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Thema: Ray

  1. #1
    Regisseur
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    Ray

    Die Suche hat nichts ausgespuckt und ich denke es gibt doch einiges zu diskutieren über diesen Film.

    Alle hacken sie immer auf dem Toni rum weil er Filme angeblich zu niedrig bewertet und jetzt muss ich seine Review zu Ray mal ein wenig relativieren. Hier nochmal die Kritik als Diskussionsgrundlage:
    Zitat Zitat von Toni
    Ein großer Film über einen der größten Musiker des zwanzigsten Jahrhunderts. Regisseur Taylor Hackford beleuchtet in diesem Werk das Leben von Ray Robinson, besser bekannt als Ray Charles. Dabei fand er in Jamie Foxx die Idealbesetzung und macht diesen zu einem heißen Anwärter auf den Oscar als bester Hauptdarsteller.
    Erfolg, Frauen und Drogen. Mit diesen drei Worten lässt sich das Leben von Ray Charles beschreiben. Der Film zeigt den unglaublichen Aufstieg des blinden Musikers, der vom ausgenutzten Landjungen zum Weltstar wurde. Er beschreibt Charles Vorlieben für das weibliche Geschlecht und er erzählt die Geschichte eines Mannes mit schwerer Kindheit, der fast an den Drogen zerbrochen wäre. Ray blickt hinter die Fassade des Stars und gibt ein realistisches Bild über dessen bewegtes Leben ab. Ray Charles selbst segnete vor seinem Tod die Rohfassung des Films ab.

    Hauptdarsteller Jamie Foxx spielt diesen Charakter nicht, er lebt ihn. So abgedroschen diese Phrase klingt und so ungern ich sie auch verwende, hier passt sie einfach perfekt. Man könnte sich im Nachhinein keinen Besseren für diese Rolle vorstellen als ihn, denn bei manchen Kameraeinstellungen hat man das Gefühl, der junge Ray Charles persönlich ist auf der Leinwand zu sehen. Mit dieser Leistung katapultiert sich Foxx in die Schauspielelite Hollywoods und darf sich nun genauso wie Taylor Hackford Hoffnungen auf verschiedene Filmpreise machen.

    Bei all dem berechtigten Lob für den Hauptdarsteller sollte man aber nicht die anderen Beteiligten vergessen. Die komplette Besetzung bietet eine tolle schauspielerische Leistung, die Regie ist fantastisch, die Bilder sehr gut und die Musik, wie sollte es auch anders sein, ist einfach nur grandios. Ray Charles Hits bringen unweigerlich die Knie zum wippen. Und da der Gesang das Einzige war was Jamie Foxx nicht imitieren konnte, bekommt man hier die Originalstimme des verstorbenen Musikers zu hören.

    "Die besten Geschichten schreibt immer noch das Leben", womit wir wieder bei abgedroschenen Phrasen wären. Betrachtet man sich aber die Biographie von Ray Charles stellt sich auch diese Binsenweisheit als wahr dar. Ray zeigt das auf eindrucksvolle Art und Weise. Der Film ist zwar lang, aber es gibt keine Szene die man entbehren könnte und dank der klasse Darstellung und der Musik lassen sich die zweieinhalb Stunden wunderbar ertragen. Und so kann man auf die weiteren Filme über Musiklegenden die dieses Jahr folgen werden, z.B. auf Walk the Line mit Joaquin Phoenix als Johnny Cash, gespannt sein, denn Jamie Foxx hat als Ray Charles mächtig vorgelegt.
    Ok, worüber wir sicherlich nicht streiten brauchen ist die schauspielerische Glanzleistung von Jamie Foxx, wo ich dir wirklich zustimmen muss: er hat Ray Charles nahezu perfekt imitiert. Alles andere als der Oscar wäre eine große Überraschung. Auch die Musik des Filmes ist selbstverständlich herausragend, da sie ja direkt von Ray Charles selber kommt.
    2 Große Kritikpunkte: Regie und Drehbuch! An der Regie finde ich wenig fantastisch, diese Rückblenden sind einfach sehr sehr schlecht gemacht. Harte Schnitte, häufig völlig aus dem Zusammenhang gerissen und sinnlos in den Film eingefügt. Ansonsten ist das Regietechnisch solide Kost wie ich finde, völlig zu Unrecht mit einer Oscarnominierung bedacht, da hätte man definitiv eher Gondry für Eternal Sunshine nominieren müssen. Das Drehbuch ist auch nicht das Gelbe von Ei und bei einigen Kritikern der Hauptkritikpunkt. Damit ist Ray von den 5 Filmen, welche für den besten Film nominiert sind der Einzige der keine Drehbuchnominierung hat. Es wird einfach versuch alles mögliche im Leben Charles' anzuschneiden, aber weniges wird explizit beleuchtet und das ist Schade denn bei seinen ca 150 Minuten Lauflänge wäre dafür viel Zeit gewesen und so einige Sachen in diesem Film sind langatmig und überflüssig. Die großen Momente hat der Film eigentlich nur wenn Jamie Foxx am Piano richtig "abgehen" darf und wir die Musik des Filmes geniessen können. Doch um Ray Charles' Musik zu hören brauch ich mir nur eine CD einlegen...

  2. #2
    Statist
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    Re: Ray

    Habe mir den Film gerade angesehen und muß in einigen Kritikpunkten meinem Vorredner zustimmen. Der Film lebt nicht nur von Jamie Foxx, sondern besonders auch durch die Nebendarsteller, die mir meist sympathischer waren als der Hauptakteur. Für meinen Geschmack war der Film auch etwas zu lang, zeitweise sogar langweilig, was auch nicht die tolle Musik wieder wett macht. Nichtsdestotrotz kriegt der Zuschauer einen interessanten Blick "hinter die Kulissen" des Lebens von Ray Charles, welches ich bis Dato so rein gar nicht kannte.
    ~ Who wants to waste some time? ~

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