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Thema: Hana-bi

  1. #1
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    Hana-bi

    Am Sonntag kam ich das erste Mal in den Genuss dieses wunderschönen Films!

    Was Takeshi Kitano hier abgeliefert hat, ist wirklich ein Meisterwerk. Dieser Film hat mich von anfang an sofort mitgerissen. Ich war fasziniert von Kitanos Charakter und die Liebe zu seiner Frau. Den Charakter generell empfinde ich als einen der besten den ich je in einem Film gesehen habe und wie Kitano den dann auch noch spielt ist einfach meisterlich. Die ganze "stille" Atmosphäre des Film ist auch nur noch genial!

    Dies war bisher mein erster Film, den ich von Takeshi Kitano gesehn habe und ich bin mir sicher, dass das nicht mehr lange so bleiben wird :wink:

    _________________
    The greatest trick the Devil ever pulled was convincing the world he didn't exist

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: KeyzerSoze am 2002-03-06 17:16 ]</font>

  2. #2
    Regisseur
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    Hana-Bi

    Ganz klar Kitanos bester Film bis heute und einer der herausragenden Filme der 90er Jahre! Zwischen meditativer Stille, enormer Schönheit und Ausbrüchen extremer Gewalt und bitterer Lebensweisheit findet Kitano einen unglaublichen Rhythmus und die perfekte Balance.
    Der Film ist in jeder Beziehung konsequent, kompromisslos (wenngleich nicht ganz so depressiv gestimmt wie "Violent Cop") und nahezu "vollendet" inszeniert - einfach geniales Kino von einem der bemerkenswertesten Regisseure des gegenwärtigen asiatischen Kinos.

  3. #3
    Regisseur Avatar von VJ-Thorsten
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    re: Hana-bi

    Schöne Worte die Janis hierfür damals gefunden hat. Nachdem ich diese Filmperle gestern im Spätprogramm der ARD gesehen habe, kann ich dem nichts mehr hinzufügen. Wunderbar formuliertes Fazit.
    Der Film zog mich mit seiner geradzu hypnotischen darstellung in seinen Bann. Wirklich großartig.
    Burt, are we fuck-ups?

  4. #4
    Regisseur Avatar von soulassassin
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    re: Hana-bi

    Ach verdammt!!! Ich hab Hana Bi gestern verplant. Hatte ihn vor ewigen Zeiten schon mal im Fernsehen gesehen und ich weiss so gut wie garnichts mehr von dem Film auser das ich ihn gut fand.
    Den muss ich mir unbedingt nochmal anschauen!

    Kitano-Filme die mir auch sehr sehr gut gefallen haben sind "Sonatine" und "Brother"
    "Ich hab drei Kinder und kein Geld! Warum hab ich nicht keine Kinder und drei Geld?!" - Homer Simpson

  5. #5
    Ali
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    re: Hana-bi

    Hana-Bi ist ein todtrauriger Film, der den Zuschauer zunächst einmal richtig fertigmacht und ihn dann alleine lässt. Ich habe selten einen so traurigen Film gesehen...

  6. #6
    Regisseur
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    re: Hana-bi

    Ich fand den Film auch sehr beeindruckend und auch oftmals sehr berührend und traurig... und dann dieses Ende...
    - I can take you anywhere you want. Where do you want to go?
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    (My Own Private Idaho)

  7. #7
    Ali
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    re: Hana-bi

    Zitat Zitat von JoAnn
    Ich fand den Film auch sehr beeindruckend und auch oftmals sehr berührend und traurig... und dann dieses Ende...
    Ja, das Ende... schlimm!

  8. #8
    Regisseur Avatar von VJ-Thorsten
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    re: Hana-bi

    Es war perfekt
    Burt, are we fuck-ups?

  9. #9
    Regisseur
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    AW: Hana-bi

    Bis eben hatte ich doch tatsächlich noch nie einen Kitano-Film gesehen. Gibt's doch gar nicht. Daher war ich sehr erfreut, als mir Keyzer den Film empfohlen hat. Nun sollte ich mich also nicht mehr um diesen in Japan verehrten Regisseur drücken können, von dem ich bisher nichts kannte, außer seine alberne TV-Sendung Takeshi's Castle.

    Werde mich jetzt wahrscheinlich total unbeliebt machen und darüber hinaus auch noch Keyzers zarte Seele mit Füßen treten. Aber ich fand den Film absolut furchtbar. Die totale Katastrophe. Konnte es selbst kaum glauben. Schließlich haben sich die Kritiken damals ja überschlagen vor Lobeshymnen und auch hier scheint der Film großen Anklang gefunden haben. Ich selbst hab die letzten 100 Minuten ziemlich gelitten. Ehrlich gesagt waren es sogar 120 Minuten, weil ich nach jedem Viertel eine Pause einlegen musste. Hätte den Film sonst nicht durchgehalten.

