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Thema: Super

  1. #1
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Super




    Film von James Gunn (Slither) mit Rainn Wilson (The Rocker), Ellen Page (Juno), Liv Tyler (Armageddon), Kevin Bacon (Tremors), Michael Rooker (Cliffhanger), Sean Gunn (’Gilmore Girls’), Gregg Henry (Body Double), Nathan Fillion (’Firefly’) sowie William Katt (Carrie).

    MM Trailer-Seite

    IMDb-Seite


    After his wife falls under the influence of a drug dealer, an everyday guy transforms himself into Crimson Bolt, a superhero with the best intentions, though he lacks for heroic skills.
    Regulärer dt. Kinostart bis dato nicht bekannt. Wird vllt, auch schwierig weil es nicht die große Masse anspricht (In den USA mit sehr wenigen Kopien gestartet und dementsprechend das Einspielergebnis auch enttäuschend). Was natürlich sehr schade wäre, weil der Film vor Ideen nur so sprüht. Andererseits ist er auch stellenweise recht brutal und dabei sehr direkt. Wer aber für schräge Ideen offen ist, sich von Gewalt nicht abschrecken lässt und einem Mix von Humor und Tragik nicht abgeneigt ist der sollte nicht enttäuscht werden.



    ---

    Wundere mich, dass es noch kein Topic gibt, Filmtitelsuche ist aber in dem Fall auch nicht ganz einfach, daher villeicht übersehen!? Sorry, falls es schon eines geben sollte.
    The bad news is, we did an X-ray, and your body is full of a spooky skeleton man.

    Last watched movies [letzte Änderung: 22. September 2017]

  2. #2
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    AW: Super

    Der Film wird in Deutschland direkt auf DVD erscheinen ...

    Meine Meinung:

    Wenn man von Super hört, dann fällt oft der Vergleich zu Kick-Ass, nur dass in diesem Falle das Ganze von einer realistischeren Seite betrachtet wird. So kann man das im Grunde stehen lassen. Die Geschichte handelt von einem Mann, der seine drogensüchtige Frau an einen Dealer verliert, sie wieder zurückholen möchte, dafür in ein Superheldenkostüm schlüpft um den bösen Buben das Handwerk zu legen. Was den Film schon von Beginn an so stark macht ist der hervorragende Mix aus Comedy und Drama, so dass der Zuschauer bei dem mutigen und kompromisslosen Handlungsverlauf trotzdem irgendwie ein Lächeln im Gesicht hat. Trotz einiger inszenatorischer Spielereien liegt der Fokus auf der Geschichte und ihren Figuren, die gut ausgearbeitet sind und deren Entwicklung hervorragend zu Ende gebracht werden. Das Darstellerensemble muss sich mit Ausnahme der blassen Liv Tyler nichts vorwerfen lassen, Ellen Page ist einmal mehr hervorragend, und auch die Titelmelodie wird der Zuschauer so schnell nicht mehr aus seinem Kopf bekommen. Kurz gesagt hat James Gunn den schwierigen Spagat zwischen Drama und Superheldenkomödie hervorragend gemeistert und schlägt damit gar den oft zitierten Vergleichsfilm Kick-Ass.

  3. #3
    Admin Avatar von Matt
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    AW: Super

    FFF-Favorit oder nicht. Ich überlege immer noch. Die Erwartungen waren groß und zumindest im Ansatz wurden sie auch erfüllt. Aber alleine wegen Ellen Page sollte man sich Super nicht entgehen lassen.
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

  4. #4
    Regisseur Moderator Avatar von John McCane
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    AW: Super

    Jep, Page macht da imo ihre beste Performance. Ich weiss auch immernoch nicht was ich von dem Film halten soll, aber allein deswegen ist er so interessant. Und das Intro ist auch noch ein klarer Grund den Film zu sehen.
    Forget about Freeman

  5. #5
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    AW: Super

    Was für ein grandioser, musicalesker Auftakt wird dem Zuschauer hier mit dem Vorspann beschert, das ist schon mal Awesomeness in Reinkultur, der den Zuschauer sofort auf die Seite des Filmes zieht und in die richtige Stimmung bringt; und was für ein herrlicher Schlussgag.

