Seite 1 von 2 12 Letzte
Ergebnis 1 bis 10 von 18

Thema: Dogma Filme

  1. #1
    Regisseur
    Registriert seit
    25.12.2000
    Beiträge
    4.985

    Dogma Filme

    Direkt aus dem Steven Soderbergh Topic hier Lesters letztes Post zum Thema Dogma-Filme:

    Es ist auf jeden Fall etwas dran an dem, was du sagst.

    Die Dogma-Filmer (egal ob nun Lars von Trier, Kristian Levring oder Thomas Vinterberg) haben diese Einstellung, daß Kommerz schlicht scheiße ist. Und ich muß sagen, daß ich diese Einstellung nicht schlecht finde. Man nehme nur einmal - ganz objektiv, ob nun Dogma-Anhänger oder nicht - die aktuellen deutschen Kinocharts:

    1. Ms Congeniality
    2. Mädchen, Mädchen
    3. Traffic
    4. Chocolat
    5. The Emperor's New Groove
    6. Save The Last Dance
    7. Hey Dude, where is my car?
    8. Das Experiment
    9. Thirteen Days
    10. What Women Want


    Wenn man ehrlich ist, ist das meiste (nicht alles) davon doch eigentlich nur ziemlich billige Geldmacherei. Das sind alles Filme, die auf den Zuschauer eigentlich außer simpler Unterhaltung keine Wirkung mehr haben. Niemand würde behaupten, daß diese Filme etwas mit Kunst oder Kultur zu tun hätten. Und ich denke, daß da auch ein Bestreben der Dogma-Filmer liegt. Sie wollen den Film wieder zurück zur Kunst führen und warum sollte Kunst nicht auch häßlich sein dürfen, was die meisten Dogma-Filme (offiziell gibt es überhaupt nur 24) ja auch sind. Man kann ebenso abstoßendes Kunstkino produzieren (wie der Skandalfilm "Idioten" von Lars von Trier eben), als auch wunderschönes (wie zum Beispiel "Time Of The Gypsies" von Kusturica).
    Ich persönlich sehe den Dogma-Film viel mehr als eine Rückführung zu den Wurzeln des Kinos und zur wahren (wenn auch oft abstoßenden) Kunst, als denn als eine einzige Trotzreaktion...
    Ich kann einfach nicht verstehen, daß es Menschen gibt die NICHT ins Kino gehen um sich zu unterhalten, sodern weil sie Kunst sehen wollen. Ich zum Beispiel war mit drei Jahren das erste Mal im Kino und hab in den vergangenen fast 20 Jahren ein paar tausend Filme gesehen. Gemacht habe ich dies, weil es mir Spaß gemacht hat und nicht weil ich mich bilden wollte. Egal ob es "E.T." "Indiana Jones", "Der weiße Hai", "Krieg der Sterne", "Zurück in die Zukunft", "Der Pate" oder "American Beauty" war, es diente stehts einem Ziel, meiner Unterhaltung. Ich hatte meinen Spaß im Kino.

    Nun finde ich es bescheuert wenn Du die Worte "Unterhaltung" und "Niveau" als Gegenteile aufführst. Ein gewisses Niveau muß ein Film für mich haben, damit ich mich dabei überhaupt unterhalten kann. Wenn ich mir zum Beispiel "Dracula 2000", "Vertical Limit" oder "Hey Dude, Where's My Car" angucke dann ist das was ich da sehe so dermaßen schwachsinnig und einfallslos, daß ich mich dabei nicht unterhalten fühle. Anders bei Filmen wie "Oh Brother, Where Art Thou?", "Nurse Betty" oder "Traffic". Das sind gut gemachte und interessante Filme die mich persönlich ansprechen und die mir Spaß machen.

    Ich sehe es aber überhaupt nicht ein mich, der sogenannten Kunst zu versklaven. Wenn ein Film eine uninteressante Geschichte hat, mieß inszeniert ist und mich auf keiner Ebene auch nur irgendwie anspricht dann führt das bei mir zu Langeweile und ich werde den Film dann nicht auf ein Podest heben nur weil irgendjemand von sich behauptet das sei nun Kunst.

    Heißt es nicht immer begriffe wie "Schönheit" und "Kunst" sind sowieso subjektiv? Wieso soll ich mir also vorschreiben lassen WAS Kunst ist und was nicht? Daher ist dieses Ziel der Dogma-Filmer doch schon recht fragwürdig. Ist es nicht ein wenig dreist, daß die sich hinstellen und ihre Filme als Kunst anpreisen? Steht ihnen das überhaupt zu?

