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Thema: Das Experiment

  1. #1
    Statist
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    Das Experiment

    Wer war schon drin???
    Ich bin noch völlig fertig vom Zuschauen, was für ein Film... tonnenweise Diskussionsstoff ! Einer der besten deutschen Filme seit "Funny Games" und mindestens ebenso verstörend.
    Würde gern drüber reden , wer noch?
    ANNA

  2. #2
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    Das Experiment

    Sag nicht zu Funny Games deutscher Film, sonst regt sich Mr.Blonde wiededer tierisch auF!!
    Hab ihn noch nichtgesehen, werd es aber bald tun!
    Verpasst du auch einem Mann eine Fussmassage?

  3. #3
    Regisseur
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    Das Experiment

    Definitiv war auch "Funny Games" kein deutscher Film. Das is' halt so, ne?! :wink:

    Obwohl... vielleicht könnten wir Österreich ja annektieren... :wink: :wink:

  4. #4
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    Das Experiment

    Vor paar Tagen lief ja CUBE bei uns! Die Geschichte erinnert stark an CUBE, aber brqaucxh sich nicht dahinter zuverstecken!
    MORITZ (DER COOOLSTE DEUTSCHE SCHAUSPIELER) laeuft zu Bestform auf. Ein untypisch Deutscher Film! Aber er hat immer noch diesen
    unangenehm steril wirkenden deutschen Flair!!


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: VincentVega am 2001-03-11 22:17 ]</font>
    Verpasst du auch einem Mann eine Fussmassage?

  5. #5
    Neo
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    Das Experiment

    Ich hab den Film am Freitag gesehen. Hät nicht gedacht das die Deutschen in der Lage sind so einen Film zu machen. Ich bin sehr positiv überrascht.
    formerly known as Gone

  6. #6
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    Das Experiment

    Hab mir gestern b-horny und Alabama geschnappt und hab mir den "besten Deutschen Film seit langem" angeguckt. Ich fand ihn scheiße. Dann hab ich noch einmal eine Nacht drüber geschlafen und mich etwas mit dem Thema beschäftigt und jetzt finde ich den Film immer noch scheiße. Wenn man die genauen Fakten des damaligen Experiments kennt, wirkt der Film sogar noch unglaubwürdiger als er es ohnehin schon tut. Ausführliche Review gibts morgen.

  7. #7
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    Das Experiment

    Ich kann mich Thomas nur anschließen!
    Tut mir ja sehr Leid((lieber lieber Basti)),aber dieses Filmchen war so doof,dass es mich überall gejuckt hat...Für mich war das einer von den Filmen,in denen man immer aufstöhnen muß, wenn mal wieder eine von diesen unwichtigen(in diesem Fall wars Tareks Braut,die durch seine Wohnung wuselt)Szenen kommt,die so schwachsinnig und unnütz sind, dass sie den Film leider futschi machen.
    Naja,o.k.,die Sache, dass Tarek in der "Black Box" einen Universalschraubenzieher findet, mit dem er NATÜRLICH die Panzerwand (mal ganz abgesehen von den Wänden des Gefängnisses)einfach so wegschrauben kann,hat mich auch nicht unbeding überzeugt.

  8. #8
    Statist
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    Das Experiment

    Also irgendwie finde ich den Ausspruch:" der Film war Scheiße " ziemlich pauschal , was genau hat Dich denn gestört ? Wir sind doch hier , um über Filme zu diskutieren und nicht, um sie zu verreißen , oder hab ich das falsch verstanden ? Ich habe mir auch die Sites zum Stanford-Experiment angeschaut und natürlich wurde im Drehbuch alles zugespitzt und stellenweise waren auch unglaubwürdige Sachen dabei , aber für mich geht es im Film um was anderes. Ich finde das Thema Gruppenzwang und Rollenverhalten bzw. Gewaltbereitschaft sehr intelligent transportiert ; mir hat der Film jedenfalls eine Menge zum Nachdenken gegeben , siehe auch die Parallelen zu den Nazis / Zivilcourage etc.
    Ich weiß nicht ,aber ich hatte erwartet , dass man nicht so über Oberflächlichkeiten redet ( langweilige Kamera ) , sondern mehr zum Inhalt. Aber vielleicht können wir ja nochmal über das Experiment reden , genug Stoff gibt es...
    ANNA

