dieser deutsche kammerspielpsychothriller läuft seit kurzem bei uns in dresden. obwohl ich die grund-idee sehr interessant finde, hat mich die umsetzung und gesamtentwicklung des films nicht wirklich überzeugen können. leider sind vor allem die dialoge zum großen teil alles andere als natürlich, sondern wirken eher hölzern & hilflos als - was sie offensichtlich sein sollen - philosophisch. "Was passiert und warum, bleibt größtenteils unklar, denn die vielen falschen Fährten, auf die Regisseur und Autor Igor Zaritzki die Zuschauer lockt, ergeben nur dann einen Sinn, wenn man M. Night Shyamalan heißt und einen ganz schlechten Tag hat." (cinema.de) und die darsteller schauspielern, anstatt natürlich zu sein: "[...] der Funke springt nicht über, man glaubt ihnen weder maliziöse Lust am Fleisch noch das scharfsinnige Ränkespiel - zu jung und selbstverliebt sind diese Charaktere." (cristina moles kaupp in fluter)
nichtsdestoweniger: die stimmung ist düster, das szenenbild sehr atmosphärisch (die filmemacher fanden es in einem leerstehenden ehemaligen fabrikgebäude in halle an der saale), die soundeffekte recht gut. und mir fiel es zugegeben sehr schwer, den film zu verstehen, so dass ich nicht einfach nach dem ansehen mit ihm abschließen konnte. das sind in meinen augen durchaus positive aspekte. insofern: kann man sich ansehen.



von der offiziellen homepage der folgende text:

"In einer regnerischen Nacht nimmt Henry die junge Prostituierte Anja mit nach Hause. Sie beklaut ihn und flieht aus der Wohnung. Er fängt sie an der Haustür ab, fesselt sie und ruft einen Streifenwagen. Während sie auf die Polizei warten, erfahren wir, dass Anja gar keine Prostituierte ist, sondern ein ganz anderes Geheimnis hat. Im Verlauf der Nacht geraten beide in eine bedrohliche Situation und in den Sog eines gefährlichen psychologischen Spiels.
Der Psychothriller nimmt die Zuschauer auf eine Achterbahnfahrt in die Abgründe der menschlichen Seele mit. Schauplatz des Films ist eine aufwendig ausgestattete Fabriketage: Hohe Räume, dunkle, geheimnisvolle Ebenen, ein glitzerndes Wasserbecken, gesäumt von mannshohen Stahlskulpturen. Durch eine entsprechende Lichtgestaltung und Kameraführung wird das Motiv selbst zu einem Kunstwerk. Die bis ins kleinste Detail geplante Ästhetik und ein subtiles Sounddesign liefern den Rahmen für das fesselnde Spiel der Charaktere."

(Quelle: devot-film)