Last Resort (2000) - IMDb

in dem film geht es um eine mutter und ihren sohn, die von Polen nach London anreisen, um dort ein leben mit dem dort ansässigen verlobten zu starten - der allerdings nicht am flughafen erscheint. wegen einer fehlenden aufenthaltsgenehmigung beantragt die gute frau in letzter verzweiflung um asyl und der film nimmt seinen lauf.
das dramatische ergibt sich weniger aus einer traurigen oder harten story, sondern aus der realen situation vor ort und wie so etwas aussieht. die einwanderer werden irgendwo am rand von London in einer art ghetto 'gehalten' (anders kann man es nach dem film nicht mehr ausdrücken). es gibt bewachte bereiche mit stacheldrahtzaun. viel kriminalität, elend und prostitution. die u-bahn station wurde stillgelegt, damit keiner auf die idee kommt, in die stadt zu fahren. polizei-kontrollen sammeln präventiv leute ein, die sich zu weit entfernen. kameras bekommen hier eine sehr bedrohliche komponente. irgendwie wirkt das ganze so düster, als wäre es 1984 oder 1948. heftig.

wenn man sich dafür interessiert, sollte man mal einen blick wagen. rein filmisch wird hier allerdings nichts großes geboten (mal abgesehen von dem schrecklich-schönen bild mit dem freizeitpark inmitten der unfreiheit). ein immigranten-double-feature mit In America würde sich anbieten, dann kommt man auch gleich zweimal in den genuss von Paddy Considine.