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Thema: Unsere im Oktober 2016 gesehenen Filme

  1. #1
    Hauptdarsteller Avatar von mortimer
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    Unsere im Oktober 2016 gesehenen Filme

    Rosen für den Staatsanwalt {1959 - Wolfgang Staudte} (6.5/10)
    Wirklich überzeugend fand ich diese, als Komödie angelegte Vergangenheitsbewältigung nicht.
    Dies liegt zum einen am fahrigen Drehbuch, zum anderen an einigen Fehlbesetzungen.
    Martin Held ist ohne Zweifel ein Lichtblick, aber Herr Giller wirkt überfordert in seiner Hauptrolle.
    Und ob die Sicht auf Frau van Bergens nackten Hintern so interessant ist, bleibt dahingestellt!
    Ein paar wenige Glanzlichter setzen in Nebenrollen Werner Fink und Wolfgang Neuss.

    Schtonk {1992 - Helmut Dietl} (9.5/10)
    Auch eine Art Vergangenheitsbewältigung, die hier allerdings hervorragend funktioniert.
    Das liegt nicht zuletzt an den glänzenden Schauspielern.
    Vorne weg Götz George, der sich gerade von seinem alter Ego Schimanski verabschiedet hatte.
    Eine rundum gelungene Satire!

    Mädchen, Mädchen {1967 - Roger Fritz} (6/10)
    Ambitionierter Film, der zu viel Potential verschenkt.
    Das Thema (Missbrauch von Schutzbefohlenen) wird nur oberflächlich behandelt,
    als hätte es den Machern an Mut gefehlt!
    Die stimmungsvollen schwarz/weiß Bilder können hingegen überzeugen.
    Auch den Zeitgeist spiegelt der Film ganz gut wieder.

    Tatort: Rattennest {1972 - Günter Gräwert} (7/10)
    Die Story (eine Rachegeschichte im Ganovenmilieu) dieses frühen Tatorts wirkt etwas konstruiert,
    das Flair und die Typen stimmen aber. Götz George als Lude muss man gesehen haben!
    Das Shaft-Thema zu verwenden ist allerdings schon etwas frech!

    The Wicker Man {1973 - Robin Hardy} (9.5/10)
    Ein sehr freakiger Film. Zeitweise fragt man sich, was die Macher wohl geraucht haben!
    Die Mischung aus Horror, Thriller und Musical funktioniert ausgezeichnet.
    Der gesehene "Final Cut" ist sehr stimmig geraten!
    Christopher Lee, der zeitlebens stolz auf diesen Film war, hat sichtlich Spaß an seiner Rolle!
    Toller Film, der noch länger nachwirkt!

    Harold and Maude {1971 - Hal Ashby} (10/10)
    "If you want to sing out, sing out ... And if you want to be free, be free
    'Cause there's a million things to be ... You know that there are"
    Geändert von mortimer (01.11.2016 um 11:52 Uhr)

  2. #2
    Regisseur Avatar von rushmore
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    AW: Unsere im Oktober 2016 gesehenen Filme

    Zitat Zitat von mortimer Beitrag anzeigen
    The Wicker Man {1973 - Robin Hardy} (9.5/10)
    Ein sehr freakiger Film. Zeitweise fragt man sich, was die Macher wohl geraucht haben!
    Die Mischung aus Horror, Thriller und Musical funktioniert ausgezeichnet.
    Der gesehene "Final Cut" ist sehr stimmig geraten!
    Christopher Lee, der zeitlebens stolz auf diesen Film war, hat sichtlich Spaß an seiner Rolle!
    Toller Film, der noch länger nachwirkt!
    Bei mir hat der Film anderes ausgelöst. Zwar bin ich durchaus der Meinung, dass er etwas besonderes ist und Atmosphäre hat. Die Musicalszenen habe ich allerdings durchwegs deplatziert gefunden und mich dadurch sogar teilweise fremdgeschämt. Meiner Meinung nach hätte der Film ohne diese Szenen gewonnen.