    Das nächste ist das Thema Kommerz. NATÜRLICH ist der Kommerz der größte Fluch der Kreativität. Studios produzieren schon lange nicht mehr die Filme die sie für originell, ideenreich, interessant oder inovativ halten, sondern die Filme die voraussichtlich das meiste Geld einspielen werden. Ist diese Einstellung beschissen? NATÜRLICH ist sie das. Und ich finde es schön wenn ab und zu Filme grünes Licht erhalten die sich vom durchschnitts Schrott abheben. Um nun wieder zum Thema Dogma Filmer zu kommen: Für die ist es natürlich leicht den Kommerz zu verfluchen. Da spielt sicherlich auch ein klein wenig Neid mit. Ich glaube Lars von Trier hat sich schon darüber gefreut daß sein letzter Film ein paar Auszeichnungen bekommen und ein wenig Kohle eingespielt hat. Ich denke wenn man jedem einzelnen dieser... wie viele warens... 24?... Dogma-Filmern eine siebenstellige Summe dafür anbietet, einen großen Big Budget Hollywood-Film zu drehen, würde man mindestens 20 Zusagen erhalten.

    Aber jetzt mal wirklich explizit zum Thema Dogma: Lars von Trier und seine Mannen haben 1995 ein Manifest geschrieben in dem genau drin steht wie ein Dogma-Film auszusehen hat. Was man zu tun und zu lassen hat. Grund dafür war wie bereits angesprochen vor allem die Intention Hollywood zu trotzen und damit verbunden natürlich auch AUFMERKSAMKEIT auf sich zu lenken. Gerechtfertigt wurde das ganze dann unter dem Deckmantel der Kunst, der meinens Erachtens eben nicht haltbar ist. Denn wer will Kunst denn definieren?

    Aber jetzt kommt ja gerade die Ironie der ganzen Sache. Möchte man nun einen Dogma-Film drehen, dann muß man sich an exakt die Vorgaben des Manifests halten und unterwirft sich dadurch ebenfalls ganz bestimmten Richtlinien, wodurch man ganz klar seine künstlerische Freiheit verliert.

    Der wahrlich gute Regisseur ist unabhängig und läßt sich so gut wie es eben geht von niemandem Vorschriften machen. Der benutzt Special Effects wo er sie für notwendig hält, läßt sie aber geneauso gut dort weg wo sie eben fehl am Platz sind. Der wahrlich gute Regisseur spielt sich mit Kran, Handkamera, Splitscreens, Slowmotions, Filtern, musik usw. oder läßt das ein oder andre Element, ja vielleicht sogar sämtliche Stilmittel komplett weg. Aber all diese Entscheidungen fällt er immer im Hinblick auf den Film den er gerade dreht. Der wahrlich gute Regisseur hat eine Vision die er möglichst eins zu eins auf Celluloid bannen möchte.

    Und wenn man sich von seinem eigenen Weg abbringen läßt, wird man am Ende nicht den Film haben den man sich vorgestellt hat. Dabei ist es ganz egal ob man sich von den Studiobossen Hollywoods oder irgendwelchen Kunst-Filmern oder Dogma-Filmern in seinem freien Denken beeinflussen läßt.

    Daher ist die Einstellung der Dogma-Filmer in sich eigentlich totaler Blödsinn und überhaupt nicht haltbar. Einziges Ziel der Bewegung ist meines Erachtens eben Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, um dann selbst groß abzusahnen. Damit sind all die Regisseure die Du da so schön glorifizierst selbst ein Teil der riesigen Kommerz-Maschinerie dieser Welt.

  2. #2
    Regisseur
    Registriert seit
    25.12.2000
    Beiträge
    4.985

    Dogma Filme

    Da Lester gerade das Thema "Dogma95" aufgemacht hat, werde ich dieses Post auch noch einmal hier hinein kopieren. Dann haben wir nur ein Topic wo wir schön diskutieren können:

    DER SCHWUR DER KEUSCHHEIT:

    1. Es darf nur am Schauplatz gedreht werden. Sets und Requisiten sind verboten. (Wenn eine besondere Requisite für die Geschichte notwendig ist, muß ein Drehort gefunden werden, an dem die Requisite vorhanden ist).

