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Thema: Who's afraid of Virginia Woolf?

  1. #1
    Regisseur Moderator Avatar von Anne
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    Who's afraid of Virginia Woolf?

    Was passiert wenn die Fassade aus Konvention, Höflichkeit & Anstand zusammenbricht, und dahinter die häßliche Wahrheit, die Abgründe, die Verzweiflung zum Vorschein kommt, mit der zwei Menschen Tag ein, Tag aus zusammenleben?
    ich dachte immer, besser als in "American Beauty" könnte eine solche Situation nicht dargestellt werden.

    Sie kann!

    Soeben haben ich Mike Nichols Drama “Who's afraid of Virginia Woolf?“ von 1966 gesehen.
    In den Hauptrollen Elizabeth Taylor & Richard Burton.
    selten sah ich Schauspieler, die derart um ihr Leben zu spielen scheinen, wie diese beiden. (fast möchte man meinen, sie spielten Szenen ihrer eigenen Ehe miteinander nach...). Selten hatte ein Film so eine Wucht.
    Kennt ihr das, wenn ihr einen Film seht, und plötzlich innehaltet und einfach nur erschauert, vor Ehrfurcht vor so viel Mut und Ehrlichkeit auf der Leinwand? So ehrlich, daß es weh tut.

    Ein grausamer, häßlicher, wahrhaftiger...ein wunderbarer Film.

    unbedingt ansehen, solltet ihr Gelegenheit dazu haben.


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Anne am 2002-03-01 00:12 ]</font>

  2. #2
    Regisseur
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    Who's afraid of Virginia Woolf?

    Die Verfilmung fand ich furchtbar. Grund: Elizabeth Taylor. Die ging mir mit ihrem cholerischen Geschrei von Sekunde 1 an auf den Sack.

  3. #3
    Regisseur Moderator Avatar von Anne
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    Who's afraid of Virginia Woolf?

    Danke für diesen qualifizierten Beitrag, Thomas.

  4. #4
    Regisseur
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    Who's afraid of Virginia Woolf?

    Ich fand ihn keineswegs unqualifiziert.

  5. #5
    Regisseur Moderator Avatar von Anne
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    Who's afraid of Virginia Woolf?

    diese "cholerische Geschrei" gehörte zur Rolle der Martha, mit deren Verkörperung Liz Taylor eine Höchstleistung vollbringt.

    und genau das nervt dich, und darum ist die Verfilmung furchtbar...

    nee, is klar Thomas.

  6. #6
    Regisseur
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    Who's afraid of Virginia Woolf?

    Jupp genau das hat mich genervt. Ich persönlich hab dadurch keinen Bezug zu den Personen bekommen und dadurch ging mir deren Geschichte auch sonst wo vorbei, und auf die Dauer hats mich echt einfach nur noch genervt. Das ist der Grund wearum ich den Film unerträglich finde. Dir darf er ja trotzdem gefallen.

  7. #7
    Regisseur Moderator Avatar von Anne
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    Who's afraid of Virginia Woolf?

    Thomas schrieb am 2002-03-01 00:39 :
    Dir darf er ja trotzdem gefallen.
    Ehrlich?? ganz echt?
    ooooh, Danke Thomas - ich hab deine Erlaubnis. Jetzt ist meine Welt wieder in Ordnung!!! :wink:

    Eigentlich sollte man hier wieder mit der "nur weil der Film DIR nicht gefallen hat, kannst du ihn nicht als SCHLECHT bezeichnen"-Diskussion" kommen, aber die wird ja eh von fast allen gepredigt, und von kaum einem praktiziert.

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    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Anne am 2002-03-01 00:51 ]</font>

  8. #8
    Regisseur
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    Who's afraid of Virginia Woolf?

    Ich scheine Dich jetzt persönlich beleidigt zu haben, weil mir mal ein Film nicht gefällt den Du genial fandest. Das tut mir aufrichtig leid. Habe auch nie behauptet, daß der Streifen ein schlechter Film wäre. Sagte nur, daß ich ihn halt furchtbar fand. Denke auch daß es in dem Bezug mehreren Leuten so oder so ähnlich gehen könnte, daher kann ich Deine uneingeschränkte Empfehlung des Films halt nicht teilen. Wie gesagt, meine Meinung, nicht mehr. Muddu in Zukunft genauer lesen, Anne.

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Thomas am 2002-03-01 00:52 ]</font>

  9. #9
    Regisseur Moderator Avatar von Anne
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    Who's afraid of Virginia Woolf?

    Thomas schrieb am 2002-03-01 00:51 :
    Ich scheine Dich jetzt persönlich beleidigt zu haben, weil mir mal ein Film nicht gefällt den Du genial fandest.
    nein, du hast mich nicht persönlich beleidingt, weil dir der Film nicht gefällt, sondern weil ich deine Wortwahl (Dir darf er trotzdem gefallen???] genauso daneben fand, wie deinen Ton.

    Das tut mir aufrichtig leid. Habe auch nie behauptet, daß der Streifen ein schlechter Film wäre. Sagte nur, daß ich ihn halt furchtbar fand.
    ...was schlecht impliziert.

    Wie gesagt, meine Meinung, nicht mehr. Muddu in Zukunft genauer lesen, Anne.
    und du solltest in Zunkunft die Wahl deiner Worte etwas besser treffen, Thomas.


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    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Anne am 2002-03-01 10:34 ]</font>

  10. #10
    Regisseur Avatar von TheUsualSuspect
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    Who's afraid of Virginia Woolf?

    Ich möchte euren Streit ja nur ungern unterbrechen, aber vielleicht können wir uns ja jetzt wieder dem Film zuwenden. Ja? Danke.

    Ist jetzt zwar schon eine Weile her, daß ich den Film gesehen habe, aber ich hab den auch noch in guter Erinnerung. (Kein Wunder, immerhin mußte ich damals mehrere Wochen im Englisch-LK das Bühnenstück von Edward Albee dazu durcharbeiten.)

    Die einzelnen Rollen - vor allen Dingen Burton und Taylor (da muß ich Anne recht geben) - sind hervorragend besetzt und wirken äußerst lebendig (vor allen Dingen in der OV - @Thomas: vielleicht war das ja ein Problem der Synchro).

    Der Film behält die ganze Zeit über nur die vier Hauptcharaktere im Blickpunkt, was ihn überschaubar macht und die einzelnen Charakterentwicklungen aber umso intensiver miterleben läßt.
    Genial finde ich wie George (alias Burton), der zu Anfangs noch eher als seine Gattin darauf bedacht ist, die Situation nicht eskalieren zu lassen, im Laufe der Geschichte das Spiel an sich reißt und dem Spuk schließlich ein Ende macht.
    "Sometimes, when you bring the thunder, you get lost in the storm."

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