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Thema: Open Water

  1. #1
    Zuschauer
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    Open Water

    Wow! Open Water ist der Wahnsinn!! So spannend wie Blairwitch - beklemmend wie sonst was. Saß vollkommen gebannt im Kino auf dem Fantasy und habs kaum ausgehalten!
    Ich muss zugeben: Ich hatte schon ein bisschen Angst mir diesen Film anzusehen... Schließlich plantsche ich selbst in der Ostsee sozusagen ausschließlich in Beckenrandnähe.
    Erstaunlicherweise hat Open Water meine Ängste aber weniger geschürt als beruhigt. Merkwürdig eigentlich. Vielleicht liegts aber daran, dass Open Water ein realistisches Bild von Haien und anderen Meeresbewohnern zeichnet. Eben kein Der weiße Hai oder Deep Blue Sea Verschnitt! Trotzdem nicht weniger packend!

    Das Krasseste ist ja eh, dass der vollkommen ohne Spezialeffekte gedreht worden ist. Sprich mit echten Haien und tatsächlich irgendwo auf dem Ozean. Horrorvorstellung da Schauspieler zu sein!!!
    Inzwischen ist auch die Seite online: http://www.open-water.de

    Markus: Bitte beim nächsten Mal Forenbeschreibung lesen!

  2. #2
    Zuschauer
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    Re: OPEN WATER

    Guerilla-Marketing nennt man sowas wohl...*kopfschüttel*

  3. #3
    Regisseur
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    Re: OPEN WATER

    Heute war ich mit ein paar Freunden in einer Doppelsneak, angekündigt war "Die Elemente Wasser und Feuer". Feuer war klar, "Man on Fire" mit Denzel Washington, ein Hammerfilm.. doch der Genuß wurde leider danach übertüncht von diesem Nichts eines Filmes, dem Abschuss, "Open Water".

    Am Anfang wird eingeblendet - Nach einer wahren Geschichte. Das ist vielleicht ein guter Aufhänger wenn die Geschichte danach besonders aufregend ist, oder kurios. Aber nicht, wenn der Rest so ein Schwachsinn ist. Schon nach den ersten Sekunden ist uns allen die extreme Unschärfe und Artefaktbildung aufgefallen, das war nichtmal DVD Qualität, vielleicht gutes DivX oder so. Bei schnellen Bewegungen verschwommen die Ränder der Personen, was nach dem extrem schnellen und hektischen, dabei aber superscharfen "Man on Fire" natürlich besonders auffiel. Das die Schauspieler unbekannt waren machte uns prinzipiell nichts aus, aber die Leienhafte Mimik, Gestik und Sprachfertigkeit fiel auf. Die Dialoge wirkten wie aus Holz geschnitzt, und zwar von jemandem der das zum ersten Mal macht. Die Kameraführung, die konsequent an den Gesichtern der Beteiligten vorbeizielte, tat ihren Teil, das Gesamtbild zu verschlechtern.

    Zur "Story": Zwei Leute machen eine Tauchfahrt. Durch ein bescheuertes und unrealistisches Versehen (Wahre Geschichte? Wer kann so blöd sein...) fährt das Boot jedoch ohne sie ab, als der Tauchgang beendet wird, so dass sie auf hoher See feststecken. Dann haben sie 24h lang mit Problemen wie ungefähr 20 verschiedenen Haien, Müdigkeit, Hunger, Wadenkrämpfen, Quallen, Saugfischen, Ehekrach, Schuldzuweisungen und Unfähigkeit zu kämpfen.

    Der Aufhänger der ganzen Geschichte, das "Versehen", ist ansich stupid, und dann noch so idiotisch umgesetzt dass sich uns der Magen umdrehte: Der Tauchlehrer hatte zwei andere Leute zweimal gezählt. Vielleicht weil er zu blöd zum zählen war? Naja, ist auch schwer bis 20 zu zählen wenn die alle gleich aussehen... wenn er dann aber nochmal nachzählt und IMMERNOCH nicht merkt, dass da wer fehlt, zudem noch 2 Tauchflaschen fehlen und ein Reisegepäck an Bord steht..

    Die "Probleme" mit denen die beiden Charaktere zu kämpfen haben, sind allesamt ziemlich albern umgesetzt, so dass meistens eher Gelächter als Spannung den Saal verhüllte. Wenn ein Hai circa zwanzigmal um sie herumkreist, immer genau dann, wenn die Gesprächsthemen ihnen ausgehen, wirkt es irgendwann eben doof. Und wenn der Hai den Kerl anbeisst, dann aber trotz starkem Blutverlust Opferseits abhaut, geht auch das letzte Fünkchen Glaubwürdigkeit verloren. Die Wortkonflikte wie "Du bist schuld, du wolltest tauchen gehen" "Deine Mutter ist blöd" "ich wär lieber Skifahren gegangen" hat wahrscheinlich der Sohn des Regisseurs in der ersten Klasse geschrieben.

    Zu diesem Zeitpunkt bauten mein Nebensitzer und ich uns aus unseren Colabechern eine "Bettbox", die quietschende Betten beim Sex simuliert. Das geht ganz einfach, indem man die beiden Strohhalme jeweils noch in das Loch des anderen Strohhalms steckt, so dass praktisch die zwei Strohhalme parallel in beiden Löchern des Plastikdeckels stecken! Wenn man nun die beiden Colabecher auf und ab bewegt, entstehen Geräusche, die manches korpulierende Ehepaar vermeiden möchte.

    Was für einen Sinn hat es ausserdem, die zugegebenermaßen sehr hübsche Hauptdarstellerin nackt zu zeigen? Einfach mal so? Oder wieso wird mitten in der Nacht der Freund gefilmt, wie er eine Fliege mit der Zeitung erschlägt? Was sollen Dialoge wie "Lass uns vögeln" "Nein, aber wir können reden" in einem Film über Seenot?