    2. Der Ton darf niemals unabhängig von den Bildern produziert werden oder umgekehrt. (Musik darf nur dann verwendet werden, wenn sie dort gespielt wird, wo die jeweilige Szene gedreht wird).

    3. Es wird ausschließlich mit Handkamera gedreht. Jede Bewegung oder Bewegungslosigkeit, die mit der Hand erreicht werden kann, ist erlaubt.

    4. Der Film muß in Farbe gedreht werden. Spezielle Belichtung wird nicht akzeptiert. (Wenn zuwenig Licht zur Verfügung steht, muß die Szene geschnitten werden oder eine einzelne Lampe an der Kamera angebracht werden).

    5. Optische "Spielereien" und Filter sind verboten.

    6. Der Film darf keine oberflächliche Action beinhalten. (Morde, Waffen etc. dürfen nicht vorkommen).

    7. Zeitliche und geographische Verfremdungen sind verboten. (Das heißt, der Film muß Hier und Jetzt spielen).

    8. Genrefilme sind nicht akzeptiert.

    9. Das Filmformat muß Academy 35 mm sein.

    10. Der Regisseur darf weder in den Titeln noch im Abspann genannt werden.






    Die Regeln für jeden Dogma-Filmer, an die sich zu halten man schwören muß.

    Kann das jeder drehen? Ist das Kunst oder Schrott? Ist es Arroganz oder Purismus; gar eine Beleidigung für das Auge des anspruchsvollen Kinogängers? Hier wird es ausdiskutiert...
    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Thomas am 2001-04-14 03:51 ]</font>

  3. #3
    Regisseur
    Registriert seit
    06.01.2001
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    3.830

    Dogma Filme

    Thomas schrieb am 2001-04-14 03:44 :
    Damit sind all die Regisseure die Du da so schön glorifizierst selbst ein Teil der riesigen Kommerz-Maschinerie dieser Welt.
    Nur halt mit dem kleinen Unterschied, daß sie von dem Kommerz nichts sehen und nichts davon haben. Ich empfehle dir mal die Seite http://www.dogme95.dk anzuschauen: Das sind schon fast sektenähnliche Zustände bei den Jungs :wink: . An dieser Website ist (wenn man sich die strengen Regeln und die sonstigen Ausführungen der Macher der Site anschaut) auch zu sehen, daß nur die wenigsten auf das von dir genannte Geldangebot eingehen würden...

    Du sagst, daß sich die Dogma-Regisseure auch Gesetzen unterwerfen würden. Das ist zweifelsohne richtig. Der Dogma-Stil besagt ja auch nicht die Lossagung von Gesetzen und Regeln, sondern die Lossagung von der Kommerzialisierung des Mediums und der Kunstrichtung "Film" und dafür wurde ein eigenes Manifest geschrieben.
    Du sagst, daß sich ein wirklich kreativer Regisseur keinem Zwang und keinen Regeln unterwerfen würde. Augenscheinlich mag das durchaus richtig sein, aber nun stelle dir einmal vor, ein großer Hollywood-Regisseur wie Steven Soderbergh oder Ridley Scott würde in einem seiner Filme eine äußerst extreme Hardcore-Pornografieszene (so geschehen in von Triers "Idioten") zeigen. Damit würde er sich zwar von Regeln lossagen, aber er würde aller Wahrscheinlichkeit eine Menge seines Images und seine Rufes verlieren und als skandalös betrachtet werden und wer würde das schon wagen? Somit unterwirft sich auch dieser Regisseur imaginären Regeln, die es halt nur nicht auf's Papier geschafft haben. Und hier liegt auch wieder eine der Essenzen des dogmatischen Filmes: Ruf und Image haben keine Bedeutung.
    Außerdem hat Dogma etwas damit zu tun, daß jeder die Möglichkeit haben sollte, seinen künstlerischen Trieb und seine Kreativität ausleben zu können (auf der genannten Website findet man Adresse, an die man VHS-Kassetten mit eigens gedrehten Dogma-Filmen schicken kann). Das Ausleben dieses Triebes wäre bei Nicht-Dogma-Produktionen bereits mit immensem finanziellen Aufwand verbunden, womit wir wieder beim Kommerz wären...


    P.S.: Nur um es noch einmal klarzustellen: Lars von Triers "Dancer In The Dark" war KEIN Dogma-Film und folgt NICHT dem "Vow Of Chastity"...

