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Thema: Buchverfilmungen

  1. #1
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    Buchverfilmungen

    Ein zwiespältiges Thema.

    Manchmal klappts, manchmal überhaupt nicht. Hat man ja schon an zahlreichen Beispielen gesehen. Große Gefahr ist natürlich, dass die Fantasien der Leser mit einer Verfilmung zunichte gemacht werden.

    Was mich aber eigentlich interessiert: Welche Bücher sollten unbedeingt verfilmt werden und bei welchen sollte man es besser bleiben lassen?

    Ich freue mich auf Eure Antworten.

    Euer BIG Mike

    :daumen:

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: BIG Mike am 2001-09-21 10:13 ]</font>

  2. #2
    Regisseur Moderator
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    Buchverfilmungen

    Ich war/bin der Meinung, dass man vom Herrn der Ringe besser die Finger lassen würde, aber die Trailer sehen bis jetzt ja ganz gut aus.

    Aber du hast recht, Buchverfilmungen sind ein ziespäliges Thema. Wenn man zuerst da Buch liest und dann den Film sieht, ist man oft enttäuscht, da man sich alles anders vorgestellt hat. Wenn das Buch liest, und den Film schon kennt, ist man ja schon "vorbelastet" und kann seiner eigenen Phantasie nicht mehr freien Lauf lassen.

    Man darf halt nicht vergessen, dass jede Buchverfilmung nur eine ganz spezielle Interpretation des Themas durchd en Regissuer, Dehbuchautos, usw. ist.

    Die besten Buchverfilmungen sind meiner Meinung (d.h., ich mag das Buch,und den Film):

    -Shining (Buch: Stephen King, Film: Stanley Kubrick)
    -Das Schweigen der Lämmer (Buch: Thomas Harris, Film: Jonathan Demme)
    If it wasn't this... it'd be something else.

  3. #3
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    Buchverfilmungen

    Hmm. also:

    Gute Buchverfilmungen:
    Die Jury (Grisham)
    The green mile (King)
    Crazy (Lebert; war bei dem Buch auch nicht alzu schwer)

    Schlechte Buchverfilmungen:
    The Beach (trotz genialem Buch; Garland)
    The long kiss goodnight (autor fällt mir nicht ein)
    Die Firma (Grisham)

  4. #4
    Regisseur Moderator Avatar von Anne
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    Buchverfilmungen

    Das ist WIRKLICH ein heikles Thema.
    Aber man muss da ein wenig unterscheiden, finde ich. Es gibt Beispiele die ganz großartige Filme sind – aber leider wirklich schlechte Verfilmungen.
    Zum Beispiel:
    - „der talentierte Mr. Ripley“ /“nur die Sonne war Zeuge“. Beides sehr gute Filme, aber sie treffen nicht im geringsten die Romanvorlage von Patricia Highsmith.
    - „die unendliche Geschichte“ – schöner Film. Leider erfaßt die Verfilmung aber nicht einmal die Hälfte des gesamten Werkes von Michael Ende.
    - „Der Name der Rose“ – ich persönlich finde die Verfilmung grandios. Habe mir aber von diversen Leuten, die den Roman kennen, sagen lassen, das der Film den gesamten Subtext, die Literarischen Anspielungen etc. nicht darstellt, sondern sich eben nur auf die Kriminalhandlung beschränkt.

    Es kommt darauf an, wie man an die Sache herangeht. Viele Leute gehen in Literaturverfilmungen, nur um anschließend sagen zu können „das Buch ist aber viiiiiel besser!“. Naja, stimmt ja meistens auch. Ich selber habe das auch schon des öfteren gesagt. Nichts desto trotz finde ich, daß Literaturverfilmungen eine gute Sache sind.
    Ich habe z.B. kaum etwas von Shakespeare gelesen, aber zig Verfilmungen gesehen, die mir allesamt gut gefallen haben. Bis auf die grottenschlechte „Hamlet“-Variante mit Ethan Hawke und Julia Stiles. Grau-en-haft! Gott sei dank gibt es die hervorragende 4 Stunde-Brannagh-Version.
    Das selbe gilt für Jane Austen – habe keines ihrer Werke gelesen, aber die vielen schönen Verfilmungen, wie „Stolz & Vorurteil“, „Emma“, „Mansfield Park“ etc. gesehen.