    Dass Lee auf diesen Film stolz war, habe ich auch mal irgendwo vernommen. Irgendwie merkwürdig trotzdem, dass er als politischer Rechtskonservativer an diesem doch eher hippiemässigem Streifen so Freude hatte...

  3. #3
    Hauptdarsteller Avatar von mortimer
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    AW: Unsere im Oktober 2016 gesehenen Filme

    Zitat Zitat von rushmore Beitrag anzeigen
    Dass Lee auf diesen Film stolz war, habe ich auch mal irgendwo vernommen. Irgendwie merkwürdig trotzdem, dass er als politischer Rechtskonservativer an diesem doch eher hippiemässigem Streifen so Freude hatte...
    War er das? Wusste ich gar nicht! Interessiert mich aber auch gar nicht so sehr!

  4. #4
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    AW: Unsere im Oktober 2016 gesehenen Filme

    0.5
    How to be Single (2015)
    Return to Sleepaway Camp (2008)
    Sleepaway Camp IV: The Survivor (2012)

    1
    Halloween 5: The Revenge of Michael Myers (1989)
    Halloween: The Curse of Michael Myers (1995)

    1.5
    Sleepaway Camp II: Unhappy Campers (1988)
    Killdozer (1974)

    2
    Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland (1989)
    Halloween 4: The Return of Michael Myers (1988)
    Fear City (1985)
    The Borderlands (2013)

    2.5
    Brother (2000)
    Halloween III: Season of the Witch (1982)
    The Purple Rose of Cairo (1985)
    The Shallows (2016)

    3
    Riot in Cell Block 11 (1954)
    Boomerang! (1947)
    Halloween II (1981)
    Planet of the Vampires (1965)
    The Wave (2015)
    Murmur of the Heart (1971)
    RoboCop 2 (1990)
    The Boy With Green Hair (1948)
    Nekromantik 2 (1991)

    3.5
    The Wild Child (1970)
    Tristana (1970)
    Another Way (1982)
    Storytelling (2001)
    Merrill's Marauders (1962)
    The Quiet Duel (1949)
    A Cold Night's Death (1973)

    4
    Castle of Purity (1973)
    The Servant (1963)
    The Baron of Arizona (1950)
    Listen Up Philip (2014)
    Ikarus XB 1 (1963)
    Land des Schweigens und der Dunkelheit (1971)
    Runaway Train (1985)

    4.5
    Fährmann Maria (1936)

    5
    The Innocents (1961)
    Dancing in the Rain (1961)

    Unbewertet: The Taking of Power by Louis XIV (1966), A Gentle Woman (1969), Dragon Ball Z: Resurrection 'F' (2015)

  5. #5
    Hauptdarsteller Avatar von mortimer
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    AW: Unsere im Oktober 2016 gesehenen Filme

    'The Purple Rose of Cairo' nur Mittelmaß?

  6. #6
    Regisseur Avatar von rushmore
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    AW: Unsere im Oktober 2016 gesehenen Filme

    Zitat Zitat von mortimer Beitrag anzeigen
    War er das? Wusste ich gar nicht! Interessiert mich aber auch gar nicht so sehr!
    Auf dem schweizer Sender srf2 haben sie nach seinem Tod einen Rückblick auf Lee ausgesendet. Da kam unter vielem anderen eben auch zur Sprache, dass er ein lebenslanger Tory war.

    Ich finde die politischen Ansichten in der Kunst- und Kulturszene teilweise schon noch interessant. Manchmal bin ich dann auch überrascht, wie manche Kunstschaffende in diesem Metier, das sich doch so nach aussen öffnet, dermassen konservativ und rechts sein können und wie sie dann zum Beispiel mit Drehbuchautoren oder Regisseuren klarkommen, die auf der anderen politischen Seite anzusiedeln sind.

  7. #7
    Regisseur Avatar von rushmore
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    AW: Unsere im Oktober 2016 gesehenen Filme

    Zitat Zitat von Fabian Beitrag anzeigen
    5
    The Innocents (1961)
    Hier hat aber jemand meine vollste Unterstützung!