  9. #9
    Regisseur
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    Das Experiment

    Ahoi Anna,

    mein Statement war deshalb so kurz und drastisch, weil es eigentlich nur dazu diente meinen Ärger über den Film und dessen Pseudobotschaft rauszulassen. Schließlich habe ich meine Gedanken zu diesem Film ja in einer Review zusammengeschrieben, die auf der Website jetzt nachzulesen ist. Ich bin gern dazu bereit über den Film selbst und die Aussage die er macht bzw. die Aussage die er machen möchte zu diskutieren.

    Ich denke ich kann aber bereits jetzt schon mal auf dein vorangegangenes Statement eingehen. Zunächst finde ich es wieder mal typisch Deutsch, daß so ein Film gleich mal wieder in Verbindung mit dem Dritten Reich gebracht wird. Ist ja nicht so, daß wir uns nun schon seit mehr als 50 Jahren mit Thema auseinander gesetzt haben. Das scheint in Deutschland irgednwie so ein Drang zu sein. Hauptsache es wird wieder mal ein wenig Vergangenheitsbewältigung betrieben. Ich glaube, so ein Film wie "Das Experiment" kann genau wegen diesen Assoziationen auch nur in Deutschland so erfolgreich sein.

    Aber jetzt mal zu den Ereignissen des Films, die angeblich so schreckliche Wahrheiten über die menschliche Natur ans Licht bringen:

    1) Rollenverhalten

    Die Probanden die als Wärte eingesetzt werden nehmen schnell die Rolle der Authoritätspersonen ein, die Probanden die Gefangene spielen sollen nehmen auch diese Rolle sehr schnell ein. Daraus kann man aber keinerlei Schlußfolgerungen über menschliches Verhalten ziehen, denn das sind ja die VORGABEN des Experiments. Die Vorschungsleiter sagen: Also ihr 8 seid jetzt Wärter und müsst dafür sorgen, daß Ordnung herrscht und ihr 12 seid Gefangene die sich nach den Spielregeln zu richten haben. Das soll eine realistische Gefängnissituation nachstellen, das war ja von vornherein die Aufgabe. Es zeigt also nun nicht von menschlicher Schwäche wenn man diese Vorgaben dann in die Tat umsetzt. Andernfalls hätte das Experiment ja nicht einmal beginnen können.


    2) Gruppendynamik

    Es ist natürlich auch völlig logisch, daß sich in einer Gruppe eine gewisse Rangfolge bildet. Der schlauste, erfahrenste, stärkste oder was auch immer Teilnehmer einer Gruppe wird immer zu so einer Art Anführer. Die anderen erfüllen dann alle eine ganz bestimmte Aufgabe innerhalb der Gruppe. Das hat was mit Organisation zu tun. Das ist das Grundprinzip sozialen Verhaltens und ist somit auch der Grundstock einer jeden Zivilisation. Ich kann daran nichts schlechtes erkennen.


    3) Die Gefangenen werden mit der Zeit depressiv

    In Gefängnissen versucht man den Sträflingen ihre Identität zu rauben. Sie werden zu einer Nummer degradiert. Sie werden gedemütigt und unter Kontrolle gehalten, damit ein reibungsloser Ablauf des Gefängnisalltags funktioniert. Auch daran kann ich nichts schlechtes erkennen. Ich finde Mörder, Gewaltverbrecher und Sexualtäter sollten im Gefängnis schon so etwas wie eine Strafe erfahren. Das ist ja kein Ferienlager oder so. Es handelt sich bei einem Gefängnis nicht um irgendeinen Ort an dem Menschen zusammen kommen und zusammen leben, sondern es handelt sich um eine Anhäufung von Verbrechern, Mördern und Gewalttätern. Die darf man schon ein wneig härter anfassen, wenn sie sich nicht anständig verhalten.

