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Thema: The Missing

  1. #1
    Admin Avatar von Matt
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    The Missing

    Ron Howard konnte mich mit seinen bisherigen Filmen nie wirklich überzeugen. Die meisten waren imo einfach viel zu patriotisch, kitschig und allzu amerikanisch. Die einzigen Filme die mir noch einigermaßen gut gefallen haben waren "Cocoon", "Willow", "Apollo 13" (hier war zum ersten Mal auch eine perfekte Inszenierung vorhanden) und zumindest ansatzweise "A Beautiful Mind". Sein neuer Film heißt "The Missing" und bis jetzt scheint es noch keinen Trailer dazu im Quicktime-Format zu geben. Dieser Trailer lief wohl im US-Fernsehen und ist in dementsprechend mieser Qualität.

    Aber auch das was ich gesehen habe macht mich keineswegs neugierig. Ich habe letztens erst wieder John Ford's "The Searchers" gesehen und alles was man innerhalb dieser paar Minuten sieht erinnert mich enorm an Ford's Westernklassiker. Dabei basiert die Geschichte (In 19th-century New Mexico, a father ("Tommy Lee Jones) comes back home, hoping to reconcile with his adult daughter Maggie (Cate Blanchett). Maggie's daughter is kidnapped, forcing father and estranged daughter to work together to get her back.") angeblich auf einem neueren Roman? Werde ihn mir aber bestimmt ansehen, alleine aufgrund der Tatsache das Cate Blanchett mitwirkt. Diese Schauspierlin ist in den letzten Jahren eigentlich in jeder ihrer Rollen brilliant.
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

  2. #2
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    Re: The Missing

    "The Missing" von Ron Howard

    Die Story verspricht eine spannende Geschichte, die den Cineasten sofort an "The Searchers" von John Ford erinnert.
    Leider ist nur ein müder Western mit unterforderten Hauptdarstellern dabei herausgekommen, der in keiner Weise dem Klassiker mit John Wayne das Wasser reichen kann.
    Cate Blanchett als verzweifelte Mutter, die ihr Kind aus den Händen einer Indianerbande befreien will, wirkt eher genervt als sorgenvoll, weil sie ihrer Tochter hinterherreiten muß und nun die Farmarbeit liegenbleibt. Tommy Lee Jones als Großvater wider Willen, der nach Jahrzehnten ´mal eben wieder auftaucht, spielt blass und ohne den Sarkasmus, den man von ihm gewohnt ist. Schuld daran sind u.a. die Dialoge. Kein Darsteller darf auch nur einen vernüftigen Satz sagen oder sich in einer anderen Form auszeichnen, um dem Film Tempo, Spannung, Witz oder Sinn zu verleihen.
    Fast scheint es, als hätte Ron Howard zu seinen Akteuren gesagt:"Macht ´mal... ich laß die Kamera mitlaufen."

  3. #3
    Regisseur Avatar von VJ-Thorsten
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    Re: The Missing

    Guter Trailer, teilweise auch gute Kritiken und eigentlich auch gute Schauspieler. Aber dennoch war der Film sehr durchschnittlich. Bekam Howard noch im letzten Jahr einen Oskar, so erstaunt mich diese mittelprächtige Inszinierung doch sehr.
    Die Story ist verdammt vorhersehbar und leidet meiner Ansicht nach unter seinen Eindimensionalen Charakteren.
    Beispiel?

    In der Gruppe der entführten Frauen sind nur verängstigte Opferrollen. Natürlich können nur Cate Blanchett, sowie ihre beiden Töchter sich wehren und mit dem Gewehr umgehen. Die anderen verhalten sich wie das Kanickel vor der Schlange.

    Dann dieses wunderbare schwarz-weiß denken: Das Böse ist abgrundtief Böse und eben andersherum. Ich mein, der Oberbösewicht sah ja schon aus wie ein Urukhai.

    Aber hey, die Landschaftsaufnahmen samt Kamerafahrten waren toll. Und Tommy Lee Jones als Hippie ging ebenso durch, wobei mir die Motivation seines Charakters auch weiterhin versperrt bleibt.
    Burt, are we fuck-ups?

  4. #4
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    Re: The Missing

    Da mir der Open Range gefallen hat, hab ich mich als Antiwesternfan auch mal in diesen gewagt, leider, denn außer der großen Cate Blanchett und dem gut aufspielenden Talent Evan Rachael Wood (was hab ich mir ans Hirn geschlagen, als deren Name im Abspann lief, denn ich war dem kompletten Film am Grübeln woher ich die kenne ) hat der Film wenig zu bieten. Überzeichnete klischeehafte Charaktere, eine ebenso klischeeüberzogene Story, kitschige und vor allem unfreiwillig komische Dialoge und ein rießengroßes Maß an Langeweile. Gäbe es Blanchett und Wood nicht, dann wäre das Desaster perfekt gewesen, die beiden retten wenigstens noch einiges.

  5. #5
    Regisseur Avatar von VJ-Thorsten
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    Re: The Missing

    Und ich wollte eben noch ergänzen, dass ich mir lieber Open Range angesehen hätte, aber der war in seiner Verbreitung ja eher sehr dünnt ausgelegt.

    Und was sollte eigentlich diese Priese Übernatürlichkeit in dem Film?
    Burt, are we fuck-ups?

  6. #6
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    Re: The Missing

    Mit einer Priese Übernatürlichkeit bzw. Übersinnlichkeit stellt sich Hollywood immer noch den Indianer vor. Jede "Rothaut" ist auch ein halber Schamane, der ganz schnell Schussverletzungen und/oder Krankheiten wegbeten kann.
    Klischeehaftes Denken, über das europäische Kinobesucher mittlerweile lachen; der Amerikaner aber weiterhin für bare Münze hält.

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  1. 11.06.2011, 20:53
  2. 29.01.2011, 17:14

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