  8. #8
    Regisseur Avatar von rushmore
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    AW: Unsere im Oktober 2016 gesehenen Filme

    Kino:

    The Beatles: Eight Days a Week - The Touring Years / Ron Howard / Grossbritannien - USA 2016 / 2

    (Schöne, chronologische Zusammenstellung der Beatles-Jahre. Allerdings bringt der Film keinerlei Neuigkeiten ans Licht, die man als Beatles-Fan nicht schon kennen würde)

    Looking Like My Mother / Dominique Margot / Schweiz 2016 / 2

    (Dokumentarfilm einer schweizer Filmemacherin, in welchem sie ihre Jugend und die Zeit mit ihrer manisch-depressiven Mutter verarbeitet)

    Frantz / François Ozon / Frankreich - Deutschland 2016 / 2

    (Betuliches Drama um einen französischen Soldaten, der kurz nach dem ersten Weltkrieg die Verlobte desjenigen deutschen Soldaten aufsucht, den er in einem Schützengraben erschossen hat. Trotzdem er ihr nach anfänglichen Lügen eingesteht, ihren Verlobten erschossen zu haben, beginnt sie Gefühle für den Franzosen zu entwickeln. Zwar sind die schwarz-weiss-Bilder sehr schön anzusehen und der Film ist auch sehr subtil. Aber der Story mangelt es doch teilweise etwas an Glaubwürdigkeit. Insbesondere im Hinblick auf das Jahr, in welcher die Geschichte spielt)


    BR/DVD:

    House of Cards (Die komplette vierte Season) / Jakob Verbruggen, Kari Skogland, Robin Wright, Alex Graves, Tom Shankland, Tucker Gates / USA 2016 / 1

    (Auch die vierte Staffel kann ihre hohe Spannung halten. Die ganze DarstellerInnen-Schar und die DrebuchautorInnen leisten einmal mehr grandiose Arbeit. Leider sind manche Teile auch deutlich brutaler in Sachen gezeigter Gewalt als die früheren Teile. Inhaltlich ist das Ganze ekelerregender als jeder Splatterfilm. Die Realität soll ja jeweils schlimmer sein, als ein Film. Ja, wie denn das? Wie soll das denn noch möglich sein? Wie kann man eigentlich von der (Spitzen)Politik erwarten, dass die VertreterInnen regieren, wenn die doch quasi rund um die Uhr damit beschäftigt sind, denjenigen immer ein Schritt voraus zu sein, die sie stürzen wollen? Und ich frage mich auch langsam, ob das nun eine Endlos-Serie wird oder ob die auch mal ein Ende hat. Wahrscheinlich wird sie erst enden, wenn Lady Macbeth auf dem Präsidentenstuhl sitzt...)

    Die Lügen der Sieger / Christoph Hochhäusler / Deutschland - Frankreich 2014 / 1

    (Hochspannender und verwirrender, dabei nie gewaltätiger Verschwörungsthriller in bester 70er Manier. Die hervorragende Kameraarbeit, der merkwürdige Schnitt und die geniale Filmmusik lassen einen ziemlich verunsichert zurück. Wohl einer der Top-Filme dieses Jahres!)

    Quelques heures de printemps / Der letzte Frühling / Stéphane Brizé / Frankreich 2012 / 1

