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Thema: Carrie (1976) / Carrie (2013)

  1. #1
    Statist
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    Carrie (1976) / Carrie (2013)

    Hab mir heut die gold edition von Carrie angeschaut ( leider nur die 94 min Fassung , was fehlt da in den 10 min? Help!!! )

    Bin absolut begeistert... das war doch mal wieder ein Film.

    Irgendwie traurig und zugleich schockierend auf seine Art...


    Mach sie fertig, Carrie.
    "Remember: SAMMY JANKIS"

  2. #2
    Hauptdarsteller Avatar von Cpt. Kirk
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    re: Carrie (1976) / Carrie (2013)

    Also das mit den Laufzeiten ist verwirrend.

    Die Imdb gibt als Lauflänge 98 min. an
    Die OFDb gibt für die Erstausgabe der dt. DVD eine Lauflänge von 93:57 min. mit der Zusatzinfo an, der Film wäre ungekürzt. Gleiches gilt für die SE aus 2001.
    Die OFDB gibt für die USA-DVD eine Lauflänge von 98 min. an
    StephenKing.com sagt 98 min.

    Ich weiß nicht, wo die 104 min. herkommen sollen. Einen Directors Cut gibt es von Carrie nicht. Ist die unterschiedliche Lauflänge zwischen USA und D nicht auch durch die unterschiedlichen Bildformate NTSC und PAL bedingt??

  3. #3
    Statist
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    re: Carrie (1976) / Carrie (2013)

    Ist ja auch Brust...

    Mir gefällt die Fassung die ich hab....
    "Remember: SAMMY JANKIS"

  4. #4
    Statist
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    re: Carrie (1976) / Carrie (2013)

    Zitat Zitat von Cpt. Kirk
    Ist die unterschiedliche Lauflänge zwischen USA und D nicht auch durch die unterschiedlichen Bildformate NTSC und PAL bedingt??
    Yep, ebenso wie die unterschiedliche Lauflänge Kino-DVD.

  5. #5
    Regisseur Avatar von TheUsualSuspect
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    re: Carrie (1976) / Carrie (2013)

    Aha, es gibt tatsächlich doch schon ein Topic zum Film. Ich katapultier das nach Jahren mal wieder nach vorne. Gelungene King-Verfilmung von Brian De Palma. Review liest du hier:

    FTB
    "Sometimes, when you bring the thunder, you get lost in the storm."

  6. #6
    Moderator Moderator Avatar von TheCrow
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    AW: Carrie

    Anlässlich der Veröffentlichung des Filmes auf BD (+ als Vorbereitung auf das kommende Remake...oder auch nicht "kommende", da es wohl bei uns gar nicht anlaufen wird), habe ich mir diesen Klassiker gestern mal wieder angesehen.

    Was soll ich sagen? Ich glaube. ich mache mich mal wieder unbeliebt, bzw. vertrete hier wohl eher die "unpopuläre Meinung":
    Der Film hat in meinen Augen nicht sonderlich gut gealtert. Einverstanden, die Anfangsszene in der Dusche packt noch immer, so wie auch das Finale eine gewisse Wirkung entfaltet (wenn auch noch lange nicht so, wie die Romanvorlage - aber das ist ja wieder Äpfel mit Birnen vergleichen, schon klar). Mir fehlt im Finale einfach dieses Weitreichende des Buches. Dass man sieht, wie Carrie vor nichts und niemanden mehr halt macht. Im Film wirkt alles viel kleiner, abgeschlossener. Aber das hat mich schon immer gestört. Was gestern dazu gekommen ist: Die Musik während der "lockeren Szenen"! Dieses Bontempi-Gedudel hat mich tatsächlich immer wieder vollkommen aus dem Film heraus geworfen. Dazu kommen noch ein paar Dialoge, welche irgendwie von George Lukas sein könnten (vor Allem Travolta im Auto), dermassen blöde und sinnlos sind sie.

    Auch, wenn die Spannungskurve sehr schön und kontinuierlich angezogen wird, so wirken diverse Mittel, welche eben dazu benutzt werden, inzwischen doch recht altbacken (meist, weil kein Mensch auf natürliche Weise so handeln würde).

