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Thema: Stalker (1979)

  1. #1
    Bob
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    Stalker (1979)

    Stalker (1979) - IMDb

    erster part rum, jetzt schnelle pinkel- und posting-pause. sehr spannend bisher, allerdings tappe ich total im dunkeln. keine ahnung was da noch auf mich zukommt. bei dem bisherigen wiesen-horror frage ich mich, ob wohl die krücke Shyamalan mit THE HAPPENING etwas ähnliches machen wollte.
    der Stalker geht mir gut ab. hat was von Woody Harrelson. den tick mit dem farbfilter lebt Tarkovsky wohl in jedem film aus? aber hier auch wieder sehr passend. und eine schön feuchte geräuschkulisse. man sieht hier ganz deutlich die handschrift von dem typ, der Solyaris gemacht hat. so, jetzt aber weiter!
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  2. #2
    Bob
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    AW: Stalker



    saugeile letzte szene. musste sofort an die geschichte des schreiberlings denken, mit dem pseudo-antiken fund. erst die verblüffung, das staunen, dann die ernüchterung wegen einer natürlichen erklärung. ich glaube der hat die gläser extra etwas früher anfangen lassen, um das festhalten des vermeintlich (?) mystischen moments beim zuschauer zu verstärken. naja, auf jeden fall ambivalent, allerdings habe ich den kompletten film ohne übernatürliche note lesen können (wobei ich im ersten viertel doch noch mit sowas wie tripods am ende gerechnet habe ). schön auch, dass alle drei figuren genauso schlau oder dumm wie zuvor entlassen wurden. wobei ich mich von anfang an am meisten mit dem autor identifizieren konnte. der wurde mir im verlauf allerdings immer unsympathischer. zynische bastion. der Stalker würde die rückenden gläser mittels den kräften der Zone erklären, der wissenschaftler über den zug und der schreiber würde sich über den sinn und zweck des disputs mokieren. und irgendwie hätte keiner von den dreien komplett unrecht. meisterhaftes ende eigentlich. und sowieso, der ganze film. diese spannung in den philosophischen gesprächen, forciert durch die suggestive bedrohung. und wieder diese natur, die Tarkovsky einfach so geil einfangen kann (wobei hier fast noch stärker als die kamera die geräusche wirken). bin schwer begeistert.

    wobei ich wahrscheinlich wieder ein, zwei jahre für meinen nächsten film von ihm brauche. irgendwie traue ich mich nicht recht an diese brocken ran. dabei fand ich jetzt beide von mir gesehene extrem genial. verrückt.

    ach ja, großer lacher bei mir: als der wissenschaftler am ende direkt vor dem raum aus seinem handgepäck eine 2000 megatonnenbombe zieht - nachdem eine halbe stunde zuvor der Stalker wegen einer mickrigen knarre total ausgeflippt ist. eigentlich hätte da der russische Woody vor lauter WHAT THE FUCK?!'s explodieren müssen.
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  3. #3
    Admin Avatar von Matt
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    AW: Stalker

    Na endlich. Und jetzt liest du bitte die Romanvorlage.
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

  4. #4
    Bob
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    AW: Stalker

    habe mir mal noch nichts drüber durchgelesen. daher überrascht mich das mit der romanvorlage. habe ich noch während dem film drüber gegrübelt. aber ich kam zu dem (fehl-)schluss, dass es sich um keine verfilmung handelt. diese langen passagen in der natur und durch schächte kann ich mir schlecht genauso spannend in schriftlicher form ausmalen. dazu eben noch diese tolle schlusspointe, während früher im film die kunst an sich ja ebenfalls thematisiert wurde. damit bringt sich der film selbst und seine wirkung auf den zuschauer als gegenstand der kunst ein. also so ein wenig was wahrscheinlich auch Nolan mit Inception erreichen wollte (wenn auch lange nicht so facettenreich). ich vermute dann mal, dass im roman der schwerpunkt eher auf einer atomaren katastrophe richtung Tschernobyl liegt? das hat mich nämlich ein bisschen im film verwundert, dass das zwar von den kulissen her ständig mitschwang, aber nie angesprochen wurde (oder habe ich das verpeilt? war spät gestern).
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  5. #5
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    AW: Stalker

    Stalker wurde ja vor Tschernobyl gedreht und Picknick am Wegesrand ist nochmal ein ganzes Stück älter. Worauf die Zone zurück geht wird im Film nicht ganz eindeutig gesagt, im Buch ist es da anders. Ist auch etwas weiter gefächert im Buch das ganze Geschehen.