    (Der Meister des Alltags Stéphane Brizé zeigt erneut seine grosse Stärke und lässt uns an der schwierigen Beziehung eines 48-jährigen Mannes zu seiner krebskranken Mutter teilhaben. Selbst als die Mutter, von ihrem Sohn begleitet, zu einer Sterbeorganisation in die Schweiz fährt und auf dem Sterbebett eine Versöhnung angedeutet wird, bleiben die Gefühle ambivalent. Vincent Lindon als ungeschliffener, wortkarger Typ und Hélène Vincent als unnahbare Mutter sind eine grandiose Besetzung. Ob die sensiblen Szenen zwischen der Mutter und ihrem alten, freundlichen Nachbarn oder die verletzenden Szenen zwischen ihr und ihrem Sohn, der Film strahlt eine zärtliche Wucht aus, die einem den berühmten Kloss im Hals zurücklässt. Das ist dieses starke, sozialkritische Kino, das offenbar nur europäische Regisseure so richtig drauf haben. Und Brizé kann machen, was er will. Es kommt immer ein sehenswerter Film dabei raus! Interessant auch, dass Nick Caves Soundtrack von "The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford" übernommen wurde und diese Musik in einem stillen französischen Drama genauso wirkt wie in einem epischen Western...)

    Regression / Alejandro Amenábar / Spanien - Kanada 2012 / 1 - 2

    (Paranoia-Horror von Amenábar. Äusserst spannend treibt der Film vom Thriller über Horror bis er bei der Auflösung beim Drama landet. Hätte die Auflösung nicht stattgefunden, wäre noch ein Höchstmass an Irritation zurückgeblieben. Funktioniert mehr auf psychologischer Ebene und hat kaum Gewaltszenen. Trotzdem nichts für Zartbeseitete (wie mich) )

    Bridgend / Dorf der verlorenen Jugend / Jeppe Rønde / Dänemark - Grossbritannien 2015 / 1 - 2

    (Psychedelischer, fast transzendierender, dabei rauher und manchmal schwer erträglicher Film über die vielen Suizide von Jugendlichen in der südwalisischen Stadt Bridgend. Dabei ist Rønde ehrlich genug, keine Antworten zu präsentieren, sondern durch viele kleine Andeutungen eine Annäherung an die tristen Vorkommnisse zu finden. Es scheint keine Verbindung mehr zu geben zwischen Eltern und ihren Kindern. Die graue Stadt gibt den Jugendlichen keine Zukunftsperspektiven. Das wirkt wie ein typisches britisches Arbeiterdrama. Auf der anderen Seite ist der dem Städtchen angrenzende Wald mit seinem Teich, der den Jugendlichen für okkultes Treiben (lassen) dient. Hier geht der Film eher in Richtung Mystery-Thriller und wirkt unheimlich. Die Verbindung dieser Genres ist extrem schwermütig, gespenstisch und teilweise quälend eindringlich. Es bleiben letztlich doch Fragen offen, die nicht beantwortet werden (können). Das ist ehrlich, denn die unheimliche Selbstmord-Serie in Bridgend ist bis heute nicht geklärt)

    The World's Fastest Indian / Mit Herz und Hand / Roger Donaldson / Neuseeland - USA 2005 / 3

    (Letztlich halt auch wieder ein Superhelden-Film, auch wenn der Superheld hier 63 Jahre alt ist und 1962 den Geschwindigkeits-Weltrekord für Motorräder aufstellt. Leidlich charmant durch Anthony Hopkins. Ansonsten nichts allzu besonderes)

    Schmitke / Stepan Altrichter / Deutschland - Tschechei 2014 / 2

    (Der alternde Ingenieur Julius Schmitke aus Deutschland muss für Reparaturarbeiten an einem alternden Windrad in das tschechische Erzgebirge. In der kleinen tschechischen Ortschaft muss sich Schmitke nicht nur mit der Mentalität der Menschen auseinander setzen. Sein Arbeitskollege Thomas verschwindet über Nacht spurlos. Das Windrad will sich partout nicht reparieren lassen und drönt Tag und Nacht laut wie ein röhrender Hirsch über die Ortschaft hinweg. Überdies verweigert das Navigationsgerät seines Geschäftsautos auf den Waldwegen immer mehr seinen Dienst und schliesslich zieht ihn der dichte Wald immer mehr in den Bann. Am Schluss wissen wir nicht mehr, was Wirklichkeit und was Traum ist und ob es nicht Schmitke war, der verschwunden ist. Zwar merkt man dem Film an, dass er ein Erstlingswerk ist. Die Verbindung von Tragikkomik und Mystik gelingt nicht immer. Insgesamt aber ist der Film eine schöne und ruhige Phantasie-Komödie mit einem Hauptdarsteller, der sich kaum aus der Ruhe bringen lässt)

