Leider bleibt für Simple Simon, bedauerlicherweise auch für Simon selbst, der große Schritt aus. Sich in einen kleinen Kreis zu verennen ist keine Bedauerlichkeit, nein, vielmehr es ist es die Leere in diesen Kreis, die die Gesamtheit in eine Achtlosigkeit färbt. Es hätte mehr Mut zum Formen sein dürfen. Die Geschichte, dass eine Freundin nach bestimmten Kriterien gesucht wird, übernimmt hier die Überhand ohne dabei wirklich originell, spannend oder überraschend zu sein. Alles läuft nach dem Muster, das sich zu Beginn gestrickt wurde. Dabei wirkt die gezeigte Gefühlswelt auch wenig überzeugend und kreist eher wie der Satellit von Simon, gemütlich seine Bahnen. Statt sich wie einen riesigen Feuerball durch die Erdatmosphäre zu ballern um in einen fulminanten Feuerwerk der Emotionen zu verglühen, oder einen Modellbausatz für verschiedene Bauelemente auszupacken die nach erfolgreicher Zusammensetzung mit samt der anschließenden Möglichkeit zur Erzeugung von Solarenergie irgendwelche Fuktionen können, wird hier ledeglich ein popeliges Tischfeuerwerk für den kleinen Neffen hingepfeffert. Der Film ist keinesfalls uninteressant gemacht oder mit einer langen Spielzeit verknüpft und vor allem denke ich, dass die Bodenständigkeit genau das Richtige für diese Asberger-Thematik darstellt. Das aber nichts an dem Gefühl ändert, man hätte nur einen halben Film gesehen. Der Halbkreis wird noch mit einen eifrigen Tatendrang gezogen, bis es in eine zittrige Linie übergeht, weil ungeduldig das Ende der Form erwartet wird. Oder man einfach nur nach draußen wollte um sein Baumhaus fertig zu stellen. Ja wo ist sie hin, die Konzentration. Habe ich mich nicht zu sehr auf eine mögliche Tiefe konzentriert, oder gab es erst gar keine, in die ich hätte eintauchen können. Nicht um den Grund der Tiefe zu erreichen, sondern die Tiefe derer, die diesen Grund erzeugen. Und da ist und bleibt, bei den Protagonisten herzlichst wenig von. Es ist die klassische Situation von: das Potenzial war zwar da aber... . Und im Entdefekt ist es sowieso egal. Wen interessiert am Ende des Tages noch die Vogelscheuche beim Selbstakt. Vielleicht ja den Primitivling von nebenan, der man selbst natürlich nie ist. So denn, überlasse ich den Film einfach seiner eigenen Belassenheit, wie das dem sonnig-warmen Gelb, das dem Morgenurin belassen sein sollte, das mich insgesamt auf mittelmässiger Hinsicht amüsieren konnte.

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