    Gute Verfilmungen sind meiner Meinung nach:
    - "Interview mit einem Vampir": man ist den Figuren treu geblieben, wenn auch die Handlung zwangsläufig etwas vereinfacht, und kleine Details geändert werden mußten. Aber alles in allem: sehr gelungen. Einer meiner Lieblingsfilme, und eines meiner Lieblingsbücher.
    - "The Green Mile": Sogar King selber war mehr als angetan, soweit ich gehört habe.
    - "Das letzte Einhorn": ganz großartige Adaption einer noch großartigeren Vorlage. Der Geist des Romans ist wunderschön übertragen wurde. Magisch!
    - „Von Winde verweht“ - ich selber habe den Wälzer nicht gelesen, aber meine Mutter, und die meinte, man hätte Rett & Scarlett nicht besser besetzen können, das will ich ihr mal glauben.

    Unsäglich schlecht ist Kings „ES“. Selten so schlechte Schauspieler, so billige Effekte, und so miese Dramaturgie gesehen. Das Buch KANN NUR besser sein! :wink:

    Was ich wirklich gern sehen will, sind die gesamten Vampire-Chronicals von Anne Rice. „the Queen of the Damned“ ist ja schon mit Stuart Townsend abgedreht, aber ich bin da sehr skeptisch. Lestat mit Dunklen Haaren??? Und Die Vampirkönigin Akascha wird von der mäßig begabten Aaliyha (RIP) dargestellt. Ganze Charaktere des Buches werden einfach weggelassen, Louis z.B. na ich weiß ja nicht....

    Für unverfilmbar halte ich übrigens „das Parfüm“ von Süsskind. Es gibt eben noch kein „Geruchskino“. Man könnte mit einem Erzähler aus dem Off arbeiten, aber ob das wirkt?

    Und zum Schluß eine Aussage für die mich viele hassen werden: ich fand die Verfilmung von „Homo Faber" um einiges besser, als das langweilige Buch! und das sage ICH, als Germanistikstudentin!


    _________________
    "People think that Hell is fire and brimstone and the Devil poking you in the butt with a pitchfork, but it's not. Hell is when you should have walked away, but you didn't."

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Anne am 2001-09-21 13:22 ]</font>

  5. #5
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    Buchverfilmungen

    Hm, also zum Herrn der Ringe, muss ich sagen, dass ich den durchaus für verfilmbar halte. Viele andere bekannte Fantasyepen haben den Großteil ihrer Handlung auf die Darstellung der Charaktere und vielfach auf deren Gedanken ausgelegt.
    Tolkien hingegen beschreibt, meiner Meinung, das ganze Geschehen schon aus einer Art Kameraperspektive, man hat als Leser einen großen Überblick, sieht Landschaften und bekommt die Zusammenhänge vermittelt.

    Kennt einer von Euch die Drachenlanze von Magaret Weiß und Tracy Hickman? Wunderschöne Bücher und eine herrliche Geschichte. Aber, unverfilmbar, weil es sich um größten Teil um die Charaktere handelt und die Geschichte sehr langezogen ist, genauso wie die Avalon-Trilogie von Marion Zimmer Bradley.

    Allerdings finde ich viele Bücher von Wolfgang Hohlbein für sehr gut verfilmbar. Der könnte bestimmt auch eine gute Vorlage für Indiana Jones 4 geben, schließlich hat schon etliche Idny-Romane geschrieben.

    Auf welche Verfilmung ich mich auch noch riesig freue ist Harry Potter, wobei ich der Meinung bin, dass man da ruhig noch ein paar Jahre hätte warten können.
    NaJa, Kapitalismus ist die Bosheit der Demokratie. Gott sei Dank hat die Autorin noch ein großes Auge auf den Film gehabt. Ivh hätte es furchtbar gefunden, hätte man amerikanische Kinder für die Figuren Harry, Ron und Hermine genommen.

