Eigentlich schreib ich eher was über Filme, die ich schon gesehen habe, und nicht so gerne diese Vorfreude-auf-Filme-die-in-paar-Jahren-mal-ins-Kino-kommen-Topics.
Aber das hier finde ich doch bemerkenswert:
„Alles, nur kein Zeichentrick” - die Zamonien-Verfilmung

09. Dezember 2004 Vor zwei Wochen wurde überraschend bekanntgegeben, daß der Schriftsteller Walter Moers sich bereiterklärt hat, seine erfolgreichen Romane um das Phantasiereich Zamonien verfilmen zu lassen. Moers hat sich seit mehr als einem Jahrzehnt völlig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. In einem Gespräch, das er mit dieser Zeitung führte, geben er und sein Produzent David Groenewold erste Details über die Verfilmungspläne bekannt.

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Wie stark werden Sie selbst sich an der Ausarbeitung der Drehbücher beteiligen?

W.M.: Auf dieser Seite hält sich mein Drang nach Teamarbeit in Grenzen. Ich werde also versuchen, selbst ein Drehbuch zu schreiben. Bei dem Ausmaß, das diese Produktion erreichen soll, ist das aber ohne Hilfe gar nicht möglich. Außerdem bin ich nicht so bescheuert, die ganze Verantwortung alleine zu übernehmen. Aber ich habe auf dem Filmsektor noch nie zuvor unter solch autorenfreundlichen Vertragsbedingungen gearbeitet. Was meine persönliche Stimme dabei angeht: Roman ist Sologesang, Film ist Kirchenchor. Bei letzterem hat sich jede Einzelstimme dem Gesamtergebnis unterzuordnen.

Es heißt, der erste Film werde Motive aus den bislang erschienenen vier Büchern miteinander vermischen. Wird das dem Konzept des Zyklus noch gerecht, der bislang jeweils verschiedene Persönlichkeiten aus Zamonien in den Mittelpunkt gestellt hat?

D.G.: Davon wollen wir abweichen, weil die Welt Zamoniens so reich bebildert ist, daß Walter Moers sie erst filmgerecht aufbereiten wird, um dann eine Vielzahl von phantastischen Elementen im ersten Film "anzureißen" und dem Zuschauer Appetit auf mehr zu machen.

W.M.: Wenn es ein Konzept des Zyklus gibt, dann das, immer neue Ableger möglich zu machen, die auch unabhängig vom Konzept existieren können. Es ist gleichgültig, welches der Bücher man als erstes liest oder ob man nur eines oder alle vier gelesen hat. So versuche ich auch den Film zu betrachten: als eigenständigen Zamonien-Ableger, diesmal mit filmischen Mitteln. Die Geschichte wird eine ganz neue sein.

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Was für ein Budget wird der erste Film haben, und wann kommt er in die Kinos?

D.G.: Mit dem Drehstart rechnen wir etwa Ende 2006. Ins Kino soll er dann im Jahr 2007. Das Budget wird bei mehr als zehn Millionen Euro liegen.

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In welcher Technik wird gedreht?

W.M.: Wir denken an einen Realfilm, der massiv von modernen und traditionellen Tricktechniken unterstützt wird. Also Schauspieler in Natur und in Maske, aber auch computergenerierte Charaktere, sowie animatronische Puppen. Eigentlich alles, nur kein Zeichentrick.

Besteht nicht die Gefahr, daß bei dieser ästhetischen Mischkalkulation der Charme der gezeichneten Vorlagen verlorengeht

D.G.: Nein, weil Walter Moers das Niveau und die Richtung bestimmen wird und die Figuren von ihm gestaltet werden.

W.M.: Man kann sich ja auch vornehmen, die Vorlagen mit neuen Dimensionen auszustatten. Ich glaube nicht, daß mein Illustrationsstil eins zu eins auf die Leinwand zu übertragen ist - dafür müßte man den ganzen Film mit einer Holzschnitt-Struktur ausstatten.

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Quelle: FAZ.NET

Das Projekt ist noch in einem sehr frühen Stadium, deshalb wage ich noch keine Prognose, ob das eine Gurke oder ein Knaller wird. Aber mit dem richtigen Budget und den richtigen Leuten an Bord (zum Glück ist Moers selber dabei) könnte das richtig toll werden. Die Bücher jedenfalls gehören zu meinen absoluten Lieblingen!