Ravn ist Eigentümer einer kleinen dänischen IT-Firma. Gegenüber seinen Angestellten gibt er sich als Stellvertreter des von ihm erfundenen „Direktøren for det hele“, des Chefs des Ganzen, aus, der in den USA lebe. So kann der konfliktscheue, bei der Belegschaft als Knuddelbär beliebte Ravn unpopuläre Entscheidungen auf seinen „Chef“ abschieben [somit] [...] engagiert Ravn den arbeitslosen Schauspieler Kristoffer für den Auftritt und stattet ihn mit einer Prokura aus. - The Boss of It All

Bisher der schwächste Film, den ich von Lars Von Trier gesehen habe, wobei er in seinen stärksten Momenten wiederum ziemlich lustig geraten ist. Den Hauptdarsteller Jens Albinus verbinde ich am meisten mit seiner steifen, eigenbrötlerischen Rolle aus der Krimiserie Ørnen (Der Adler), weswegen mich sein drolliges Auftreten in diesem Film sehr positiv überrascht hat. Der Plot an sich ist eigentlich super witzig und in den ersten 20 Minuten läuft das Ding auch noch sehr unterhaltsam über die Bühne. Leider ließ es sich Von Trier nicht nehmen, seinen typischen Hang zur Dekonstruktion von Genre-Konventionen auszuleben, was in meinen Augen dem Film leider keinen neuen Layer verlieh, sondern immer dann abbremst, wenn es gerade wieder anfängt Spaß zu machen. Auf mich hat das etwas unsicher gewirkt, als wolle er bloß nicht Gefahr laufen, etwas reinrassiges zu drehen, über das am Ende auch noch möglichst viele Leute lachen können. Sehr schade irgendwie. Deswegen bin ich hier auch mal dem geplanten US-amerikanischen Remake nicht abgeneigt, das zudem noch unter der Leitung von Arrested Development Macher Mitchell Hurwitz entstehen soll, dem die Story meiner Meinung nach auf den Leib geschneidert ist.
Also bisweilen sehr vergnüglicher Film, toller Albinus, leider in der Gänze intellektuell verbaut und das Remake wird bestimmt richtig klasse.