    Frage mich jetzt natürlich selbst, warum mir der Film so missfallen hat. Und warum mein Empfinden so völlig konträr zu dem der meisten anderen ist. Um was ginge eigentlich? Ach ja, ein ehemaliger Polizist, der bei der Yakuza in Kredit-Schuld steht, begibt sich nach einem missglückten Einsatz, bei dem einige seiner Kollegen ums Leben kamen oder schwer verletzt wurden, gemeinsam mit seiner an Leukämie erkrankten Frau auf den Weg in einen letzten, melancholischen Kurzurlaub und bringt nebenbei ein paar böse Buben um. Und das obwohl ihm seine dahinsiechende Frau offensichtlich total am Arsch vorbei geht.

    Ich glaube mein Hauptproblem war die von Kitano gespielte Hauptfigur. Selten so etwas blasses und emotionsloses gesehen. Man bekommt den gesamten Film über nicht mal einen winzigen Einblick in dessen Seelenleben. Alles was man mitbekommt ist das was er tut. Und seine Handlungen machen ihn nicht gerade sympathisch. Mir war die Hauptfigur wirklich so dermaßen egal, ich kanns gar nicht in Worte fassen. Hatte absolut Null Bezug zu dieser Person. Daher hat mich dieser übertriebene Schwall an Schicksalsschlägen auch völlig kalt gelassen. Da konnte nicht mal die penetrante Klaviermusik was dran ändern.

    Der Einsatz von Gewalt hat mich auch ziemlich angenervt. Dieses sich gegenseitig auf die Birne hauen, während der andere dabei ein möglichst blödes Gesicht macht, das war noch nie meine Art von Humor. Ernstnehmen konnte man das ganze aber auch nicht, dafür war es zu slapsticky inszeniert. Apropos Slapstick: Diese Yakuza-Bande hat ungefähr soviel Gefahr ausgestrahlt wie die Teletubbis. Was für eine Deppen-Kombo.

    Zu allem Überfluss wirkte der Film auf mich auch noch total holprig inszeniert. Kaum ein Szenenübergang bei dem es einen nicht gerissen hat. Mir hat da der Flow gefehlt. War mir die ganze Zeit über bewusst einen Film zu sehen. Unterstrichen wurde das noch durch diese ganzen artifiziellen Filmeffekte. Selten hat Blut so sehr nach Farbe ausgesehen. Das machen manche Schultheatergruppen besser. Konnte mich gar nicht in den Film fallen lassen. Und dann auch noch diese ganzen Schnitt- und Kameraspielchen, von denen nicht eines der Handlung dienlich war. Wenn man hier überhaupt von Handlung sprechen kann. Aber warum zum Teufel ordnet man einzelne Szenen unchronologisch an, wenn man daraus nicht den geringsten dramaturgischen Benefit zieht? Dann kann mans doch auch lassen. So sieht das eher aus, als wäre der Cutter jeden zweiten Tag betrunken zur Arbeit gekommen. Hab ich die penetrante Musik schon erwähnt. Dudel dudel... oh ja, jetzt fühle ich mich ganz melancholisch.

    Auch wenn ichs selbst kaum glauben kann: Der Film hat für mich sowas von überhaupt nicht funktioniert. Der absolute Reinfall. Ein neuer Hassfilm. Und ja, ich zweifle gerade auch ein wenig an mir selbst. Gibt's doch nicht...

    2/10
    Geändert von Thomas (05.09.2011 um 01:32 Uhr)

  10. #10
    Hauptdarsteller Avatar von WormyLittleFerret
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    AW: Hana-bi

    @Thomas
    Uff! Du hast mein Leben gerettet. Ich war nämlich drauf und dran, mir einen Kitano (und es wäre "Hana-bi" gewesen!) zu bestellen, um die japanische Präsenz in meinem Blog ein wenig zu verbessern. Das lasse ich jetzt schön bleiben, obwohl mich "insiang" dafür in der Luft zerfetzen wird. Zum Glück sorgt mein Co-Admin gerade für eine Verbesserung der Bilanz, indem er drei Kurzfilme von Terayama bespricht. - Ohne Verlinkung, wie man sieht.
    krx~9tf*lb8ouuuu% - Blog

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  1. 21.12.2011, 22:02

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