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Thema: 12 Monkeys

  1. #1
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    12 Monkeys

    Diesen Kommentar habe ich gerade gelesen und finde den Aspekt bezüglich des Endes ziemlich interessant:


    Erstmal sollte man feststellen, dass James Cole WIRKLICH aus der Zukunft kommt (er ist also zumindest was das anbelangt nicht verrückt), da die weitere Argumentation sonst nicht klappt. James Cole wird in die Vergangenheit geschickt nicht um die Katastrophe aufzuhalten, denn das kann er nicht, was er ja auch mehrfach betont, sondern um den Weg für Wissenschaftler zu bereiten, die dann die Reinform des Virus untersuchen können. Bei seinem Hin- und Herspringen wird er ein Psycho (ist ja nicht weiter verwunderlich). Hierbei ist auch sehr schön zu sehen, wie die Gesellschaft mit "Verrückten" umgeht, sie redet ihnen einfach ein, dass sie selbst daran Schuld sind und nur sie selber sich daraus befreien können (das erwähnt der Typ in der Irrenanstalt der sich für einen Alien von irgendeinem Stern (mir ist entfallen welcher) hält, beiläufig in einem Nebensatz und das merkt sich Cole dann auch und nimmt es für sich selber an (ein Zeichen dafür, dass in diesem Film scheinbar keine Szene nur als "Lückenfüller" da ist)). Ich nehme mal an, dass Cole auf jeden Fall schon vorher psychisch labil ist. Zurück zum Thema. Cole wird verrückt und reisst sich die Zähne aus seinem Kiefer, danach begegnen ihm dann Leute aus der Zukunft die er kennt (der Wärter vom Anfang (noch so ein Zeichen) und der aus der Nachbarzelle, den er auch im ersten Weltkrieg schon mal getroffen hat), um ihn an seinen Auftrag zu "erinnern". Jedenfalls wird der Virus freigesetzt und Cole stirbt. Im Flugzeug setzt sich der "Virusfreisetzer" neben eine Frau, die scheinbar bekannt ist.
    Hier setzt meine Argumentation an. In der Zukunft betreut ein "Expertenteam" Cole, darunter auch eine Frau (das ist die, die am Ende im Flugzeug sitzt). Diese Frau ist in der Zukunft zw. 50 und 60 Jahre alt, wobei die Lebensumstände vermutlich ihre Alterserscheinung beeinflussen. Cole ist 47 Jahre alt (1996 die Katastrophe, 2035 wird er zurückgeschickt), als die Katastrophe allerdings passiert, ist er erst ACHT! Nun könnte man annehmen, dass die Frau im Flugzeug halt resistent gegen den Virus war, alles überlebt hat und dann in die Forschergruppe kam, allerdings sieht die Frau 1996 schon aus wie Ende 40 (auch denke ich nicht, dass Versicherungsfrauen in Forschergruppen kommen) und diese ca. 50 Jahre plus nochmal 40 machen zusammen 90 Jahre! Und wie 90 sieht sie auch in der Zukunft nicht aus.
    Daraus schließe ich nun: Cole ist ein Held, denn er hat seinen Auftrag erfüllt und genug dazu beigetragen, dass man einen Wissenschaftler genau genug zurückschicken konnte, damit dieser die Reinform des Virus untersucht!
    Für diese Vermutung steht auch, dass die "Versicherungverteterin" im Flugzeug GENAU neben dem "Virusfreisetzer" sitzt und die Chance wahrlich nicht hoch ist, ausser wenn man recherchiert!



    Was meint ihr dazu?

  2. #2
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    12 Monkeys

    @KeyzerSoze
    Das ist keine Frage von Meinung. Genau so ist es nämlich, dies wird von Terry Gilliam in der Produktionsdoku auf der DVD klargestellt.
    Die Frau, die im Flugzeug neben dem Davis-Morse-Charakter sitzt, ist die Wissenschaftlerin, die Cole in die Vergangenheit geschickt hat. Cole hat genug Informationen übermitteln können, damit sie zum richtigen Zeitpunkt und richtigen Ort zurückreisen kann um eine Chance zu haben, die Katastrophe zu verhindern. Ob ihr das gelingt, bleibt natürlich weiter offen.

  3. #3
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    Ich hab die DVD leider nicht, aber ich hatte bisher gedacht, dass das ganze ein "Perpteum mobile" (oder so ähnlich :wink: ) ist.

  4. #4
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    12 Monkeys

    Und ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich den Film x-mal Auf VHS und im TV gesehen habe, bis mir die DVD die Augen geöffnet hat. Vorher war es mir partout nicht aufgefallen, dass die Frau im Flugzeug die Wissenschaftlerin ist.