    Olive Kitteridge / Lisa Cholodenko / USA 2015 / 1 +

    (Dieser Vierteiler gehört zum Besten, was ich je gesehen habe. Die Handlung spielt über mehrere Jahrzehnte und beginnt in den 70ern. Frances McDormand, die ich schon immer gerne gesehen habe, dürfte hier die Rolle ihre Lebens bekommen haben. Besser war sie wohl nie. Dabei ist ihr Charakter ganz schwierig angelegt. Mit ihrer offenen, manchmal misanthropischen, manchmal einfühlsamen Art, macht sie es den Zuschauern wohl sehr schwer, sie zu mögen oder zu verabscheuen. Das gleiche gilt aber, wenn auch nicht in diesem Ausmass, für viele andere Charaktere in der Serie. Richard Jenkins, den ich auch sehr gerne sehe, spielt den ruhenden Pol absolut hinreissend! In Nebenrollen brillant besetzt: Peter Mullan und Bill Murray. Diese Miniserie ist schlicht und einfach total ehrlich. Sämtliche Charaktere scheinen wie aus dem Leben gegriffen, sind nie überzeichnet, weder gut noch schlecht. Dabei scheinen quasi alle einen psychischen Knacks zu haben. Frederick Elmes zaubert eher Kino- als Fernsehbilder. Carter Burwell zaubert eine ganz unaufdringliche, sensible Musik. Es muss aber auch gesagt sein, dass die Teile in ihrer Todtraurigkeit manchmal schwer zu ertragen sind. Vor allem der erste Teil, der in den 70ern spielt, hat mich schwer melancholisiert. Vielleicht durch das Foreshadowing auf das, was da noch kommen sollte. Hatte jedenfalls einen Riesenkloss im Hals. "Olive Kitteridge" ist die zweitbeste TV-Serie, die ich kenne. Gleich nach "Mit meinen heißen Tränen" von 1986!)

    Die Sturmflut / Jorgo Papavassiliou / Deutschland 2006 / 4

    (Eher öder Zweiteiler über die Sturmflut Anfang 1962 in Hamburg. Wir bekommen zwar durchaus ein paar Hintergründe mit, warum die Flut so schwere Schäden anrichten konnte. Der Drehbuchschreiber hat sich aber eher auf die Einzelschicksale konzentriert. Da wäre nichts gegen einzuwenden, wenn diese nicht so extrem clichiert daherkämen. So haben wir den sanften Macho (natürlich Benno Fürmann), der seine Geliebte (schön, wie immer: Nadja Uhl) vor ihrer Hochzeit mit einem Oberarzt (Jan Josef Liefers) retten will und dann auch noch ihr Leben und das ihres Sohnes, der sich als sein Sohn herausstellt, rettet. Dann haben wir den langhaarigen Bruder der Hauptdarstellerin, der von seinem Vater verachtet wird, weil er "Negermusik" machen will, aber dann von eben diesem Vater aus den Fluten gerettet wird, woraufhin der Vater in den Armen des Sohnes stirbt etc. etc. Ich will hier nicht alle Clichés auflisten. Wenn man doch aber wenigstens auf die Hochschwangere verzichtet hätte, die von dem langhaarigen Sohn gerettet wird. Na ja, irgendwann kommt dann Innensenator Helmut Schmidt angetrappst, überschreitet seine Kompetenzen und rettet, was zu retten ist. Die Dialoge sind pathetisch. Immerhin ist das alles oberflächlich spannend gemacht. Das Schlimmste aber ist die grosse hollywoodsche Musik, die direkt aus einem Roland Emmerich- oder Michael Bay-Film kopiert worden zu sein scheint und im übelsten underscoring über fast jede Szene geträufelt wird)