    Danach wird’s erstmal bisschen ernster, mit zwei, drei Szenen die im krassen Kontrast zu dem lockerleichten Epilog und dem erwähnten Vorspann stehen. Die „Gehirn“-Szene trifft einen aus optischen, die „Gebets“-Szene aus darstellerischen Gründen und sollten einen nicht unberührt lassen. Überhaupt, sicherlich hätte nicht jeder Rainn Wilson zugetraut eine tragende Rolle in einem Film zu spielen, der Humor und Drama so gekonnt verbindet und der dabei, für mich, eine der besten schauspielerischen Leistungen des Kinojahres abliefert (auch wenn der Film wohl gar nicht zum offiziellen Kinojahr zählen wird; Ironie des Schicksals). Auch die zweite Hauptrolle, Ellen Page, ist eine Offenbarung an Genialität und Großartigkeit. Liv Tylers Figur ist, obwohl sie die Auslöserin für die ganzen Geschehnisse ist, eher eindimensional angelegt, Tylers Spiel passt sich dem an. Bacon, Rooker und Henry überzeugen ebenfalls und rutschen im Buch der coolen Leute weitere Plätze nach oben. Dazu kommt für mich noch Sean Gunn, der Bruder des Regisseurs, den ich durch und seit den Gilmore Girls großartig finde und so habe ich in seiner ersten Szene fast nur auf ihn geachtet und war schon wieder hellauf begeistert, wie überzeugend beiläufig er hier seine Figur in den Film eintreten lässt, dabei aussehend als sei er gerade dem Casting für 'American History X 2' entsprungen. Darstellerisch gibt es also keine Mängel zu verzeichnen, höchstens von Fillion hat man sich mehr versprochen, aber auch das könnte der relativ kurzen Screentime und Oberflächlichkeit seiner Figur geschuldet sein. Übrigens ist es kein Zufall, dass Fillion, Rooker und Henry hier eine kleine Slither-Reunion feiern, da für den auch James Gunn verantwortlich zeichnet.

    Einer der offensichtlichsten Auffälligkeiten ist zweifellos die oftmals sehr brutale und kompromisslose Gangart, die sicherlich dazu führt dass der Film stark polarisiert. Diese Art und Weise ist natürlich beabsichtigt und ist in meinen Augen eine klare Aussage. Es wird schonungslos und damit, den Umständen entsprechend, realitätsnah aufgezeigt, wie brutal das Leben und Wirken eines (Comic)Superhelden ist, für ihn selbst wie auch vor allem für seine Widersacher. Die klassischen Massencomic-/Superheldenverfilmungen zeigen in der Regel diese Brutalität nicht und somit nur die halbe Wahrheit. Doch dies ist streng genommen fast fahrlässig, hinterlässt es beim Beobachter doch ein falsches Bild und könnte zu falschen Schlussfolgerungen führen. Nur selten sieht man in den meisten Filmen eindeutige Verletzungen, Blut oder „schlimmeres“, die Bösen sind einfach irgendwie tot oder unschädlich gemacht. Das ist natürlich einerseits auch das Wesen eines Comics, bunt, übertrieben, fantasievoll, blutleer (natürlich gibt’s hier viele Ausnahmen, aber nur wenige die wie gesagt von der breiten Masse wahrgenommen werden); man denke nur an Tom & Jerry, Coyote vs. Roadrunner etc. die, nicht nur weil sie auch für Kinder gedacht sind, gerade dadurch funktionieren weil die Figuren eben unkaputtbar sind. Doch gerade in Superheldenfilmen, bei denen es ganz klassisch um einen Kampf zwischen mindestens zwei Parteien geht und Gewalt und Tot eigentlich vorprogrammiert sind, wird dies eben oftmals fast komplett ausgeblendet und somit problemlos konsumierbar gemacht; letztlich ein zweischneidiges Schwert.

