Schoener leiser Film ueber ein aktuelles Thema. Mein Kommentar:

Ein Maerchen. Ich finde die Kritiken an diesem Film teilweise ignorant, teilweise sind sie auch einfach falsch. Und dennoch kann ich die Kritik verstehen, denn nicht alles macht Sinn. Der Wandel vom Saulus zum Paulus. Das ist immer schwierig und waere es nicht interessanter gewesen, den Film nach dem Twist enden zu lassen? Auch sie die Figuren teilweise nicht komplett stringent. Wenn Steve wirklich so abgezockt ist, dass er einen Job in New York bekommt, wie kann es dann sein, dass er sich so hinter das Licht fuehren laesst? Vielleicht soll hier suggeriert werden, dass er doch noch nicht so ganz verloren ist. Spannend an dem Film ist, dass es keine einfachen Antworten gibt. Ja, Fracking ist schlecht. Kein Zweifel. Aber: Die Situation der Menschen ist ebenfalls schlecht. Der Film schafft es nahezu ueber die gesamte Spielzeit klar zu machen, dass es beide Seiten der Medallie gibt. Antworten hat er nicht. Muss er auch nicht haben, denn die Realitaet hat sie ja auch nicht. Es bleibt ein moralischer Zwiespalt und sehr man moechte, dass man auf der richtigen Seite steht, noch ist nicht definiert was wirklich richtig ist. In diesem Zuge moechte ich uebrigens auessern, dass ich freilich ein Gegner des Fracking bin, aber jeden verstehen kann, der sich daran beteiligt. Wenn er denn nicht, wie Paul einen Sportwagen vom Gewinn kauft. Am Ende schickt der Film einen mit einem guten Gefuehl nachhause, es ist schoen, dass es sowas gibt, es macht mir Hoffnung. Ob es nicht doch Fantasie ist, das sei mal dahingestellt.