  4. #4
    Regisseur
    Registriert seit
    25.12.2000
    Beiträge
    4.985

    Dogma Filme

    Das "Dancer in the Dark" nicht den oben genannten Dogma95 Regeln entspricht hab ich mitbekommen. Ich halte "DitD" übrigens für einen guten Film, wenn ich ihn mir auch nicht unbedingt ein zweites Mal anschauen möchte. Der Film nimmt einen gegen Ende doch ein wenig mit, um es mal so zu formulieren.

    Irgendwie führt das aber doch unweigerlich zu der Frage: Warum dreht Lars von Trier, Begründer der Dogma95 Regeln urplötzlich einen Film der nicht dem "Vow of Chastity" folgt? Ist das nicht ein wenig inkonsequent? Was denken denn seine Dogma-Freunde, wenn der Mann sich plötzlich nicht mehr an die Regeln hält und dadurch jede Menge Kritiker-Preise einsammelt und sogar für einen Oscar nominiert wird?

    Das Argument, die Dogma Leute wollen das Medium Film jedem zugänglich machen halte ich auch für etwas unsinnig. Wenn ich heute den Entschluß fasse einen kleinen Film zu drehen, dann ist klar daß ich den nur mit meiner Videokamera und mit ganz bescheidenen Mitteln drehen kann. Die Dogma95 Regeln machen es mir als Nachwuchsfilmer aber dann auch nicht gerade einfacher, wenn sie mir verbieten, daß ich irgendwelche Requisiten an den Drehort mitbringe oder wenn sie mir schon von Haus aus ganz bestimmte Themen und Genres untersagen.

    Und das sich jeder Filmer in seinem Schaffen unbewußt ganz bestimmten moralischen Grundsätzen unterwirft ist doch sonnenklar. Sicher wäre es ein wenig skandalös wenn Ridley Scott einen Film drehen würde in dem eine Hardcore-Porno-Sequenz vorkommen würde. Genauso skandalös wäre es jedoch auch wenn James Cameron eine Kinderschänder-Szene in seinem nächsten Blockbuster einbauen würde oder Steven Spielbergs neuer Film "Nazi House Party" heißen würde. Es gibt einfach gewisse Sachen die sind geschmacklos und die sollte man nicht unbedingt filmisch festhalten müssen. Und wenn ein Steven Soderbergh von sich aus sagt, er findet Hardcore Pornos wiederlich und baut deswegen keine derartige Szene in seinem nächsten Film ein, dann ist das doch völlig okay, oder?

  5. #5
    Regisseur
    Registriert seit
    06.01.2001
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    3.830

    Dogma Filme

    Klar ist das okay. Exzentriker Lars von Trier denkt da übrigens ein wenig anders: Er sagt, daß er viele Pornos für künstlerisch wertvoll hält und hat eine Filmfirma aufgekauft, die fast ausschließlich Pornofilme produziert, aber das nur so am Rande...

    Wichtig ist festzuhalten, daß der "Schwur der Keuschheit" sich nicht auf Regisseure, sondern auf Filme bezieht. Dieser Schwur untersagt es keinem Regisseur, auch Filme zu drehen, die kommerziell sind (Lars von Trier verhandelt für seinen Thriller "Dogville", der 2002 anlaufen soll, Gerüchten zufolge übrigens gerade mit Hollywood-Star Nicole Kidman...). Aber Filme, die sich Dogma-Filme nennen wollen, müssen halt genau diesen Prinzipien entsprechen.

    Übrigens: Warum sollten Dogma-Filme nicht auch belohnt werden? Der jüngste bekannte Dogma-Film, "Italian For Beginners", wurde von der Kritik hochgelobt, auf der Berlinale für den Goldenen Bären nominiert und erhielt bei dem Festival in der Hauptstadt insgesamt vier Preise. Und da liegt nun wirklich kein Verschulden der Regisseure, wenn ihre Filme von der Kritik geschätzt werden, denn das können (und wollen *g*) sie auch nicht ändern...