    Vielleicht sehe ich den Film zu sehr mit "heutigen Augen", aber ich kann das leider nicht ändern:
    Heute hat der Film für mich viel von seiner damaligen Wirkung verloren. Das macht ihn natürlich nicht gleich zu einem schlechten Film, aber das beweist für mich, dass eine zeitgemässe Verfilmung grundsätzlich nicht unangebracht war.
    Ob diese meine Erwartungen erfüllen können wird, wage ich - nach vielen Berichten zu urteilen - zu bezweifeln, aber egal:
    Erst gucken, dann urteilen!

    P.S.: an den darstellerischen Leistungen des Mutter-Tochter-Gespanns gibt es nach, wie vor, nichts auszusetzen!
    Geändert von TheCrow (18.11.2013 um 13:38 Uhr)
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  7. #7
    Regisseur Avatar von TheUsualSuspect
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    AW: Carrie

    Oh, interessant. Im Gegensatz zu dir, bleibt das für mich tatsächlich ein Film, bei dem ich mich nach wie vor auf einen 'älteren' Inszenierungsstil gerne einlasse. Jetzt am Wochenende habe ich darüber nachgedacht, als ich den neuen Carrie-Trailer im Kino gesehen habe und da eher skeptisch gewesen bin. Aber ich ziehe im Zweifelsfall eher etwas altbackenes übersichtliches einem morderneren aber hektischen Schnitt vor. Im Fall von Carrie ist das zu diesem Zeitpunkt aber alles reine Spekulation, da ich den noch nicht gesehen habe. Wobei ich den aber erst mal nur als Zu-Hause-Programm anvisiert habe.
    "Sometimes, when you bring the thunder, you get lost in the storm."

  8. #8
    Regisseur Avatar von TheUsualSuspect
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    AW: Carrie

    Der alte Link meines Posts von 2010 funktioniert nicht mehr, ich reiche meinen Eindruck von damals nochmal nach, da sich an der Einschätzung erst mal nichts geändert hat:

    "It was bad, Mama. They laughed at me."

    Das erste veröffentlichte Buch von Stephen King und auch das erste, das verfilmt wurde war Carrie. Ein Buch, welches der Autor der Legende nach bereits in den Mülleimer geworfen hatte und nur weiterschrieb, weil seine Frau es heraus fischte und vielversprechend fand. Verfilmt wurde es von Brian De Palma, dessen Karriere damals gerade anlief. Seine großen Meisterwerke standen noch vor ihm, mit Carrie gewann er einen seiner ersten Achtungserfolge. Carrie ist auch eines der Bücher, die ich selber von Stephen King gelesen habe.

    Die Geschichte im Film deckt sich sogar weitestgehend mit der literarischen Vorlage. Mir fällt auf dass die Geschichte noch etwas roh konzipiert ist, schon fast ein wenig übertrieben. Dabei muss man sich aber gar nicht lange mit Kritik aufhalten, denn trotzdem steckt eine charaktervolle erkennbare Kraft hinter den Ideen. Im Mittelpunkt steht die Außenseiterin Carrie. Sie wird in der Schule gemobbt und zuhause von ihrer fanatisch religiösen Mutter in die Isolation gedrängt. Nach einem peinlichen Zwischenfall in der Gemeinschaftsdusche, als Carrie unerwartet ihre erste Periode bekommt, erntet sie mehr Spott als je zuvor. Ihre Lehrerin kommt ihr zu Hilfe und die anwesenden Mädchen werden disziplinarisch bestraft. Während eine der Schülerin Mitleid mit Carrie bekommt, brüten andere einen fiesen Plan aus um ihr eins auszuwischen. Was noch keiner ahnt, ist die Tatsache dass Carrie während dieser Zeit mentale Fähigkeiten an sich entdeckt und mit ihrer Gedankenkraft Dinge geschehen lassen kann.