    Wer früher stirbt, ist länger tot / Marcus Hausham Rosenmüller / Deutschland 2006 / 2 - 3

    (Teilweise sensibler, überwiegend aber eher grober Humor aus Bayern. Es geht um einen Elfjährigen, der sich für den Tod seiner Mutter verantwortlich fühlt und aus diesem Grund ungewollt viel Schabernack in seinem Wohnort anrichtet. Ganz unterhaltsam und witzig, aber kein Film für die Insel)

    Bleak Moments / Freudlose Augenblicke / Mike Leigh / Grossbritannien 1971 / 1 - 2

    (Leighs Debut über Menschen, die aus ihrer Einsamkeit ausbrechen möchten, es aber nicht schaffen, sich anderen zu öffnen. Kommen sie zusammen, herrscht betretenes Schweigen. Niemand kann oder will auf den anderen zugehen. Die dabei entstehenden Situationen sind dermassen qualvoll anzusehen, dass man verzweifelt versucht, sich an irgendetwas im Bild zu klammern, damit man nicht den letzten Rest Glauben an die Menschheit verliert)
    Geändert von rushmore (01.11.2016 um 18:46 Uhr)

  9. #9
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    AW: Unsere im Oktober 2016 gesehenen Filme

    *

    -

    *1/2

    Freeze Frame (John Simpson, 2004)°

    **

    Passenger 57 (Kevin Hooks, 1992)
    Night of Dark Shadows (Dan Curtis, 1971)°
    Four for Texas (Robert Aldrich, 1963)°
    Thunder over the Plains (André de Toth, 1953)°

    **1/2

    World War Z (Marc Forster, 2013)°
    Soylent Green (Richard Fleischer, 1972)°
    Der Schatz im Silbersee (Harald Reinl, 1962)°
    Voici le temps des assassins (Julien Duvivier, 1956)°
    La vielle dame indigne (René Allio, 1965)°
    From Hell (The Hughes Brothers, 2001)°
    Sie nannten ihn Gringo (Roy Rowland, 1965)°
    Mississippi Burning (Alan Parker, 1988)°
    The Ghost Writer (Roman Polanski, 2010)° [Mit Tendenz zu ***]

    ***

    How the West Was Won (Henry Hathaway / John Ford / George Marshall, 1962)°
    Coma (Michael Crichton, 1978)
    The Candidate (Michael Ritchie, 1972)°
    McLintock! (Andrew V. McLaglen, 1963)°
    Limonadovy Joe (Oldrich Lipsky, 1964)°
    Cheyenne Autumn (John Ford, 1964)°
    Rio Conchos (Gordon Douglas, 1964)°
    Se7en (David Fincher, 1995)
    Sierra Chariba (Sam Packinpah, 1965)°
    The Street With No Name (William Keighley, 1948)°
    Wake in Fright (Ted Kotcheff, 1971)°
    Woswraschtschenije (Andrej Swjaginzew, 2003)°

    ***1/2

    Whiplash (Damien Chazelle, 2014)°
    Flight of the Phoenix (Robert Aldrich, 1965)°
    Hud (Martin Ritt, 1963)°
    The One That Got Away (Roy Baker, 1957)°
    Per un pugno di dollari (Sergio Leone, 1964)
    Zulu (Cy Endfield, 1964)°
    The Adventures of Robin Hood (Michael Curtiz / William Keighley, 1938)°

    ****

    -
    [Sicherlich gibt es oben Kandidaten für ****, aber bei einer Erstsichtung (°) tue ich mich oft schwer, die Höchstwertung zu vergeben.]

  10. #10
    Hauptdarsteller Avatar von mortimer
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    AW: Unsere im Oktober 2016 gesehenen Filme

    Zitat Zitat von mondegreen Beitrag anzeigen
    **1/2)
    Mississippi Burning (Alan Parker, 1988)°
    Auch hier überrascht das Mittelmaß!
    Ein ganz starker Film!

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