House on Haunted Hill (1959)-househh43.jpg

Alle Türen dieser Welt, öffnet und befreit euch aus eurer Türernei! So, oder so ähnlich, könnten vielleicht die Worte eines Tür-Fetischisten nach der Sichtung von House on Haunted Hill lauten. Es lässt sich gewiss darüber debattieren, inwieweit eine moralische Grenze, was die Be- und Ausnutzung der lieben Türen anbelangt, überschritten wurde. Denn ohne Zweifel, knirscht und quietscht es aus allen Winkeln der Grauzone. Das Leid spielt seinen Klang. Oder auch: der Klang erzeugt das Leiden. Es gibt diesbezüglich ja auch von Alexander Graham Bell dieses typische Sprichwort: "Wenn sich eine Tür schließt, dann öffnet sich eine andere; (...)". Jegliche Problematik wäre per se, wäre der Griff zum Vorhang geebnet. Nun denn, Vorhang auf für Haunted hilll. Hingegen dauert es dann doch eine gute halbe Stunde, bis der Film damit anfängt, sein persönliches Spinnennetz erzählen zu wollen. Und ehe der Film beginnt Spannung zu spinnen, so ist dieser auch schon zu Ende. Natürlich ist es dennoch sehr ansehnlich, wie der Grusel, Horror und der eigene Geist, sogesehen auf's Korn genommen wird. Selbstverständlich ist auch die Grund-Atmosphäre mitsamt seinen Schauspielern außerordentlich sympathisch. Wenn auch letztlich nicht viel mehr bleibt, als ein Remake aus dem Jahr '99. Das Remake braucht sich da nicht einmal verstecken. Ist dieser doch sehr skurril (mit einem klasse Setting) und mit einer ebenfalls amüsanten mitsamt sympathischen Schauspielern überzogenen Grundprämisse ausgestattet. Gefallen, angeturnt, klar, das haben mir/mich beide Filme ohne Zweifel, würde die hingegen aber nicht unbedingt als eine Pflicht-Empfehlung oder dergleichen befürworten.