ganz schön anstrengender erstling von Trier. der kunstvoll umhauchte begriff mise-en-scène drängt sich hier auf. dystopische setbauten, die mit der kamera so geschickt abgefahren werden (bestimmt unglaublich anstrengend in vorbereitung und umsetzung), dass beim betrachten der szenen das gefühl für eine raumordnung, also was sich oben, unten, innen oder außen befindet, komplett aufgehoben wird. so fühlt man sich vielleicht nach einem schleudertrauma auf LSD.
die den film anstrengend machende tristesse entstehen aber auch durch die konstant in sepia-farben getönten bildern und den hölzern vorgetragenen dialogen, die teilweise wenigstens ein bisschen humor in die sache bringen, sofern man sich über die versteifung der figuren auf ihre genre-rollen amüsieren kann.
kein film, den ich in den nächsten jahren nochmals sehen wollte, dafür drängte sich doch zu oft der kunstscheiß-gedanke auf, aber dessen sichtung ich wegen so einigen richtig gelungenen (und so von mir noch nie gesehenen) bildern dann doch nicht bereut habe. gerade auch das spiel mit dem wasser und reflektionen à la Tarkovsky fand ich teilweise schon sehr ausgefeilt, wenn auch öfters mal ein wenig zu bemüht.