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Thema: Argo

  1. #1
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    Argo




    Director:

    Ben Affleck


    Writers:

    Chris Terrio (screenplay)
    Joshuah Bearman (article)


    Cast

    (in credits order)



    Zitat Zitat von IMDB
    In 1979, the American embassy in Iran was invaded by Iranian revolutionaries and several Americans are taken hostage. However, six manage to escape to the official residence of the Canadian Ambassador and the CIA is eventually ordered to get them out of the country. With few options, exfiltration expert Tony Mendez devises a daring plan: to create a phony Canadian film project looking to shoot in Iran and smuggle the Americans out as its production crew. With the help of some trusted Hollywood contacts, Mendez creates the ruse and proceeds to Iran as its associate producer. However, time is running out with the Iranian security forces closing in on the truth while both his charges and the White House have grave doubts about the operation themselves.
    Hätte man vor fünf Jahren gesagt "Ben Affleck hats halt einfach drauf", dann wären einem sicherlich die Kommentare um die Ohren geflogen. Seit Gone Baby Gone hat sich diese Meinung revidiert, denn ungeachtet von seinem schauspielerischen Talent serviert er uns mit Argo nun nicht nur seinen bislang besten Film, sondern setzt dabei seine eindrucksvolle, perfekte Serie auf dem Regiestuhl fort. Das größte Lob dabei gleich vorweg: Während sich die meisten Regisseure bei einem solchen Mix gerne verheben, gelingt es Affleck einen hochspannenden Politthriller zu inszenieren, der den Zuschauer angespannt an den Fingernägel kauen lässt und dabei sein Publikum gleichzeitig mit dieser absurden wahren Begebenheit immer wieder mit humoristischen Brüchen unterhalten kann ... ohne dass diese dabei auch nur im Ansatz unpassend oder gestellt wirken. Im Grunde hat Argo (sieht man einmal davon ab, dass von der wahren Geschichte wenig übrig blieb) keinerlei Schwächen, ist perfekt ausgestattet, lebt dabei von seiner tollen Idee und ist wohl mit das Spannendste was es in den letzten 1 - 2 Jahren in die deutschen Kinos geschafft hat. Definitiv ein Must-See!
    Geändert von KeyzerSoze (26.11.2012 um 13:39 Uhr)

  2. #2
    Regisseur Avatar von Jackie Flannery
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    AW: Argo

    Für mich eine argo Enttäuschung. "facepalm"

    Aber im Ernst, wahrscheinlich lag es an den zu hohen Erwartungen, aber ich fand den Film enttäuschend für einen Anwärter auf den Titel, Bester Film des Jahres. Am besten ist der Film, wenn die Kamera auf den amerikanischen Botschaftsflüchtlingen hängen bleibt, die allen voran Scoot McNairy einen sehr guten Job machen. Goodman und Arkin, der alle guten Dialogzeilen bekommt, sind gewohnt solide, aber für mich sind das keine Galavorstellungen.

    Affleck Regie weiss zu gefallen, das Drehbuch ist aber äusserst spannungsarm geraten. Ich kannte den Fall kaum und hatte trotzdem nie das Gefühl, dass sich am Ausgang etwas ändern wird. Ausserdem wenn man sich schon weit vom Fall wegbewegt, hätte ich mir mehr Szenen gewünscht, in denen das Film machen thematisiert wird.

    Und das Affleck die Hauptrolle nicht von einem hispanischen Darsteller spielen lässt, ein Michael Pena würde sich geradezu anbieten, ist ebenfalls schade.

    Ein solider Film, der aber nicht an Affleck's beide Vorgängerfilme herankommt.

    6.5 von 10
    - What you think he'd do if he found us?
    - Shoot us, probably. He's always glad to have an excuse to use his deer rifle

  3. #3
    Admin Avatar von Matt
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    AW: Argo

    Der Film hat mir außerordentlich gut gefallen, auch wenn ich es schon sonderbar finde, wie sehr hier entsprechend politisch Stimmung gemacht wird. Nicht historisch gesehen, sondern in Bezug auf Heute. Sehr bedenklich, aber für Hollywood wohl ganz normal.
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

  4. #4
    Regisseur Moderator Avatar von John McCane
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    AW: Argo

    fand ihn extrem spannend, obwohl der ausgang klar ist. fand die arkin und goddman szenen am schwächsten weil sie mir ein wenig zu gewollt komisch daherkamen, aber richtig gestört hat das auch nicht. das highlight für mich aber ganz klar die invasion der botschaft am anfang. hat mich echt vom hocker gehauen, wie das inszeniert wurde.
    Forget about Freeman

  5. #5
    Nebendarsteller Avatar von dirac
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    AW: Argo

    Oh je ich kann Ben Affleck auf der Leinwand einfach nicht ertragen, musste schon bei Chasing Amy nach kurzer Zeit abschalten. In Argo hält er sich gütigerweise zwar stark zurück, aber sein Unvermögen Gefühle und Emotionen zu transportieren ist auch in der Rolle des abgebrühten CIA Agenten jederzeit spürbar, da hilft auch kein Vollbart um die Gesichtsausdrücke zu großen Teilen zu verbergen. Die Geschichte selbst ist spannend erzählt, dabei werden jedoch alle Iraner (mit Ausnahme der Reinigungskraft) als infantile, barbarische Idioten portraitiert. Dass in der wahren Geschichte viele Iraner direkt an der Exfiltration beteiligt waren, wird zugunsten einer klaren Abgrenzung von Gut (Murica & Kanada) und Böse (Iran) komplett unterschlagen. Die Inszenierung ist recht packend, wobei einige Szenen geradezu lachhaft over-the-top umgesetzt wurden, um mit dem Zaunpfahl Spannung zu erzeugen. So kommt es bei der Ticketreservierung plötzlich auf Sekundenbruchteile an, die Krönung ist dann noch die wilde Verfolgungsjagd auf der Landebahn um den Jumbo der Swiss Air zu stoppen, also bitte, geradezu eine Beleidigung der Intelligenz des Zuschauers.