  5. #5
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    Hihi, das ist mir sogar gleich beim ersten Mal aufgefallen, aber ich hab das mit dem Alter verplant :wink:

  6. #6
    Regisseur Avatar von TheUsualSuspect
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    12 Monkeys

    Ich hatte nie den Eindruck (auch nach mehrmaligem Ansehen), daß am Ende die Welt vom Virus gerettet würde. Für mich ist '12 Monkeys' eine Geschichte, die sich am Ende immer wieder in den eigenen Schwanz beißt. Wie ich das sehe befindet sich Cole's Leben in einem ewigen Kreislauf. Er versucht die ganze Zeit über das ganze Geschehen in einen Zusammenhang zu bringen und irgendeinen Sinn zu erkennen, nur um am Ende doch knapp zu scheitern. Aber da steht dann wieder der junge Cole, der sein eigenes Versagen beobachtet. Er hat sein Leben noch vor sich, was wird daraus werden? Hat er für diesmal mehr gelernt? - Ich hab das für mich auf die Menschen allgemein übertragen, die über Jahrtausende irgendwo bemüht sind ihr eigenes Leben und die Welt zu verbessern, in ihren Versuchen aber immer wieder neue Probleme schaffen. Ist das jetzt deprimierend? Vielleicht. Aber wie heißt es doch: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Die Idee, daß die Wissenschaftler die Welt am Ende retten, ist mir auch erst gekommen, nachdem ich das DVD-Extra mit Terry Gilliam gesehen habe. Ich habe zwar auch die ganzen Wissenschaftler auf dem Flughafen und im Flugzeug wiedererkannt, schließe aber daraus nicht unbedingt, daß die die Welt endgültig retten. Auf der DVD sagt Gilliam aber auch, daß er sich nicht 100%ig sicher bei seinem Filmende war. Und er stellt sich die Frage ob er nicht zu viel vorweggenommen hat und er vermittelt den Eindruck, daß ihm ein Ende, bei dem die Welt kurzerhand gerettet wird auch nicht unbedingt so vorgeschwebt hat. Vielleicht hätte er die Wissenschaftler auf dem Flughafen auch etwas anders einsetzen können um diesen etwas mehrdeutiger zu halten aber ich denke, daß Ende ist auch so offen genug, daß ich meine Interpretation nicht so ohne weiteres verwerfen muß. Ich bin gespannt auf weitere Meinungen
    "Sometimes, when you bring the thunder, you get lost in the storm."

  7. #7
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    12 Monkeys

    Das meinte ich ja. Für mich war das einfach ein "ewiger Kreislauf" der nie gestoppt wird.

  8. #8
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    12 Monkeys

    Jetzt wird es aber echt kompliziert.
    Wenn man das Konzept der Zeitreise akzeptiert und die Zeitreisenden ihr gewonnenes Wissen in die Zukunft übermitteln bzw. mitnehmen können, würden sie ja im Falle eines Scheiterns weitere Möglichkeiten haben, Die Katastrophe zu verhindern. So könnten sie ja zu früherer Zeit versuchen, die Herstellung des Virus zu unterbinden oder die Geburt des David-Morse-Characters zu verhindern (Terminator lässt grüssen).
    An dieser Stelle kommt dann natürlich das Zeitparadoxon auf den Plan. Ohne das Freisetzten des Virus hätte in der Zukunft ja niemand einen Grund, etwas in der Vergangenheit zu verhindern, was nie stattgefunden hat. Oder ist eine Manipulation der Zeit generell nicht möglich? 'Schützt' sich die Zeit gegen sowas?
    Heisst das nicht, das Zeitreisen unmöglich sein MÜSSEN?
    Nun, sind sie bei unseren heutigen Möglichkeiten ja auch und letztendlich hat ja auch noch niemand Besuch aus der Zukunft gehabt.
    Jedoch will ich auch nicht diesem Klasse-Film seine Berechtigung absprechen (oder anderen, guten Zeitreisefilmen). Beim Schreiben dieses Beitrags musste ich aber selbst merken, dass die Erklärungsansätzte, die ich Anfangs im Kopf hatte, immer mehr der Unmöglichkeit der Erklärung weichen mussten.
    Ich sehe das Ende des Films tatsächlich so, dass die Menschheit durch Coles Taten und sein Opfer eine Chance bekommen hat, die Katastrophe vielleicht abzuwenden.
    Über das WIE und das UND WAS DANN zerbreche ich mir nicht weiter den Kopf, dann drehe ich mich in der Tat nur im Kreise. Siehe oben.

  9. #9
    Regisseur Avatar von TheUsualSuspect
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    12 Monkeys

    Gerry schrieb am 2002-08-05 16:12 :

    Über das WIE und das UND WAS DANN zerbreche ich mir nicht weiter den Kopf, dann drehe ich mich in der Tat nur im Kreise. Siehe oben.
    ...und während du glücklich zum Flugzeug gehst um auf die Cayman Islands zu fliegen - weil du jetzt meinst alles wäre schon in Ordnung - siehst du auf einmal David Morse mit einem Koffer in der Hand und mußt feststellen, daß doch nicht alles in Ordnung ist. Das ist es ja, was Cole und seine Psychiaterin erleben. Sie waren schon überzeugt nur verwirrt zu sein und hätten jetzt alles überstanden. Bis ihnen die Wirklichkeit doch noch ein Schnippchen schlägt.
    Willkommen im Kreislauf!
    "Sometimes, when you bring the thunder, you get lost in the storm."

  10. #10
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    12 Monkeys

    @Keyzer: Wie Gerry bereits sagte, ist das Wort das du suchst "Paradoxon"...
    Oder Zeitschlaufe..je nachdem.

    Ich habe hier im Forum glaub schon öfter meine Theorien zu Zeitreisen gepostet. Vielleicht sollte ich das mal irgendwo speichern, dann müsste ich es nur noch reinkopieren...

    Für mich ist das interessant, dass der Film eine wirkliche Lösung hat, und diese so aussieht. Das hätte ich nicht gedacht. Es schien mir damals eher so, als wäre das eben ein solches Paradoxon und die ganze Aktion war vergebens. Jedenfalls ein wirklich genialer Film, seit dem ich Brad Pitt einen verdammt guten Schauspieler finde.

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  1. 31.12.2010, 20:56

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