Das ist einer dieser Filme wie Dune, dich ich gefühlte hundert Mal beginnen und wegen irgendwelchen Gründen vorzeitig beenden musste. Das wird dann irgendwann mühselig, überhaupt noch Zugang zum Film zu finden. Insofern ist mein Eindruck hier aufgrund äußerer Umstände etwas zu getrübt.
Ich bin zwar einverstanden mit seiner Wichtigkeit für den Italo-Western oder den Helden-Typus an sich, aber das hilft mir dann letztendlich auch nicht dabei, den Film besser zu finden als ich es tue. Ein Vergleich zu The Magnificent Seven drängt sich auf, da beide auf Filmen Kurosawa's basieren. Während in den Mag Seven der inszenatorische Transport mit hochbezahlten Stars und Konventionen aufgefüllt wird, leistet Fistful Dollars um Welten mehr, indem der Grundstein für Leone's Inszenierung, mit ihren ganzen close-up's, dem verdreckten, der wunderbaren Musik durch Morricone und vielen weiteren Merkmalen, gelegt wird. Ich sage mal Mag Seven vs. Fistful geht 0:10 aus.
Aber es wirkt leider alles noch ein wenig unausgereift, unbeholfen. Auch wie sich die Gewalt-Spirale überhaupt entwickelt und dermaßen drastisch endet, hinterlässt einen faden Nachgeschmack. Eastwood spielt und sieht einfach cool aus, wirkt aber noch nicht so ausbalanciert und sicher wie in den Nachfolgern, dafür scheint Gian Maria Volonté in jeder Sekunde screentime.
Fistful ist sicherlich ein guter Western und leidet (bei mir) wahrscheinlich am meisten noch darunter, dass die folgenden Western von Leone einfach so viel großartiger ausfallen sollten.