den zweiten teil der europa-trilogie empfand ich um einiges zugänglicher als seinen vorgänger. das liegt vor allem an der rahmenhandlung, in der Von Trier und sein autor Niels Vørsel versionen ihrer selbst spielen und man somit einen interessanten einblick in das kreative ping-pong der beiden bekommt, auch wenn hier öfters die gefahr droht, einer farce auf den leim zu gehen. denn in gewisser weise greifen die beiden hier Kaufman's Adaptation. vor und setzen die do's und don'ts beim drehbuchprozess hämisch in frage, was besonders in der finalen szene deutlich wird. wobei das ende auch in gewisser weise auf mich ein akt der rache darstellte, denn irgendwann vorher im film fiel mal ein satz à la 'und jetzt mit dem recherchierten elend anderer menschen geld verdienen'.
die inszenierung der rahmenhandlung erinnert dabei schon an das, was von Trier später mit Dogma ins leben rufen wird und der film im film arbeitet mit so einigen dunklen symbolen. allen voran der rattenkönig. noch nie davon gehört: Rattenkönig



eklig unheimliches ding. hätte sich auch gut unter einer diele in der holzhütte aus Antichrist gemacht. ein anderes motiv, das mir ins auge stach, waren die bilder in referenz zu der erzählung von Udo Kier über das bombardement von Köln:



das sich in ähnlicher ausführung bereits in Element of Crime finden lässt:



das scheint sich bei Von Trier festgebrannt zu haben. vielleicht ist es aber auch im dritten film zu finden und bildet das für mich bisher noch nicht erschließbare bindeglied (mal abgesehen davon, dass sie in europa spielen...) zwischen den teilen.