    Das man die Testpersonen eines solchen Experiments genau diesen Extremsituationen aussetzt ist moralisch allerdings schon fragwürdig. Aber aus genau diesen Gründen wurde das Original Stanford Experiment ja dann auch abgebrochen. Ganz im Gegenteil zur Darstellung im Film. Einer der Gründe warum ich den Film scheiße finde.


    4) Agressives und sadistisches Verhalten der Wärter

    Jetzt kommen wir zu dem einzig wirklich interessanten Punkt. Liegt es in der Natur des Menschen eine Machtposition auszunutzen? Sind wir im Grunde alle sadistische Bestien die nur durch die Normen der Gesellschaft und durch die Präsenz des Gesetzes in Zaum gehalten werden? Genau das will der Film meiner Meinung nach wirklich Aussagen und genau dies halte ich für äußerst unglaubwürfig. Jedenfalls in diesem speziellen Fall.

    Man muß sich doch einmal diese Situation klar machen: Man ist also Teil eines Experiments und wird als Wärter eines Gefängnises eingeteilt. Man hat jetzt die Macht, sich andere unterwürfig zu machen. Die Vernunft sagt einem jedoch, daß man dies in einem gewissen Rahmen zu tun hat. Dazu kommt noch folgende Tatsache: Man WEISS daß man beobachtet wird. Man WEISS daß man Teil einer Untersuchung, einer Studie ist. Man WEISS das diese Extremsituation nach 14 Tagen zu Ende ist, das dann das normale Leben eintritt und man für die Sachen die man die letzten zwei Wochen getan hat gerade stehen muß. Man hat dieses Bewußtsein. Also allein schon aus Selbstschutz wird man sich nicht so hemmungslos gewalttätig verhalten, weil man eben ganz genau weiß, daß das Konsequenzen haben wird.

    Angenommen eine Gruppe von 20 Menschen würde nach einen Schiffsunglück auf einer einsamen Insel stranden und dort würde sich eine bestimmte soziale Rangordnung einstellen. Dann mag es schon sein, daß der Anführer der Gruppe sich irgendwann einfach das Recht heraus nimmt eines der schwächeren Mitglieder dessen Nase ihm nicht passt zu verprügeln, auszustoßen oder gar zu töten. Denn er hat die Macht dazu und er weiß daß es für ihn keine Konsequenzen hat, weil er ja schließlich der Anführer ist.

    Bei einem Experiment bei dem man unter Beobachtung steht ist das allerdings eine ganz andere Sache. Da verhält man sich nicht so. Vor allem nicht nach zwei, drei Tagen und vor allem nicht gegenüber den Versuchsleitern, sprich gegen Menchen aus der realen Welt. Die Wärter konnten ja auch jeden Tag nach Hause gehen, konnten als zwischendrin immer mal abschalten und waren überhaupt nicht in Gefahr ihren Realitätssinn dermaßen zu verlieren. Daher halte ich das Verhalten der Wärter für unrealistsich.


    So ich hoffe, das ist erst einmal genug Diskussionsstoff.

  10. #10
    Regisseur
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    Das Experiment

    Ich schließe mich im ganzen Thomas an. Der Film ist zwar als Unterhaltung nicht schlecht, aber auch nicht herausragend.
    Was mich an dem Film nervt ist, dass er sich wie alle deutsachen Filme zu ernst nimmt und sich von Hollywoodfilmen abzuheben versucht!
    Im Prinzip ist das ein Film der auf der Welle mitschwimmt, die diese BIGBROTHER & Co. erzeugt haben. Im internationalen Terrain ein durchschnittlicher Film, aber für deutsche Verhältnisse nur gut.
    Verpasst du auch einem Mann eine Fussmassage?

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