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Thema: The Artist

  1. #1
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    The Artist

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    Regie: Michel Hazanavicius (OSS 117, Derrick vs. Superman)
    Cast: Jean Dujardin (Lucky Luke), Berenice Bejo (A Knights Tale), John Goodman (Red State), James Cromwell (Babe), Malcolm McDowell (A Clockwork Orange), Ken davitian (Borat), Penelope Ann Miller (Carlito's Way), Missi Pyle (Big Fish), Stuart Pankin (Dinosaurs)




    With pleasure!

    Zitat Zitat von Wikipedia
    The Artist („Der Künstler“) ist ein Spielfilm des französischen Regisseurs Michel Hazanavicius aus dem Jahr 2011. Die Geschichte um einen amerikanischen Stummfilmstar (gespielt von Jean Dujardin), der sich Ende der 1920er Jahren dem Übergang zum Tonfilm verweigert, wurde von Hazanavicius im Filmformat 1,33:1 in Schwarzweiß-Bildern mit Zwischentiteln und so gut wie keinem gesprochenen Text konzipiert. Die Tragikomödie wurde am 15. Mai 2011 bei den 64. Internationalen Filmfestspiele von Cannes uraufgeführt und startete am 12. Oktober 2011 in den französischen Kinos. Von der internationalen Fachkritik überwiegend als brillante Hommage an das alte Hollywood bzw. als Liebeserklärung ans Filmemachen verstanden, gewann The Artist mehr als 30 internationale Filmpreise, darunter 2012 drei Golden Globe Awards. Der deutsche Kinostart ist für den 26. Januar 2012 geplant.


    Das Trio Dujardin, Bejo und Hazanavicius schlägt wieder zu und schafft es sogar noch die wunderbare OSS 117 Reihe zu übertreffen. Ganz in Schwarz-Weiß und in bester Stummfilmästhetik bekommt der Zuschauer einen Film geboten, der wohl am ehesten als Mix aus Singin in the Rain und Silent Movie zu bezeichnen ist. Obwohl The Artist eine Hommage an das Stummfilmkino ist, funktioniert der Film aber auch als eigenständiges Stück Kino wunderbar, ist er doch amüsant, tragisch und emotional berührend zugleich. Dass das so wunderbar funktioniert liegt zum einen an der hervorragenden Inszenierung und zum anderen an dem wunderbar aufspielenden Darstellerduo. Dujardin beweist einmal mehr dass er zu Frankreichs besten Darstellern gehört und die in OSS 117 noch zurückhaltende Bejo zeigt eine beeindruckende Leinwandpräsenz. The Artist ist ein begeisterndes und vor allen Dingen mutiges Stück Kino, das beweist, dass der Stummfilm auch in der heutigen Zeit den Zuschauer noch bewegen kann.

  2. #2
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    AW: The Artist

    George Valentin ist ein gefeierter Stummfilm-Star, der sich im Glanz der Sonne des Erfolges sonnt - der eitle Pfau, dem selbstverliebt selbst das eigene Spiegelbild anhimmelt. Doch mit dem Erscheinen des Tonfilms überziehen dunkle Wolken seine Sonne und von einem Tag auf den anderen ist George Valentin Geschichte. Niemand will ihn mehr sehen, Alle stehen auf "Talkies". Valentin selbst belächelt diese Tonfilme, weil er ja richtige Filme mache. Mit eigenem Geld dreht er noch einen großen Stummfilm, doch gegen die Tonfilme und gegen die Wirtschaftskrise hat er keine Chance. Valentin ist pleite und auch sonst ruiniert. Ausgerechnet ein hübsches Mädel, Peppy, das sich im Glanze seines größten Erfolges bei einer Premiere an seine Seite gestellt und in die Klatschpresse gelangt ist, ist nun ein gefeierter Tonfilmstar. Ihr liegt die Welt zu Füßen, nach Valentin kräht kein Hahn mehr. Nur Peppy und sein treuer Chauffeur halten noch zu ihm, doch macht es ihnen der desillusionierte Dickkopf nicht leicht.

    THE ARTIST ist gaaaanz großes Kino. Kann mir Niemanden vorstellen, der diesen Film nicht liebt. Selbst bin ich zwar kein großer Freund (mehr) vom Schwarzweiß-Kino und Stummfilmen, aber THE ARTIST führt auf eindrucksvolle Weise vor, daß so ein Film selbst heute noch funktionieren kann. Zwar bedient sich THE ARTIST auch moderner Mittel, ist aber trotzdem hoffnungslos (oder sollte man besser sagen "hoffnungsvoll"?) romantisch und Huldigung des großen Kinos. Dabei versteht es der Film selbstironisch, ironisch und ernsthaft realistisch in einem zu sein. Film funktioniert auch ohne Worte. Was steckt nicht in einem Gesicht, in der Mimik, aber auch der Gestik für Kraft und erst recht in der Musik!?

    Hauptdarsteller Jean Dujardin ist zunächst mit derselben aufgesetzten Grinse zu sehen, die mich anfangs an ihm in OSS 117 DER SPION DER SICH LIEBTE gestört hatte, hier jedoch, auf den Stummfilmstar a lá Douglas Fairbanks passt sie wie die Faust aufs Auge. Doch kann Dujardin weit mehr als das, grade seiner famosen Schauspielleistung sieht man jedwede Stimmungslage und Regung an und grade seine Mimik, seine Blicke sprechen Bände. Nicht minder eindrucksvoll und ausdrucksstark präsentiert sich sein weiblicher Co-Star Berenice Bejo, die als Peppy eine wundervolle Performance abliefert. John Goodman passt grandios als "studio heavy" im wahrsten Wortsinne und James Cromwell ist als treuer Chauffeur vom Stummfilmstar ideal besetzt.

