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Thema: Ex Machina

  1. #1
    Bob
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    Ex Machina



    Sehr netter, britischer Sci-Fi-Beitrag zum Thema A.I.
    Der Film verliert keine Sekunde seine Geschichte zu erzählen, zieht einen binnen weniger Minuten in seinen Bann und verwöhnt durchweg mit einer äußerst galanten Ausführung. Oscar Isaac's Figur bringt noch ein wenig Humor mit ins Spiel und am Rande werden ein paar theoretische Sci-Fi-Aspekte diskutiert. Eigentlich ist das ja alles ziemlich awesome, aber irgendwie war mir das alles dann doch schon ein wenig zu kurzweilig. Will sagen, wenn nach dem schön konsequenten Ende der Abspann herunter rollt, hat der Film wohl alles erreicht, was er wollte, und dabei auch seine verdammt elegante (und so erfrischend ausgeleuchtete) Form durchweg bewahrt, aber mir fehlte hier irgendwas eindringliches oder relevantes zum Verdauen. Aber das ist wohl Beanstandung auf hohem Niveau.
    Fand ihn besser als Her, aber nicht so gut wie Be Right Back aus Black Mirror.
    But from that moment on, Hermione Granger became their friend.

  2. #2
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    AW: Ex Machina

    Hat mir damals im Kino auch sehr gut gefallen. Mehr als solides Debüt(?), wobei mich das Ende doch etwas enttäuscht hat, weil diesem jegliche Originalität abhanden gekommen war.
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

  3. #3
    Bob
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    AW: Ex Machina

    Ja, war seine erste Regie-Arbeit. Wobei jetzt nicht wirklich unerfahren durch screenplays und producing. Trotzdem auf jeden Fall ein starker Einstieg, gerade das handling der Natur befüllten exterior shots und den schlichten Innenräumen, und die generelle Wirkung des Lichts dabei.
    'Originalität' ist so eine Sache, es kommt IMO immer darauf an, wie man etwas umsetzt und weniger was. Was hat dich denn am Ende gestört? Ich fand zB eines (oder war es das?) der finalen Schlussbilder ziemlich cool, mit der auf dem Kopf stehenden Kamera und den Schattenspielen auf dem Asphalt.
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  4. #4
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    AW: Ex Machina

    war etwas vorhersehbar und zum schluss etwas übertrieben. war mir wieder zu brutal und spannend. ich mag es doch ruhiger
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

  5. #5
    Bob
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    AW: Ex Machina

    Entgegen meiner Annahme, dass der Film mit den End-Credits mich nicht weiter beschäftigen würde, musste ich heute permanent an diese Szene denken und wie geil ich sie fand:

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  6. #6
    Admin Avatar von Matt
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    AW: Ex Machina

    out of nowhere & pure genius
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  7. #7
    Admin Avatar von Matt
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    AW: Ex Machina



    natürlich hat das wer auf yt geladen
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  8. #8
    Zuschauer Avatar von Butterkugel
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    AW: Ex Machina

    Großartige Szene. Ich finde, sie wirkt auf den ersten Blick noch recht bizzar und man weiß nicht genau, was man damit anfangen soll. Aber sie sagt meiner Meinung nach wieder viel über Oscar Isaacs Figur aus.

    Der Film ist im Moment immer noch einer meiner Lieblingsfilme des Jahres. Filme wie dieser und Miniserien wie Black Mirror lassen mich immer wieder hoffen, dass es in nächster Zeit immer wieder mal kleine Sci-Fi Filme geben wird, die sich was trauen.

  9. #9
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    AW: Ex Machina

    Gesehen und für gut befunden!

    @Bob: Bin mir nicht sicher, ob ich deine leichten Vorbehalte richtig interpretiere, denn ich hatte (ähnlich wie du?) zwischendurch das Gefühl, dass der Film in punkto Cleverness nicht ganz an die intendierte Cleverness der von Oscar Isaac verkörperten Figur heranreicht. Anders formuliert: für einen Sci-Fi-Film mit philosophischem Einschlag ist Ex_Machina ziemlich straight, jedenfalls ist es nicht so, dass einem ständig der Teppich unter den Füßen weggezogen wird.

    Das soll aber keine böse Kritik sein. Ich fand den Film wirklich sehr gelungen und
     
    gefallen hat mir auch das (für die Menschen) böse Ende, hatte ich doch in den letzten Sekunden fast schon "befürchtet", der junge Programmierer könnte noch aus der Festung fliehen.


    Zitat Zitat von rushmore Beitrag anzeigen
    Heißeste Performance

    Alicia Vikander (Ex_Machina)
    Joar, kann man so sehen.

  10. #10
    Bob
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    AW: Ex Machina

    Zitat Zitat von mondegreen Beitrag anzeigen
    @Bob: Bin mir nicht sicher, ob ich deine leichten Vorbehalte richtig interpretiere, denn ich hatte (ähnlich wie du?) zwischendurch das Gefühl, dass der Film in punkto Cleverness nicht ganz an die intendierte Cleverness der von Oscar Isaac verkörperten Figur heranreicht. Anders formuliert: für einen Sci-Fi-Film mit philosophischem Einschlag ist Ex_Machina ziemlich straight
    Würde ich auch so sehen. Wobei ich ihn jetzt nur einmal gesehen habe und mir nicht 100%ig sicher bin, ob der Film nicht doch noch mehr gewinnt, wenn man ihn öfters betrachtet. Rückblickend habe ich den Film jedenfalls in Erinnerung wie eine äußerst elegante Inszenierung einer Folge OUTER LIMITS (das kanadische Remake), inklusive Fembot-Exploitation und einem alternativen Ende.
    Ich finde es aber auch allgemein schwierig zu bestimmen, wann ein Film sein 'Potential ausnutzt' und wann nicht. Ich finde das kann man immer schön bei den aktuellen Rezensionen des jeweils neusten Film von Christopher Nolan beobachten. Irgendwas muss der Mann innerhalb seiner Filmographie 'verbrochen' haben, dass sich jeder selbsternannte Experte der Physik / Psychologie / Filmgeschichte / whatever darauf stürzt und versucht ihm das Fundament zu entreißen. Während eine Seite weiter irgendein campy Superhelden-Film mit 80% durch gewunken wird (ich darf das abfällig sagen, da ich selbst großer Fan dieser Filme bin ).
    Ich denke zwar schon, dass es durchaus Fälle gibt, in denen ein Script mehr versucht zu stemmen, als ihm möglich ist und die angesprochenen Themen zu einer Farce verkommen, aber meist kann man das dann auch relativ objektiv bestimmen, etwa wenn Handlungs-/Themen-Fäden ins Leere verlaufen oder grobschlächtig aufgegriffen werden.
    Den Vorwurf würde ich Ex Machina jetzt nach dem ersten Sehen mal nicht machen. Gerade das locker lustige Spiel von Isaac oder die gelobte Tanz-Szene suggerieren mir hier mehr einen Film mit großem Unterhaltungswert und weniger einen analytischen Tarkovski à la Solyaris. Ich denke das "Problem" ist, dass der Film eine Menge interessanter Diskussions-Angebote (Gender, A.I.) macht, sie aber nicht ausformuliert, sondern zielstrebig auf sein Ende hinarbeitet. Ich glaube man kann ihm das aber nicht wirklich zum Vorwurf machen.
    But from that moment on, Hermione Granger became their friend.

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