Tangerine features acting newcomers Mya Taylor and Kitana Kiki Rodriguez as trans sex workers on a Christmas Eve odyssey through the streets of LA.
regisseur und autor sean baker haben Tangerine komplett mit (modifizierten) iphones gefilmt, wodurch der film semi-dokumentarisch wirkt und die kamera noch losgelöster als beispielsweiser bei einer DSLR ist. gedreht wurde ausnahmslos in den stadtteilen los angeles', die zu den heruntergekommeneren orten der metropoloe gehören. dort leben insbesondere viele in armut lebende jugendliche aus dem mittleren westen, die auf der suche nach ihrem traum einer hollywood-karriere dort gescheiert und gestrandet sind.

Tangerine bietet ein groteskes städteporträt, denn alle farbkontraste wurden bis zum äußersten erhöht, sodass die ohnehin schon bunten gebäudefassaden, die straßenschilder, die großflächenplakate und die grellen klamotten der prostituierten regelrecht glühen. neben der sehenswerten optik und dem treibenden elektro-soundtrack, wirkt der film durch das glaubhafte spiel der (zum teil auch laien-)darsteller von der ersten sekunde an lebendig. der schnelle erzählrythmus mitsamt einem nur auf den ersten blick unzusammenhängenden wechsel zwischen zwei handlungsebenen sorgt zudem dafür, dass man dieser im kern gewöhnlichen geschichte mit für viele zuschauer ungewöhnlichen menschen aufmerksam bis ans ende folgt.

im anschluss noch ein lesenswerter artikel über die kameraarbeiten: Tangerine Dream: how an award-winning movie was shot on an iPhone 5S | TechRadar