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Thema: Kaze Tachinu (The Wind Rises)

  1. #1
    Bob
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    Kaze Tachinu (The Wind Rises)







    Das absolute Meisterwerk von Miyazaki? Wüsste gar nicht wo ich ansetzen soll, was mich hier alles verzaubert hat. Lasse ich ruhen bis zur zweiten Sichtung.
    But from that moment on, Hermione Granger became their friend.

  2. #2
    Regisseur Avatar von Caliburn
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    AW: Kaze Tachinu (The Wind Rises)

    Echt? Weiß nicht. Hat's mir damals nicht so sehr angetan. Würde den eher so bei Porco Rosso, Ponyo und Co einordnen - also im unteren Spektrum. Was natürlich bei Miyazaki immernoch sehr viel ist und bedeutet dass er mir besser gefallen hat als der Großteil an anderer Sachen die es so gibt. Höre das Theme auch immernoch recht häufig und gern, dann aber von moonbowmusic. Hisaishis Arbeiten auch großartig.

    Aber der eigentliche Inhalt und die Figuren...

    Kaguya kam ja im gleichen Jahr und da war Wind Rises schnell vergessen.

    skrbrst

  3. #3
    Regisseur Moderator Avatar von John McCane
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    AW: Kaze Tachinu (The Wind Rises)

    Zitat Zitat von Caliburn Beitrag anzeigen
    Aber der eigentliche Inhalt und die Figuren...

    Kaguya kam ja im gleichen Jahr und da war Wind Rises schnell vergessen.
    imo noch unter porco und ponyo bei mir, natürlich trotzdem ziemlich gut. auch mal gespannt was dich da so verzaubert hat
    Forget about Freeman

  4. #4
    Bob
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    AW: Kaze Tachinu (The Wind Rises)

    Ich finde das so schwer bei einem Film, der mich total begeistert hat, einzelne Punkte/Szenen/Aspekte zu nennen. Im Endeffekt macht es dann vor allem das Zusammenspiel aller gestalterischen und inhaltlichen Elemente, die einen Film subjektiv von 'sehr gut' nach 'perfekt/Meisterwerk' katapultieren. Eine Aufzählung ist dabei automatisch ungenügend oder eben eine Sisyphus-Arbeit, die am Ende auch nicht alles unter einen Hut bringen kann. Ich versuche trotzdem mal ein paar wenige Gedanken zum Film festzuhalten:

    - Auch wenn der Film eine bodenständige Geschichte erzählt, ist hier die gesammelte Magie von Miyazaki auffindbar. Der kurze Schwenk in die Kindheit mit der Schwester und eskapistische Träume besitzen Totoro-Flair, albtraumartige Katastrophen tendieren vielleicht mehr zu Chihiro, auch so genial das tolle 'verbale' Sounddesign dabei. Und klar, Flugzeug-Magie aus Porco.

    - Period piece around WW2, schreit nach einem tear-jerker à la Takahata's Fireflies, aber ordnet seine Geschichte keiner expliziten Message über Krieg unter, sondern folgt ganz eng und wertfrei seiner Hauptfigur. In dem Aspekt hat mich das ganze sehr an einen Roman von Hemingway erinnert, in Teilen (besonders am 'Zauberberg' / hier auch ein Schuss Casablanca) auch Graham Greene. Auf jeden Fall sehr literarisch angelehnt, auch wenn es keine Roman-Vorlage gab.

    - Zeichnungen so super schön und immer mit dezenten Spitzen versehen, die trotzdem das homogene Gesamtbild nicht zerstört haben. So zB der deutsche Spion (?) in dem Hotel, der karikaturartig wirkt im Gegensatz zu den anderen Figuren und damit so viel transportiert: Das Schlummern von mehr, gefährlichem Wissen hinter seinen großen Augen, der Reiz die Hauptfigur zu politisieren, aber dann doch das Ergötzen an dessen unbekümmerten, temporären Glück. Oder auch im gesamten immer diese schön dezenten Ambivalenzen der Figuren, wie der Chef, mit seiner strikten Art und auf der einen Seite leichten Erpressung mit Schutz durch Leistung, andererseits emotional bei der Hochzeit. Eigentlich lässt sich hier jede Figur vielfach begreifen, kein Gut und Böse etc., sondern lebendige Menschen. Und wie perfekt sich deren Innenleben mit ihrer zeichnerischen Gestaltung ergänzt.

    - Das fragmentarische Erzählen und wie scheinbar leicht Miyazaki diese Schwenks erzählt. Einerseits wimmelt es überall von Vorboten und Gleichnissen (das Zeichnen zwischen den Zugabteilen und das Kennlernen von Naoko mit dem anschließenden Erdbeben; später zeichnet Jiro erneut zwischen Zugabteilen wenn die Katastrophe wiederum Naoko betrifft; das unbeschwingte Spielen mit einem Papierflugzeug, das von dem Deutschen zerknüllt wird und der später für Jiro's politische Verfolgung verantwortlich sein wird), trotzdem fühlt sich alles so leicht verbunden an wie das Leitmotiv des Windes.

    Keine Ahnung, das macht nicht so viel Sinn zusammenhangslos herum zu stochern. Muss den noch ein paar Mal sehen. Auf Anhieb jedenfalls schon mal instant-classic, Meisterwerk, you name it. Ganz, ganz großartig.



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  5. #5
    Regisseur Avatar von Caliburn
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    AW: Kaze Tachinu (The Wind Rises)

    Ja, das Thema mag ich auch. Ich glaube aber Hisaishi hat da nicht viel mit zutun.


    skrbrst

  6. #6
    Bob
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    AW: Kaze Tachinu (The Wind Rises)

    But from that moment on, Hermione Granger became their friend.

  7. #7
    Regisseur Moderator Avatar von John McCane
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    AW: Kaze Tachinu (The Wind Rises)

    hm, kann nichts was du sagst hundertprozentig widersprechen und ich mochte den film eigentlich recht gerne. aber die hyperbolischen aussagen zur filmsprache kann ich irgendwie nicht teilen. imo schafft das jeder ghibli und kriegt trotzdem dazu noch nen interessanten oder zumindest aufregenderen plot rein. liegt vielleicht auch an meiner grundsätzlich problematischen einstellung zum "slice-of-life"-genre was bei mir nur bei ganz wenigen beispielen funktionierte (omohide poroporo).
    während in deiner deutung alle entscheidungen resonanz und relevanz hatten, wirkten bei meiner sichtung manche (wie der deutsche zB) fast ausgelutscht oder zu direkt/plump für nen ghibli. der film ist wohl auch teils daran schuld, dass ich insgesamt ein wenig an magischer anbetung ghibli's verloren habe. kaguya war da in den letzten jahren das einzige ding was ich wirklich als meisterwerk einstufen würde. aber ich freue mich trotzdem schon auf die rote schildkröte.
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