etwas anders aus..

    Das Imperium ist auf den sogenannten Kernwelten (Coruscant und all die Mega ausgebauten hochzivilisierten Welten) sehr etabliert. Die Menschen profitieren und leben in Wohlstand. Wohl gemerkt: Die Menschen. Denn den Nicht-Menschen gegenüber (also alles Andere!) ist das Imperium sehr rassistisch. Es gibt soweit ich weiss nur einen Flottenadmiral, der kein Mensch ist (Admiral Thrawn, weil der einfach zu genial ist um ihn abzulehnen). Die weniger entwickelten äusseren Systeme spüren allerdings deutlich die Knute des Imperiums. Diese Unterdrückung bewegt auch eigentlich wohlhabende Planeten wie Alderaan oder Corellia sich gegen das totalitäre System zu wehren und die Rebellion zu unterstützen.. was in den Filmen nicht so gut rauskommt: Die Rebellen sind kein kleiner Haufen Widerständler, sondern schon ne ansehnliche Kriegsflotte.. halt gegen 30.000 Sternzerstörer immernoch eher Guerrillakämpfer.

    Fazit: Das Imperium bringt Frieden, Sicherheit und Wohlstand... den Seinigen. Sicherheit und Wohlstand hatten wir unter Hitler auch, den Frieden ebenfalls wenn er den Krieg gewonnen hätte. War das 3. Reich deswegen eigentlich auch eher nicht böse..?

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