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Thema: Collide

  1. #1
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    Collide



    Director:

    Eran Creevy


    Writers:

    F. Scott Frazier (screenplay) and
    Eran Creevy (screenplay)

    Cast

    (in credits order) (complete, awaiting verification)



    Lola Rennt meets Neeson Actioner meets Fast and the Furious in Köln. Mit einer namhaften Besetzung in den vier Hauptrollen ausgestattet handelt es sich bei Collide um einen Film, den man erlebt haben muss um es wirklich zu glauben. An sich durchaus kompetent in Szene gesetzt und kurzweilig unterhaltend, sind es vor allen Dingen die kleinen, abgefahrenen Dinge, die den Film letzten Endes zu einem großen Spaß werden lassen. Fangen wir mal bei den Kleinigkeiten an: Scheinbar hat in Deutschland jeder hinter dem Tresen einen Shotgun, die er auch ohne zu zögern bereit ist einzusetzen. Der 1. FC Köln wird als Favorit auf die kommende Meisterschaft genannt. Anthony Hopkins spielt einen deutschen Gangsterboss, der aber irgendwie nur auf Englisch mit allen anderen kommuniziert und selbst andere Deutsche erstmal schön fragt ob sie denn Englisch sprechen können. Deutsche Vororte gleichen scheinbar einer Stadt aus dem Wilden Westen. ABER: Das eigentliche Highlight ist wohl Ben Kingsley der seinen abgefahrenen Auftritt in "Iron Man 3" in Sachen Overacting um ein tausendfaches überbietet. Er spielt den zu Hopkins rivalisierenden türkischen Gangsterboss, der in einem von innen vergoldeten Wohnwagen mit einer Reihe von leichtbekleideten Frauen lebt, eine Vorliebe für 80s Hollywoodcheese und eine Obsession für Burt Reynolds hat und zudem ein Kurzzeitgedächtnis besitzt, bei dem Leonard Shelby sich glücklich schätzen würde. Muss man einfach erlebt haben. Objektiv sicherlich schwachfug, aber ich hatte riesigen Spaß bei dem Film, denn wie eingangs erwähnt ist der Film trotz aller Überzeichnungen recht kompetent in Szene gesetzt, Kingsley und Hopkins gefallen in ihrer Darbietung als Bösewicht und Hoult zeigt erneut sein breitgefächertes Talent und darf dieses Mal in einer Actionrolle überzeugen. Dazu noch Felicity Jones als hübsches Beiwerk, deren Chemie mit Hoult ohne Mühe überzeugen kann, und fertig ist ein kurzweiliger Guilty Pleasure.

  2. #2
    Regisseur
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    AW: Collide

    +1 Keyzer

    Auch (oder gerade) wenn Kingsley hier locker die Overacting-Professur gewinnt mit seinem garstigen Akzent und Auftreten.

    Die "Handlung" hingegen ist, insbesondere wenn man so wie ich ausgesprochen NICHT auf Autobahn-Action steht und bewußt NOCH NIE IRGENDeinen "Fast and the Furious"-Schund oder gar "Alarm für Cobra11"-Rotz gesehen hat, geschweige denn dies jemals wollte (da langen jeweils schon die unsäglichen Ausschnitte, denen man ja kaum medial entgehen kann) schon ne arge Ödnis.

    Angesichts so mancher Film/Rollenwahl von sowohl Sir Ben Kingsley, als auch Sir Anthony Hopkins, darf man sich allerdings schon fragen, ob so ein Charaktermime und Oscarpreiströger so gar keine Schmerzgrenze hat in der Auswahl seiner Filme???

    "Ich war jung und brauchte das Geld" kanns ja eigentlich bei diesen Beiden nicht sein, oder?

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