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Thema: Stake Land

  1. #1
    Hauptdarsteller Avatar von Zonk
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    Stake Land

    Stake Land ist irgendwas zwischen Endzeit Vampir-Zombies und Karate Kid + Mentor, welche sich mit einer fanatisch religiösen Sekte herumschlagen müssen. Das mag so interessanter klingen als es letztlich war. Es war, ja, immer wieder wie ein dahingleiten auf Landstraßen, ein leichter Anflug von ich-fühle-mich-gut-Film (eigentlich fühle ich mich nie bei Filmen wirklich schlecht, es sei denn der Film ist dieses, ja dann fühlt man sich nicht gut), der auf der anderen Seite mit ernsten Ambitionen versucht die Überlebenszenerie authentisch darzustellen. Etwas das z.B in Carriers oder natürlich The Road an glaubwürdige Authentizität weitaus besser gelungen ist. Vielleicht hätte Stake Land als reine Komödie besser funktioniert. Schade ist es irgendwo, weil der Film insgesamt durchaus gut produziert wurde. Wäre da nicht die störende Erzählerstimme im Off, oder die Handlung selbst welche nichts überraschendes bietet und Spannung nicht entstehen lassen möchte. Schauspielerisch bewegt sich das Ganze zwischen schlecht und man kann es akzeptieren. Mit der Zeit breitet sich leider auch das Gefühl aus, dass Vampire Nation nicht zum Punkt kommen will, den man aber die ganze Zeit über am anderen Ende sieht, und eigentlich kommt auch kein Interesse auf das Ende unbedingt sehen zu wollen. Wie dem auch sei, empfehlen würde ich den Film nur wenn gerade etwas neueres an Endzeit her muss, ansonsten noch höchstens da er kein Totalausfall an Produktion ist.

    4/10


    Die Idee dass diese fanatische Brüderschaft diese Vampir-Zombies aus dem Flugzeug abwerfen, um dieses Endzeit für ihr Machtverhältniss voran zu treiben, ist irgendwo banal bescheurt, zugleich aber auch irgendwie ein filmisch epischer Einfall, der so etwas in einem Endzeit-Film wohl noch niegebracht hat. Wenn auch, dieses im Film nur kurz aufgefasst und nur später im Zufluchtsort dargestellt wird.




  2. #2
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    AW: Stake Land

    Stake Land oder Vampire Nation wie er im Deutschen heißt, ist ein Endzeitroadmovie im Stile von Hell, nur eben mit Vampiren. Dabei schlägt der Film ruhige Töne an und nimmt sich genügend Zeit für Geschichte und Charaktere. Dabei herrscht eine überaus dichte Atmosphäre, die den Zuschauer mit den ins Geschehen wirft. Die Inszenierung ist aber auch sonst gelungen, die Effekte überzeugen und als einzigen größeren Kritikpunkt könnte man sagen, dass dem Film ein wenig die Highlights für höhere Wertungregionen fehlen. Wer dichtes atmosphärisches Horrorkino zu schätzen weiß oder ein Faible für Vampire hat, der kann nur wenig falsch machen.

  3. #3
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    AW: Stake Land

    Nachdem die Menschheit durch eine Vampirepidemie an den Rand des Abgrunds getrieben wurde heftet sich ein junger Mann, der gerade seine Eltern an die Vampirzombies verloren hat, an die Fersen eines eigenbrötlerischen kind-of-Cowboy, der nicht viele Worte macht dafür aber kurzen Prozess mit (vornehmlich untoten) Angreifern; quasi ein Zombieland in ernst. Wobei es hier keine Zombies sondern eben Vampire sind, die aber durchaus auch zombieeske Eigenschaften haben.

    Ganz neu ist weder das Szenario noch der Verlauf, aber der Film punktet mit einer gut getroffenen Atmosphäre, so wird der depressive und hoffnungsarme Grundton der Situation um die wenigen Überlebenden Menschen gut rübergebracht. Auch sind die Effekte nicht zu beanstanden und zumindest eine Szene ist in ihrer Inszenierung und Wirkung doch ein mittelgroßes Highlight der Vampir-/Zombie-/Endzeitfilme. Inszenierung und Setting insgesamt sind ebenfalls sehr gefällig, die Einblicke in eine dem Untergang geweihte Welt mittels Roadtrip trübt die Stimmung ist aber gut getroffen und weiß in so mancher Einstellung sehr zu gefallen und zu überzeugen. Dazu wurde über nahezu die komplette Laufzeit eine gewisse Spannung erzeugt und gehalten, wenngleich es zum Schluss hin doch etwas verliert und die ein oder andere Aktion, insbesondere im Kampf gegen Jebedia, vorhersehbar war.

    Interessant ist die zusätzliche Komponente mit den, scheinbar religiös motivierten, Spinnern, die sich die Situation zu Nutze machen und für die wenigen überlebenden Menschen neben den Vampiren eine zusätzliche Bedrohung und Widersacherpart darstellen. Das fand‘ ich ansprechend und durchaus auch nicht unrealistisch. Andererseits ist es doch wieder mal ein auffälliger Zufall, dass die wenigen jungen Frauen die noch am Leben sind ausgerechnet meist sehr hübsche Exemplare sind, aber das sei den verbliebenen Menschen in einer sonst so düsteren und hoffnungsleeren Welt gegönnt.

    Insgesamt bin ich also durchaus zufrieden (wobei es sicherlich hilfreich ist nicht schon übermäßig viele Filme dieser Art gesehen zu haben), auch weil der Film den gelungenen Auftakt in einen idealen FFF-Tag bildete. So gebe ich, mit FFF-Bonus, knappe 7/10 Punkte.
    The bad news is, we did an X-ray, and your body is full of a spooky skeleton man.

    Last watched movies [letzte Änderung: 04. November 2017]

  4. #4
    Hauptdarsteller Avatar von Zonk
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    AW: Stake Land

    Hm, habe ich den Film zu ernst genommen. Ich versteh' das nicht. Auch die Dichte, was ist denn eine Dichte? Eine dichte Abfolge von Situationen, Szenarien? Das muss dann aber auch gut sein und ich finde, coole Bilder machen nicht alles aus. Slow-Motion, bei so etwas wirkt fast alles toll. Die Geschichte ist ansich auch gut, war mir aber zu träge vom Ablauf. Oder wie gesagt, habe es vielleicht wärend der Sichtung zu kritisch betrachtet. Aber eigentlich nicht.

  5. #5
    Admin Avatar von Matt
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    AW: Stake Land

    Mochte den damals beim FFF eigentlich sehr. Vor allem weil ich einen viel dynamischeren und brutaleren Horrorstreifen erwartet hatte und eher das Gegenteil der Fall war. Hatte doch zumindest bis zum Finale hin eine fast schon elegische Stimmung. Außerdem bot dieser Film, wie noch ein weiterer FFF-Kandidat, wieder eine schöne Allegorie auf den aktuell vorherrschenden christlichen Fundamentalismus in den Staaten.
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

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