  6. #6
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    Buchverfilmungen

    Gut, dieses Topic liegt schon länger zurück... Im Nachhinein können wir jetzt doch nur bestätigen das Herr der Ringe gut getroffen wurde und Harry Potter find ich auch nicht so schlecht wie alle immer behaupten. Ich habe unheimlich viele Shakespeare Stücke gelesen und fand die meisten Umsetzungen wirklich gelungen. Die Übertragungen in unsere Zeit mit den alten dialogen find ich sehr orginell und zeigt das damals die Leute genauso waren wie heute und sich vom Grundmuster her nichts geändert hat.
    Vom Winde verweht gehört zu meinen 10 Lieblingsbüchern (Hey, darüber könnt man doch auch mal ein Topic entwerfen...) und ich muss sagen, dass die Schauspielergut in die Rollen gepasst haben, aber Scarlett im Buch als wahre Schönheit beschrieben wird, während ich das von Vivien Leigh nicht gerade behaupten kann...
    Zusammenfassend kann ich nur sagen, man muss einen Film als Film und ein Buch als Buch sehen, schließlich hat ein Buch viel mehr Zeit den Lesern einzuführen und Gefühle genauer zu schildern, während man bei einem Film durschnittlich 1,5 h hat um die ganze Geschichte widerzugeben...
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  7. #7
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    Buchverfilmungen

    Cherubic schrieb am 2002-01-25 20:54 :
    Vom Winde verweht gehört zu meinen 10 Lieblingsbüchern (Hey, darüber könnt man doch auch mal ein Topic entwerfen...) und ich muss sagen, dass die Schauspielergut in die Rollen gepasst haben, aber Scarlett im Buch als wahre Schönheit beschrieben wird, während ich das von Vivien Leigh nicht gerade behaupten kann...
    verwechselst du da nicht etwas?
    ich zitiere mal den ersten Satz meiner "vom Winde Verweht" Ausgabe:

    "Scarlett O'Hara war nicht eigentlich schön zu nennen. Wenn aber Männer in ihren Bann gerieten, wie jetzt die Zwillinge Tarleton, so wurden sie dessen meist nicht gewahr."

    also, von "Wahrer Schönheit" ist da nicht die rede, oder hab ich da was mißverstanden...? :wink:

  8. #8
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    Buchverfilmungen

    Naja, im Laufe des Buches ändern sich da die Aussagen. Ständig wird gesagt "sie sah nie schöner aus" oder in Richtung "Sie war mit Abstand die schönste" oder so ähnlich...
    Und ständig werden ihre wunderschönen Augen beschrieben usw.
    Im zweiten Band "Scarlett" ist das sogar noch extremer...
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  9. #9
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    Buchverfilmungen

    NickySantoro schrieb am 2001-09-21 12:44 :
    Die besten Buchverfilmungen sind meiner Meinung (d.h., ich mag das Buch,und den Film):

    -Shining (Buch: Stephen King, Film: Stanley Kubrick)
    -Das Schweigen der Lämmer (Buch: Thomas Harris, Film: Jonathan Demme)
    Oohhh, das schmerzt. Ich würde eher Ted Tally (DSDL) und Diana Jason & Kubrick als "interpreten" bezeichnen.

    Es ist schade, dass die Mühen der Drehbuchautoren immer wieder übersehen werden.
    Well I don't want Fop, godammit! I'm a Dapper Dan man!

  10. #10
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    Buchverfilmungen

    Nun, was die Verfilmung von Romanen angeht, denke ich, ist es eine enorme Herausforderung des Drehbuchautoren. Abhängig von der Vorlage, kann er unmöglich alle Charaktere, Schauplätze, Ereignisse miteinbeziehen. Filme funktionieren anders. Man kann Seitenlang über Gefühle schreiben, aber wenn man das im Film umsetzen möchte, muss man es in eine Szene einbauen. Und genau dann schreien die Fans des Buches: Das war aber nicht so im Buch!"

    Gerade habe ich den absolut besten Roman meines Lebens fertig gelesen. Die Päpstin. Ein Film ist in Planung. Auf den bin ich gespannt, da ich einige Hindernisse sehe.
    Well I don't want Fop, godammit! I'm a Dapper Dan man!

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