Willkommen in einer 'Aaanderswelt'. Kleines Wortspiel für einen ungelungenden Einstieg. In diesen Film lassen sich sicher zahlreiche gesellschaftskritische Interpretationen hinhein interpretieren, von emtionsloser Kühle mit Sinn für steril wirkende Wohungseinrichtung in einer überhaupt oberflächigen kinderlosen Gesellschaft, zugleich sich aber auch die wirkende Inszenierung als besonders betonen lässt. Mir persönlich gefällt das folgen von einem skurrilen Moment zum Nächsten, fragend von Beginn an leicht und langsam durch den Film geführt zu werden, wie ebenso einen wie darauf zugeschnitten Trond Fausa Aurvaag, den ich vorher noch in keinem Film gesehen habe, als den Hauptcharakteren Andreas spielend, der ebenfalls auf diese merkwürdige erscheinende und anfühlende Situation trifft. Mit einem furiosen Mittelteil und wenn das tiefschwarzer norwegischer Humor darstellen soll dann kann man ja schon fast nur sagen, "Holla die Waldfee" oder ähnliches, um es suptil auszudrücken. Selbstverständlich ist darunter nichts negatives zu verstehen. Da vermischte sich bei mir schon sarkastischer Humor mit Entsetzen, gelungene Abfolge von Inszenierungen.
Gemeint ist damit die Überraschung im Restaurant von Andreas für die verzaubernde Ingeborg gefolgt von der Aussprache und der hilflos wirkenden Leere, der direkten Fahrt mit der Rolltreppe durch einen bunten Lichtertunnel, hinab, die ersten zu sehenden Farben überhaupt, und dann die wirklich verzweifelt wirkende 'U-Bahnfahrt'. Wie Andreas dann von den Schienen nach wer weiss wie langer Zeit zum aufrappeln kommt und den Tunnelsausgang entgegen hinkt, das war schon gut fertig gemacht.

Desweiteren mit einem kuriosen starken Ende. Eine insich sicher eigenwillge und ansich seltsame gewiss auch vielleicht einfache Art an filmischer darbietung, die mir aber sehr gut gefallen hat.

8/10