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Thema: Gwendoline

  1. #1
    Regisseur Avatar von TheUsualSuspect
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    Gwendoline

    Gwendoline


    Frankreich 1984 / R: Just Jaeckin / D: Tawny Kitaen, Brent Huff, Zabou Breitman





    "Die endgültige erotische Erfahrung", prangt als Teaser auf einem der diversen illustren Plakate zum Film Gwendoline. Von den Plakaten gibt es einige recht unterschiedliche Varianten, aber alle scheinen irgendwelche schwülstige, sinnliche, fetischorientierte Assoziationen wecken zu wollen. Dazu zeichnet als Regisseur und Drehbuchautor kein geringerer als Just Jaeckin verantwortlich, der doch schon so einschlägige Filme wie Emmanuelle, Geschichte der O oder Lady Chatterley's Liebhaber mit hauchartigem weichzeichnendem Schleier versah, der sich sanft zwischen die Lenden der (meist männlichen) Zuschauer legen sollte.

    Die Klosterschülerin Gwendoline ist gemeinsam mit ihrer Zofe Beth in einer Transportkiste nach Asien abgehauen, um dort nach ihrem einem seltenen Schmetterling jagenden Vater zu suchen. Mit einigen Tricks erwerben sie sich die Hilfe des Abenteurers Willard und begeben sich auf eine gefährliche Reise...

    Während der erste Eindruck verstärkt nach Softporno schreit, beginnt Gwendoline zuallererst viel mehr wie eine Abenteurer-Geschichte im Stil eines Groschenromans. Quatermain-ähnlich macht man sich auf eine Mission in gefährliche Gebiete auf, um dort den Vater der Titelheldin und sein Vermächtnis zu suchen. Ausgeschmückt wird das mit verschiedenen Klischees und Blödeleien. Die deutsche Synchro trägt ihr Scherflein dazu bei. Nachdem man in exotischere Gebiete vorstösst wird die Angelegenheit um einiges abgefahrener. Hier wird es ein klein wenig mehr sexy und kinky, wenn sich die abenteuerlichen Ereignisse in geschmeidigen Haut-und-Lederphantasien weiter spinnen.

    Richtig drastisch wird es allerdings nie. Gwendoline ist mehr Edel-Trash als Sleaze. Dafür ist der Erzählstil zu leicht und die Szenen mit nackter Haut zu künstlerisch angehaucht. Mehr als ein paar einzelne Brutalitäten, einige nackte Brüste und Hinterteile und etwas Bondage sowie S/M-Zauber gibt es nicht. Die Mischung wirkt eher kurios als skandalträchtig. Eine amüsante Barbarella-Quatermain-Emanuelle-Variante.
    "Sometimes, when you bring the thunder, you get lost in the storm."

  2. #2
    Regisseur Avatar von soulassassin
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    AW: Gwendoline

    Ach Usual... deine Filmauswahl ist alles andere als usual und das ist soooo erfrischend. ich frage mich immer wie du es bei all den trashigen Filmen überhaupt noch schaffst aktuell immer auf dem laufenden zu sein und zudem auch "ältere" "normale" Filme zu gucken. Ich bin Jacks blanker Neid. Naja, wollt ich schon lange mal loswerden... bitte weitermachen.
    "Ich hab drei Kinder und kein Geld! Warum hab ich nicht keine Kinder und drei Geld?!" - Homer Simpson

  3. #3
    Regisseur Avatar von TheUsualSuspect
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    AW: Gwendoline

    Hrrrhrr! Und Mutti sagte noch: Junge, was kuckst du da für einen Schund.
    "Sometimes, when you bring the thunder, you get lost in the storm."

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