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Thema: Frailty (Dämonisch)

  1. #1
    Regisseur
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    Frailty (Dämonisch)

    Damit man mal ohne dauernd -Warnungen einbauen zu müssen drüber reden kann...

    Denn ich finde der Film ist schon diskussionswürdig. Mir hat er sehr gut gefallen. Hatte mir zunächst "Schlimmeres" erwartet anhand der Andeutungen, die so abgegeben wurden...aber trotzdem hielt der Film einen sehr gefesselt und dieses unangenehme Gefühl wurde man auch nicht los. Höhepunkt war dann der absolut schaurige Moment als Adam seinen ersten "Dämon" "zerstört". Was ein Alptraum. Ein Kind das tötet.
    Das Ende war zwar so nicht vorhergesehen, aber irgendwie hab ich auch gar nicht versucht zu rätseln. Zu sehr hielt mich die Überlegung über den Hintergrund beschäftigt. So bin ich mir am Ende jetzt auch gar nicht mehr sicher wie der Film gemeint ist. Eigentlich war ich am Ende begeistert von dem unglaublichen Zynismus der in den Worten "Praise God" anklingt, wenn man weiss was dem voranging. Aber dann hab ich etwas nachgedacht und frage mich, wie das erscheint unter der Prämisse, dass es ja so dargestellt wird als sei er tatsächlich von Gott beauftragt. Die Videos sind verzerrt und man kann sich nicht an ihn erinnern...soll das heissen er hat wirklich eine göttliche Mission? Wenn man das so verstehen soll, ist dann "Praise God" ernst gemeint?! So viel Wahnsinn traue ich nicht mal den Amis zu....also versteh ich es einfach so, wie mein erster Impuls war. Derbste Kritik und bitterster Zynismus dem christlichen Fanatismus gegenüber. Diese 2 Worte zum Schluss waren echt der Hammer und heben den Film noch um eine Liga höher, wie ich finde.
    Praise God.

  2. #2
    Zuschauer
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    Frailty (Dämonisch)

    Derbste Kritik und bitterster Zynismus dem christlichen Fanatismus gegenüber.
    Das denke ich auch, und ich will hier erst garnicht erzählen wie viele eMails Infomatz und ich und seit gestern nach dem Film hin und her gemailt haben mit Diskussion/Meinungen über Gott und die Welt...
    Ich fands auch toll wie er über die Auslegung von "Zeichen" hergezogen hat, erinnerte mich an den Epilog von Douglas Adams Das Leben, das Universum und der ganze rest.
    So interpretiere ich auch den Titel Frailty (weakness) = Schwäche der Menschen gegenüber äußerer Einflüsse.
    Peace is Truth...and Love is Bond.
    http://www.brokensaints.com

  3. #3
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    Frailty (Dämonisch)

    Also ich weiß nicht so was ich von dem Film halten soll. An sich ist das wirklich ein klasse Thema und auch die Umsetzung ist nicht schlecht, jedoch fand ich das ganze Geschehniss ziemlich vorhersehbar, als hätte ich das schon mal in einem anderen Film gesehn und auch einige Logikfehler fand ich ein wenig komisch. Sieht man mal davon ab, dann ist "Frailty" ein ansehnlicher Film.

  4. #4
    Zuschauer
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    Frailty (Dämonisch)

    Mir hat der Film sehr gut gefallen, liegt aber wahrscheinlich auch daran, dass ich sehr selten Horrorfilme gucke. Aber auf jeden Fall ist "Dämonisch" sowohl von den Bildern als auch von der Story sehenswert, vor allem das Ende fand ich sehr nett

  5. #5
    Admin Avatar von Matt
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    HOLY HORROR

    Habe nun jetzt endlich Bill Paxtons Regiedebüt "Frailty" gesehen. Und ich bin wirklich begeistert. Denn "Frailty" ist ein mit einfachen Mitteln erzählter, aber umso schockierenderer und unglaublich intensiver Horrorfilm der mit christlichem Fanatismus und mit der Layolität eines Sohnes zu seinem Vater zuweilen ernst, aber oft eher ironisch und sehr böse umgeht.

    Der Einsatz von Licht und Schatten in der Kameraarbeit (sehr lobenswerte Arbeit von Bill Butler "One Flew Over the Cuckoo's Nest"), der dumpf-düstere Musikeinsatz Brian Tyler, und zwei Jungdarsteller die herrausragend mit Paxtons Vaterfigur agieren können(Matt O'Leary und Jeremy Sumpter). Ein Film der das bekannte Sprichtwort gut unterstreicht, nämlich das auch, bzw. gerade in einem Horrorfilm, eigentlich weniger mehr ist. Denn: "Most modern filmmakers would force us to watch the gruesome murder. But Paxton - who cites as influences Charles Laughton's "Night of the Hunter" and Robert Aldrich's "Hush Hush Sweet Charlotte" - takes a more classical approach, and instead makes us watch the kids watching the killings. In many ways, that's far more disturbing."

    Sowohl was die Morde angeht, als auch die Dialoge ist Paxton sehr minimalistisch aber gerade deswegen so erfolgreich. Der Zuschauer wird bis zum Schluß, und selbst dann, im Ungewissen gelassen darüber ob "God's Hand" wirklich Dad berührt hat und nun dazu bringt seine Mission zu erfüllen, oder es doch nur leere Visionen eines Geisteskranken sind. Ich bin auf jeden Fall mit Paxton's Werk hochzufrieden, mit den schauspielerischen Leistungen aller Beteiligten, gerade auch der beiden Jungen. Und ich kann mich nur Sam Raimi, James Cameron und Stephen King anschließen die diesen innovativen, Low-Budet Horrorfilm in den höchsten Tönen gelobt haben:

    "The most disturbing horror picture I’ve seen since THE SHINING" – Sam Raimi

    "Electrifying. A tale of madness and elemental evil that keeps you guessing until the very last shot." – James Cameron

    "It’s unique, thought provoking, edge-of-your-seat entertainment." -- Stephen King

    Am besten ist wirklich Bill Paxton selbst gewesen, der wirklich verstörend, mysteriös und vor allen Dingen sehr glaubhaft typischen texanischen starkgläubigen Hinterwäldler verkörpert. Auch schön finde ich das er im Film nur als "Dad" bekannt ist, näheres wird nicht gesagt und ist dem Zuschauer nicht bekannt. Da kann ich der New York Times nur zustimmen: "Mr. Paxton's Dad may be the most terrifying father to appear in a horror film since Jack Nicholson went crazily homicidal in ''The Shining.'' Meiner Meinung nach ist der Glaube von Söhnen zu ihren Vätern und deren Ansichten, noch weitaus größer als der Glaube von Menschen in die Heilige Schrift.

    Zum Abschluss noch einen guten Text über das Ende des Filmes: "But the film becomes cumulatively stranger as it goes along, and it has a lulu of a kicker. Everything comes together, it all makes a kind of sense, and yet the resolution does nothing to dispel a much deeper discomfort that stays with you long after the film's more blatant terrors have passed."
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

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