    Die Spannung bei Carrie erfolgt aus psychologischen Zwängen. Die resultieren aus Gruppendruck und Mobbing, aus dem Diktat fanatischer Religiösität, der Pubertät und erwachender Sexualität. Das eröffnet ein weites Feld für die Entwicklungen. Die psychologische Spannungskurve gelingt im Mutter-Tochter-Verhältnis besser, in der Beziehung, das gewisse Mitschüler plötzlich wohlwollend auf sie reagieren, scheint sie an einigen kleinen Stellen etwas gewollt hergeleitet zu sein. Richtig negativ wirkt sich das aber auch nicht aus. Das beste an der Spannungskurve ist die Tatsache, dass das Finale aus dem Vorherfolgenden erwächst und sich in einer tollen Inszenierung entfesselt. Dabei zelebriert Brian De Palma sein Talent mit wirkungsvoller Musikuntermalung und tollen Bildmontagen, in denen er gekonnt mit Splitscreen arbeitet. Überhaupt gelingt Brian De Palma eine überzeugende Inszenierung, bei der er sich billigen Schockeffekten gegenüber verwahrt und stattdessen wirkungsvoll (und ganz im Geiste seines großen Vorbilds Alfred Hitchcock) mit viel Suspense inszeniert. Dabei ragen besonders die Anfangsszene in der Mädchendusche heraus und das Finale beim Abschlußball. Das lohnt sich für jeden Horrorfan auf jeden Fall einmal gesehen zu haben. Wenn so ein Abschnitt auch nach 34 Jahren immer noch uneingeschränkt seine Wirkung entfalten kann, will das schon was heißen.

    Erwähnenswert sind noch die Darsteller. Als Carrie verströmt Sissy Spacek den passend unheimlich oder merkwürdig wirkenden Eindruck. Dabei findet sie bemerkenswert überzeugend den Bogen der Wandlungen, die ihr Charakter durchlebt. Von einer Mischung aus Abstoßen und Mitleid, einer wachsenden Sympathie und abschließend einem furchterregenden Eindruck weckt sie in allen Situationen die adäquaten Emotionen beim Zuschauer. Nancy Allen macht sich gut als fiese Schnepfe und John Travolta kommt zu einem seiner ersten nennenswerten Auftritte seiner Filmkarriere. Herausstellen muss man auch Piper Laurie als fanatisch religiöse Mutter Carries, für die man schnell ähnliche Haßgefühle entwickelt, die sich auch bei einer gewissen Person im späteren Der Nebel einstellen.

    Mit Carrie gelingt Brian De Palma eine werkgetreue Umsetzung des ersten Stephen King Romans. Trotz leicht übertriebener Darstellungen in der Geschichte entwickelt sie sich nachvollziehbar und überzeugend. Der Film hebt sich in seiner Klasse von vielen anderen Horrorfilmen ab und kann getrost als ein Klassiker bezeichnet werden.
    "Sometimes, when you bring the thunder, you get lost in the storm."

  9. #9
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    AW: Carrie

    Es ist nicht unbedingt der Inszenierungsstil. Es muss nicht hektisch und schnell gecshnitten sein (davon bin ich noch nie Fan gewesen). Es geht mehr um diese künstlich in die Länge gestreckten Szenen, als zum Beispiel schon 5 Minuten lang am Seil ein wenig gezogen wird...einfach so, damit auch ja irgendwer mitbekommen kann, dass da etwas passieren wird. Das trifft auch auf das Ende an sich mit dem Grab zu: Das mag damals noch überrascht haben, weil es neu war, doch heute sieht man diese "Überraschungen" einfach schon lange, bevor man es eigentlich sollte. Das führt natürlich zu einem Verpuffen der Wirkung, was einfach schade ist.
    Aber bei diesen Dingen kann man ja ein Auge zudrücken. Man muss den Film natürlich auch weiterhin in seinem zeitlichen Kontext betrachten, weswegen diese Dinge nicht mein grösstes Problem darstellen. Nein, das ist definitiv die Wahl der musikalischen Untermalung in den fröhlichen Szenen (und dieser beschleunigte Dialog im Anzugsladen - wtf?!), denn wenn man aufgrund der doch eher lächerlichen Atmosphäre, welche diese Musik antfaltet, aus dem Film geworfen wird, fällt es auch schwer, die altmodische Brille aufzubehalten.

    P.S.: danke! Den Beitrag hatte ich aber natürlich bereits gelesen, bevor ich heute mein erstes Posting schrieb.
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  10. #10
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    AW: Carrie

    Werd mein Lebtag nie den Schrecken und Schock vergessen am Schluß
     
    mit der Hand ausm Grab
    Bin damals fast vorm Fernseher von der Couch gefallen vor Schreck.

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