  6. #6
    Regisseur
    Registriert seit
    25.12.2000
    Beiträge
    4.985

    Dogma Filme

    Trotzdem steckt hinter der ganzen Dogma Geschichte eine gewisse Ideologie, die von den Dogma-Filmern doch in die Welt getragen werden will. Und auch wenn es nicht explizit gegen die eisernen Regeln des Dogme95 verstößt, daß Herr von Trier jetzt einen Film mit Nicole "Hollywoodstar" Kidman dreht, zieht es die ganze Idee die dahinter steckt unweigerlich ins lächerliche. Da steht er nun der Lars und findet Hollywood doch ach so scheiße und möchte Film wieder zur Kunst erheben und dann hat er ein wenig Erfolg und die Möglichkeit Hollywoodfilme zu drehen und schon sind alle Ideale über Bord geworfen.

  7. #7
    Regisseur
    Registriert seit
    06.01.2001
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    3.830

    Dogma Filme

    Also eines mal ganz kurz: "Dogville" wird garantiert kein Hollywood-Film werden, sondern ist eine Gemeinschaftsproduktion von Dänemark, Schweden, Frankreich, Norwegen, Holland und Finnland.
    Und wer sagt denn, daß von Trier, der Hollywood auf jeden Fall nach wie vor "scheiße" findet, auch gleichzeitig Nicole Kidman schlecht fiden muß, nur weil die viel in Hollyood dreht? Schließlich hat er für "Dancer In The Dark" auch mit Björk gedreht, die zwar ebenfalls furchtbar exzentrisch ist (die Katastrophenmeldungen vom Set erinnerten an doch stark an die Zusammenarbeit von Duos wie Herzog/Kinski oder Coppola/Brando), aber (in ihrem Land) doch eher für kommerzielle und "zugängliche" Musik bekannt ist, auch wenn diese für unsere Ohren größtenteils etwas gewöhnungsbedürftig ist.

    Ich denke, daß es von den Dogma-Erfindern von Tier und Vinterberg ziemlich dumm gewesen wäre, wenn sie sich dadurch, daß sie sich lebenslang auf die Stilrichtung Dogma festgelegt hätten, sämtliche anderen cineastischen Wege abgeschnitten hätten.

  8. #8
    Regisseur
    Registriert seit
    25.12.2000
    Beiträge
    4.985

    Dogma Filme

    Das ist es ja was ich an der ganzen Geschichte so fad finde. Ich mag Indie Filme und auch filmische Experimente, aber die Dogma-Jungs übertreiben es einfach, wenn sie kategorisch sagen: Alles was aus Hollywood kommt ist scheiße, alles was wir machen ist Kunst unhd wenn jemand in unsere Fußstapfen treten will dann muß er sich an diese strengen Richtlinien halten. Anstatt einfach Filme so zu drehen wie sie wollen, bauschen sie das ganze zu einer Art Lebensstil auf, an den sie sich in letzter Konsequenz dann selbst nicht halten.

  9. #9
    Regisseur
    Registriert seit
    06.01.2001
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    3.830

    Dogma Filme

    Ich sagte ja schon: Hat was von 'ner Sekte... :wink:

  10. #10
    Regisseur
    Registriert seit
    09.02.2001
    Ort
    L.A., REDONDO
    Beiträge
    1.025

    Dogma Filme

    Ich schliesse mich hier bedingunglos Thomas an (Ja ich cover dich Thomas! ). Kino ist nicht nur Kunst. Kino ist und war auch schon vom Ursprung her das Medium des Volkes und nicht, wie Lester glaubt, irgendwelcher Randgruppen von Psydointellektuellen! Es soll primär zur Unterhaltung dienen und sekundär eine Message haben. Und das ist auch nicht zwingend. Klar gefallen uns Filme die intellektuell fördert sind und gleichzeitig unterhaltend mehr als nur PopcornMovies, aber das man hier deswegen eine Schwarz-Weiß Mentalität einführt wie die Dogma Filmer grenzt an Fundamentalismus! Denn mit diesen Dogmakriterien wären nur Filme für besondere Genre möglich und das würde das Kino und damit auch das wertvollste Gut des Menschen nähmlich seine Fantasie einschränken.
    Das heißt aber nicht das die Dogma Filme schlecht sind, es gibt durchaus sehr gute Dogma Filme, aber die nisten immer ein Schattendarsein, weil sie sich selber in ihr Microkosmos zurückziehen.
    Verpasst du auch einem Mann eine Fussmassage?

Seite 1 von 2 12 Letzte

Ähnliche Themen

  1. Filme über Filme
    Von Madtus im Forum Filme
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 03.11.2015, 05:51

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36