     
    Eine fremde Zivilisation, aka Außerirdische


    .ed Achja. Toller Film. Tolles Buch.
    Geändert von Tet (31.03.2012 um 12:49 Uhr)

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  6. #6
    Bob
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    AW: Stalker

    Zitat Zitat von Tet Beitrag anzeigen
    Stalker wurde ja vor Tschernobyl gedreht
    oh, stimmt ja. halt erst zufällig demletzt bilder von den überresten des reaktors gesehen. vereinzelte sets in Stalker haben da eine gewisse ähnlichkeit. sofort eine verbindung hergestellt, ohne auf die jahreszahlen zu achten.
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  7. #7
    Bob
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    AW: Stalker

    Zitat Zitat von Tet Beitrag anzeigen
    Toller Film. Tolles Buch.
    vor ein paar stunden mit dem roman begonnen und konnte nicht mehr aufhören, bis er zuende gelesen war. jau, fantastisch. und wieviele möglichkeiten sich da ergeben, den stoff in einem anderen medium umzusetzen. Tarkovsky hat sich ja fast nur den philosophischen aspekt herausgepickt. aber ich finde das würde genauso gut funktionieren, wenn man sich auf die sci-fi-aspekte versteifen würde. am besten in einer mystery-serie, nur statt mit monster-of-the-week mit artefact-of-the-week. und einer leicht dystopischen überstory.
    das pc-spiel letztens besorgt und zwischen dem lesen einen blick drauf geworfen. der wind in den weiden, die anomalien am wegesrand...also die atmo auf den ersten blick wirkt wunderbar! hoffe nur auf einen nicht allzu großen shooter-anteil. am geilsten wäre eigentlich nur eine riesige begehbare zone, ohne geballer, aber unzähligen und nur intuitiv antizipierbaren fallen. als einzig wirkliche ziel dann nur überleben und erforschen...und vielleicht das finden der kugel.
    aber mal davon ausgegangen, dass das spiel seinem ruf gerecht wird:

    großes buch, großer film, großes pc-spiel. ich glaube das ist für ein und denselben stoff so ziemlich einmalig, oder? fehlt nur noch eine mehr als gelungene comic-umsetzung.
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  8. #8
    Tet
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    AW: Stalker (1979)

    Ja, das PC-Spiel hat eine große Anhängerschaft. Es wurde damals auch vergleichweise stark für seine Zeit gehyped. Dann allerdings mehrmals verschoben und viele Elemente entfernt. Dennoch war es recht erfolgreich, wenn auch wie viele Spiele aus der Gegend etwas clunky. Wäre es zum ursprüngliche angekündigten Release erschienen, wäre es sicherlich noch erfolgreicher gewesen. Wobei das Spiel ja dann doch rund um Chernobyl spielt und somit nicht komplett dem Film gleicht.

    Und hier kann ich auch nur wieder sagen: DayZ! Erinnert total an Stalker.

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  9. #9
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    AW: Stalker (1979)

    Tarkowski ist echt ein bemerkenswerter Filmemacher.
    Stalker fand ich auch wirklich gut, obwohl ich sagen muss, dass ich bis heute Solaris für sein bestes und vielschichtigstes Werk halte.
    Aber Stalker kommt gleich danach. Ich habe den Film leider nur einmal vor vielen, vielen Jahren gesehen und müsste ihn mir eigentlich nochmal anschauen, bevor ich mich jetzt in irgendwelchen philosophischen Erkundungen ergehe.

  10. #10
    Nebendarsteller Avatar von dirac
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    AW: Stalker (1979)

    Stalker fand ich auch wirklich gut, obwohl ich sagen muss, dass ich bis heute Solaris für sein bestes und vielschichtigstes Werk halte.
    Amen Bruder, bin ganz Deiner Meinung, so seltsam es auch klingt, allein schon die Aufnahmen der Schlingpflanzen im Gewässer zu Beginn, kein Plan wie er es macht, einfach nur genial, könnt ich stundenlang zusehen, dieser Film verzaubert einen regelrecht, wenn man sich nur auf die gemächliche Erzählweise einlässt. Wobei erwähnt werden muss, dass die meisten mit denen ich mich über Tarkowskij unterhalten habe Stalker bevorzugen, ebenfalls ein zauberhafter Film, aber hierbei kommt es vermutlich wesentlich darauf an welche philosophischen Themen einen mehr interessieren, für mich war Solaris wesentlich prägender für mein Leben, danach erschien mir die Liebe nie mehr wie zuvor, das Konzept der selbstlosen Liebe vollkommen entmystifiziert.
    »Wenn ich Dirac richtig verstehe, meint er Folgendes: Es gibt keinen Gott und Dirac ist sein Prophet.«

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