    Zwar sieht man in THE ARTIST auch das Stummfilmen so typische theatralische Over-Acting der Schauspieler mit überzogener Mimik und Gestik und ..wie "sagt" es eine Texttafel im Film so schön?.."Herumgefuchtel", gleichzeitig aber überzeugen die Schauspieler..vor allem Dujardin und Bejo..auch durch nuanciertes Schauspiel.

    Der Regisseur hat wirklich die alten Stummfilme haargenau studiert und seinem Filme einverleibt ohne jedoch die eigene Note vermissen zu lassen. Mehrmals im Film zeigt er auch moderne Mittel, etwa als Dujardin in einer Bar kleine Geister im Alkoholrausch erscheinen oder wie er den Alptraum von Dujardin so wundervoll plastisch hörbar macht. Auch an symbolträchtigen Momenten wie eben letzterem fehlt es nicht, wie etwa auch die Hand aus dem Treibsand rausragend oder der sintflutartige Regen und eben besagter Alptraum von Dujardin.

    Ehrlich gesagt - und hier sitzt kein Dujardin-Fan - kann ich mir keinen anderen Oscarsieger als diesen Dujardin und seinen Film vorstellen. George Clooney kann gar nicht soo gut spielen in THE DESCENDANTS als daß er Dujardin aussticht. Auch Berenice Bejo hätte die Trophäe mehr als verdient, trifft sie aber dummerweise auf Octavia Spencer und Jessica Chastain aus THE HELP und entsprechend harte Konkurenz.

    Ich glaube man braucht kein Prophet sein um voraussagen zu können, daß THE ARTIST zumindest die Oscars für Dujardin als Bester Hauptdarsteller, sowie für Bester Film und Beste Musik nahezu sicher hat. Die Academy liebt Filme übers Kino und über Filmhistorie!

    Auch die Regie, das Drehbuch, die Bauten, der Schnitt und eben Bejo's Nebenrolle hätten ihn verdient IMHO. Bin zwar ein ausgesprochen großer John Williams Fan und drücke ihm für TIM UND STRUPPI fest die Daumen, aber Ludovic Bource leistet bei THE ARTIST ja nochmal mehr als normalerweise als Filmkomponist, denn durch das Fehlen der Dialoge und wenig eingeblendeten Dialogtafeln obliegt es neben Mimik und Gestik der Schauspieler vor allem der Musik in THE ARTIST narrativ zu agieren und Stimmungslagen und dergleichen spürbar zu machen - und dies leistet Bource mit Bravour. Auch versteht er es famos sich den Stilmitteln der damaligen Zeit zu bedienen.

    10/10

  3. #3
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    AW: The Artist

    Koennten wir nicht davon absehen in den Filmtopics die FTB Eintraege reinzukopieren? Ich finde das redundant.
    You can't be wise and in love at the same time - Bob Dylan

    http://www.humanspotlight.de.vu/

  4. #4
    Regisseur Moderator Avatar von John McCane
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    AW: The Artist

    JA!
    Forget about Freeman

  5. #5
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    AW: The Artist

    Vor einiger Zeit hieß es noch man soll genau das machen bzw. wurde man kritisiert wenn man es nicht tat, jetzt wieder andersrum, hammer's bald!?

    Aber gut, dann werden die Diskussionen über einen Film eben noch weniger. Oder wer schreibt schon neben einem Tagebucheintrag auch noch immer zusätzlich etwas ins passende Filmtopic, und zwar etwas komplett anderes/neues!? Denke viele schauen nur in ein spezielles Filmtopic wenn sie der Film interessiert und verfolgen nicht regelmäßig jedes FTB, daher macht es durchaus Sinn zweigleisig zu fahren, weil ich auch den Schaden nicht sehe. Aber ist nur meine Meinung.
    The bad news is, we did an X-ray, and your body is full of a spooky skeleton man.

    Last watched movies [letzte Änderung: 21. September 2017]

  6. #6
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    AW: The Artist

    Sehe ich ähnlich gesagt genau wie Kalervo ...

  7. #7
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    AW: The Artist

    Ich antworte aus Prinzip nicht auf kopierte Beitraege, die oft auch ueberhaupt nicht in eine laufende Diskussion passen. Finde es extrem stoerend im Filmtopic was zu lesen, was schon im FTB steht. Hab dann meist keine Lust darauf einzugehen.
    You can't be wise and in love at the same time - Bob Dylan

    http://www.humanspotlight.de.vu/

  8. #8
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    AW: The Artist

    Sehe es wie Kalervo und Keyzer. Dann brauchen wir keine Filmtagebücher mehr - oder kein Forum .
    Wird ja wohl kaum Jemand hergehen und in einem Filmtopic seine gleiche Meinung über einen Film komplett anders umformulieren wie in seinem Filmtagebuch bzw. umgekehrt. Es gobt ja auch Filmtopics, die liest man von sich aus gar nicht und stolpert dann erst über einen Filmtagebucheintrag auf diesen Film. Oder umgekehrt.

    Aja, eines noch vergessen vorhin: gebt dem verdammten Hund, Uggy, einen Nebendarsteller-Oscar, er hat ihn sich redlich verdient
    Geändert von Wolfe (26.01.2012 um 23:23 Uhr)

  9. #9
    laertes
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    AW: The Artist

    Fast richtige Schlagzeilen

    10 Oscar-Nominierungen für Stummfilm:
    Til Schweiger wittert neue Chance auf Hollywood-Durchbruch!


    (Quelle: titanic vom 25.1.2012)

  10. #10
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    AW: The Artist

    Titanic-Topic!
    Forget about Freeman

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