    Der einsame Höhepunkt ist diesem Meisterwerk der grausamen Seelenfolterung eingefleischter Filmfans war die Gewitterszene, als mitten auf dem Meer über unseren Protagonisten ein Sturm heraufzieht (erkennbar am komplett schwarzen Bild mit gelegentlichen "Blitzen"). Dort hatte sich nämlich der männliche Hauptdarsteller irgendwie verletzt, und es war ein rhytmisches Stöhnen zu hören, in das seine Begleiterin leidenschaftlich einstimmte. Auf einmal fing mein Nebensitzer an zu lachen, und stimmte in das Gestöhne ein, indem er mit unserer Cola-Bettbox ein quitschendes Bett simulierte. Die Leinwand immer noch schwarz. Auf einmal ertönt von der weiblichen Person ein herzhaftes "Das ist aber ein Großer!", worauf er antwortet "Der Schmerz ist normal". Alle in unserer Reihe, die unsere Geräusche hören konnten, und vermutlich auch der Rest des mittlerweile fast leeren Kinosaals lachten sich halb tot. Diese Szene wurde ca. eine Minute lang aufrechterhalten, indem neben immernoch rhytmischem Gestöhne Kommentare wie "Ich liebe dich Schatz" und "Lass mich mal von hinten " eingeworfen wurden (nicht von uns, das war im Film!). Wenn nicht davor alles im Ozean gespielt hätte, hätte man meinen können es handle sich um einen schlechten Pornofilm.

    Wir haben uns geschworen, nie so einen schlechten Film zu drehen und kamen überein, dass sowohl unser Deutsch-Unterrichts-Film als auch unser Abi-Film um Längen besser waren.

    Bitte geht nicht in den Film. Es ist Abschaum. Der schrecklichste Sch**** den ich je gesehen habe. Wenn die sowas im regulären Kino für 7€ anstatt in der Sneak zeigen würden, würde ich mein Geld zurückverlangen. Sowas im Kino - eine Frechheit. Habe noch keinen Internet-Kurzfilm oder Fernsehfilm gesehen, der so schlecht war. Nicht annähernd.
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  4. #4
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    Re: OPEN WATER

    An pHew's und kinokueken's Meinung sieht man mal wieder wie Unterschiedlich Geschmäcker sein können!

  5. #5
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    Re: OPEN WATER


    pHew's Filmbeschreibung ist super, die Sache mit dem Colabecher ist nur noch klasse

  6. #6
    Gast

    Re: OPEN WATER

    Nach pHews Bericht hab ich richtig Lust bekommen, mir diesen Schinken anzugucken...

  7. #7
    Statist
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    Re: OPEN WATER

    Bin mal sehr gespannt auf den Film. Die Story klingt jedenfalls vielversprechend.

    Zitat Zitat von pHew
    Zu diesem Zeitpunkt bauten mein Nebensitzer und ich uns aus unseren Colabechern eine "Bettbox", die quietschende Betten beim Sex simuliert. Das geht ganz einfach, indem man die beiden Strohhalme jeweils noch in das Loch des anderen Strohhalms steckt, so dass praktisch die zwei Strohhalme parallel in beiden Löchern des Plastikdeckels stecken! Wenn man nun die beiden Colabecher auf und ab bewegt, entstehen Geräusche, die manches korpulierende Ehepaar vermeiden möchte.
    Genau wegen Leuten wie dir, macht mir selbst der Kinogang mittlerweile keinen Spass mehr, weil man ständig Leute um sich rum sitzen hat, die einem auf die Nerven gehen. Auch wenn euch der Film nicht gefällt, vielleicht solltet ihr mal ein bisschen Rücksicht auf die Anderen nehmen, die den Steifen ohne störende Nebengeräusche sehen wollen !?

  8. #8
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    Re: OPEN WATER

    Zitat Zitat von sa.m
    Auch wenn euch der Film nicht gefällt, vielleicht solltet ihr mal ein bisschen Rücksicht auf die Anderen nehmen, die den Steifen ohne störende Nebengeräusche sehen wollen !?
    Richtig! - Ich bin der Meinung, dass man eine Vorstellung besser demonstrativ verlassen sollte, wenn einem der Film nicht gefällt.
    Die jenigen, die ihren Unmut äußern wollen, können dies auch vor der Kinokasse tun, indem sie andere Besucher "warnen" - vorausgesetzt: sie finden Jemanden, der zuhören will!

  9. #9
    Regisseur
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    Re: OPEN WATER

    Da schon fast alle gegangen waren, war kaum mehr einer da, uns zuzuhören...

    Schau doch den Film an, dann wirst du wissen wieso KEINER sich noch mehr hätte gestört fühlen können...
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  10. #10
    Hauptdarsteller
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    Re: OPEN WATER

    @pHew: Du hast mir gegenüber den "Vorteil", dir ein Urteil über den Film erlauben zu können.
    Ich habe den Film noch nicht gesehen und weiß nicht, ob ich ihn mir anschauen werde.
    Deine Kritik klingt plausibel - nur, an deiner Stelle hätte ich das Eintrittsgeld zurückgefordert. Dies ist die glaubwürdigste Art einen Film zu kritisieren.

    Die Story scheint interessant zu sein...
    Was ich bei "Phone Booth" auch gedacht hatte - den ich aber vollkommen inkonsequent dahingefilmt fand.
    Das Selbe fürchte ich hier. Bester "Hitchcock-Stoff" planlos verschenkt.
    Und die FSK-Freigabe ab 12 sagt einiges über die angst-einflößende Wirkung des Films aus.

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