    Was kann also festgehalten werden? Im Grunde ist ein Film wie Argo geradezu prädestiniert den Oscar zu gewinnen, er ist overrated, irreführend, Anti-Islamisch/Iranisch, Pro-Amerikanisch, Pro-Hollywood und schreibt wieder einmal ein Stück Weltgeschichte in ein amerikanisches Heldenepos um. Das heißt nicht, dass man einen Film wie Argo nicht trotz seiner Schwächen genießen kann, jedoch hat das Teil bei einer Filmpreisvergabe definitiv nichts verloren, 6/10.
    Geändert von dirac (19.02.2013 um 15:57 Uhr)
    »Wenn ich Dirac richtig verstehe, meint er Folgendes: Es gibt keinen Gott und Dirac ist sein Prophet.«

  6. #6
    Admin Avatar von Matt
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    AW: Argo

    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

  7. #7
    Moderator Moderator Avatar von TheCrow
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    AW: Argo

    Ich bin da ein wenig hin und her gerissen, denn selbst wenn man die politische Schwarzweissmalerei mal Aussen vor lässt (wobei das immer einen bitteren Nebengeschmack verursacht), so kann ich mich nicht richtig entscheiden...oder doch?

    Eins nach dem Anderen:

     

    Die Regie ist solide, aber in meinen Augen nichts Weltbewegendes, denn dafür fehlte zumindest einer dieser Wow-Momente, welche Inszenierungen ausläsen können. Natürlich war die Stürmung der Botschaft dynamisch, dabei wurde aber dann für meinen Geschmack doch wieder zu sehr auf die von mir so gehasste Wackelkamera zurückgegriffen (ebenso im Bazar).

    Auch die Verfolgungsjagd auf der Startbahn hat Spannung auslösen können...aber nur, solange man nicht darüber nachdenkt! Von den Continuity-Fehlern mal abgesehen macht das nicht viel Sinn, wirkt erzwungen und der Zuschauer weiss sowieso, dass da nix mehr schief geht, sobald die Jungs und Mädels im Flieger sitzen und die Türen zu sind. Somit wirkt das, als hätte man unbedingt noch einen spannenden Showdown gebraucht, den die Geschichte aber gar nicht her gibt.

    Goodman und Arkin haben gefallen, aber auch ich dachte mir hin und wieder, dass man hier einfach einen "comic relief" eingebaut hat, damit die ganze Chose nicht dermassen trocken rüberkommt. Dazu kommt die Szene gegen Schluss, welche auch nur dazu da ist, den "spannenden Showdown" zu unterstreichen und dabei selbst sehr konstruiert wirkt (wirklich? die können nicht wo anders durch? und zwischen den Takes dürfen die auch nicht durch? w.t.f?).

    Dass Affleck mal wieder eine Post-Botox-Miene präsentiert überraschte mich nicht, und zum Glück hält er sich wirklich zurück in Sachen Screentime. Allerdings hätte ich mir etwas mehr Substanz in Sachen Haushälterin gewünscht, denn ihre Handlung gegen Ende kommt so schon sehr aus dem Nichts heraus, nachdem sie zuvor zur Gefahr hochstilisiert wurde.


    Aber neben diesen paar Kritikpunkten muss ich halt doch gestehen, dass ich gefesselt war und gut unterhalten wurde. Es hat sicherlich geholfen, die zugrunde liegende Geschichte nicht zu kennen (ich war 3-4 als das passierte), um dies zu erreichen. Aber es geht ja schliesslich auch um mein subjektives Empfinden, weswegen das bestimmt nicht als Kritikpunkt gelten kann.

    Somit sind es dann schlussendlich doch noch gefühlte, knappe 7/10 "Arghh, go f**k yourself!"s
    "Stop breathing!" - The Man in Black
    MovieCops - Filme im Kreuzverhör #80 ist online! (12.11.2017)

  8. #8
    Regisseur Avatar von Julia
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    AW: Argo

    Ich wusste über den Film im Vorhinein nur, dass es ein Politdrama ist. Das tat dem Film auch gut.

    Zu Anfang hatte ich jedoch etwas Schwierigkeiten die Handlung zu verstehen und die einzelnen Standorte nachzuvollziehen, weil alles so rasend schnell ging. Aber mit dem Untertitel konnte ich den Film dann doch in OV gucken und war nach einer viertel Stunde drin. Von dort an hat mich der Film gepackt.
    Die Handlung mit der Filmcrew ist so absurt, dass ich kaum glauben konnte, dass es wirklich so gewesen ist. Sehr gute Inszenierung des ganzen, vor allem zu Anfang. So kann Affleck weiter machen. Seine darstellerische Leistung war ok, aber etwas mehr Angst oder Freude in seiner Mimik hätte dem Film wirklich nicht geschadet ,-)
    Die Darstellung der 6 Personen im Iran hat mir am besten gefallen und mich auch darstellerisch am meisten überzeugt.

    Über die vielen bekannten Gesichter war ich auch total erfreut.
    Die letzte Stunde hat mich ziemlich viele Nerven gekostet, gerade der Showdown am Flughafen war richtig packend, so mag ich Hollywood

  9. #9
    Moderator Moderator Avatar von TheCrow
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    AW: Argo

    Das Ende hat auf Dich also keinen konstruierten Eindruck gemacht?
    "Stop breathing!" - The Man in Black
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  10. #10
    Admin Avatar von Matt
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    AW: Argo

    Konstruiert = Hollywood, also keine Überraschung an dieser Front.
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

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