    Eine für mich noch recht bemerkenswerte Szene ist zu Beginn des großen Finales, welches auch stellenweise recht derbe ausfällt, als plötzlich Comicsprechblasen nebst Geräuschen eingeblendet werden. Abgesehen davon, dass es optisch eine nette Spielerei ist, ist es doch keine neue Idee (siehe u. a. die frühe Batman-Serie nebst Film). Kurzzeitig fragt man sich, ob dieser Film, der sonst so tolle und einfallsreiche Ideen und Vorgänge bietet, es nötig hat sich derart zu „bedienen“, aber wenn man wieder die v. g. Absicht betrachtet, macht es Sinn, dass ausgerechnet an der Stelle dem Zuschauer nochmal deutlich aufgezeigt wird um was es geht, und die Comicwelt in Erinnerung gerufen wird.

    Super steht somit in der jungen Tradition einer ernsthafteren Auseinandersetzung mit der Superheldenthematik, wie zuletzt Special, Defendor und Ansatzweise Kick-Ass (der eher eine Art Hybrid ist, er ist massentauglich und doch halbwegs ernsthaft und brutal zugleich, letzteres aber auch nur bis zu einem gewissen Grad); und da geht Super annähernd kompromisslos in die Vollen; ungeschminkt und ungeblümt; nicht immer leicht zu verdauen, aber streng genommen die einzig richtige Vorgehensweise. Auch wenn er damit den erwähnten klassischen Comics ein wenig von ihrem Zauber und ihrer „Reinheit“ nimmt (man diese allerdings deswegen nicht weniger gerne mal ansehen sollte) und somit ein deutliches Statement abgibt.

    Highlightszenen gibt es zuhauf, daher möchte ich mich gar nicht auf eine oder wenige beschränken, nicht unerwähnt bleiben soll allerdings die zu Beginn mit dem Kaninchen. Und nicht selten sind es auch so Kleinigkeiten, wie der bange Blick von Frank hin zu dem Abstellraum mit verräterischem Inhalt, der von Detective Felkner sofort erkannt wird (während sonst in Filmen oftmals Figuren auffällig lange am ahnungslosen Gesprächspartner vorbei blicken, dass es dem Zuschauer auch ja auffällt, der direkt gegenüberstehenden Person aber nahezu nie).

    Neben der besagten Tiefe kommt auch noch ein herrlicher Humor dazu, außerdem großartige Darstellerleistungen, ein Füllhorn an Ideen, Einfällen und Schmankerln aller Art sowie schließlich ein Ende, welches komplett stimmig ist und den Film perfekt abrundet. Somit ein Film der seinem Titel in allen Belangen gerecht wird und mich wirklich sehr sehr begeistert hat (einen halben Punkt ziehe ich ab um eine Aufwertung bei Zweitsichtung machen zu können und einen weiteren halben weil ich gerne eingestehe für das komplette Verstehen der Genialität dieses Filmes (noch) nicht ganz bereit zu sein). 9/10
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  6. #6
    Bob
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    AW: Super

    relativ langweilig und orientierungslos. war aber mal nett Rainn Wilson als lead zu sehen und die gore-effekte waren ziemliche hingucker. ansonsten war das spielfilmgestrecke einer längst nicht mehr originellen idee. + rettungsseil OST, aber daran kranken ja so viele indie-flicks, dass es kaum mehr ins gewicht fällt.
    But from that moment on, Hermione Granger became their friend.

  7. #7
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    AW: Super

    Sie sind der Meinung das war ... SUPER!
    Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen / Den Vorhang zu und alle Fragen offen.

  8. #8
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    AW: Super

    Richtig problematisch wird's erst wenn er zum großen Schraubenschlüssel greift.
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    Last watched movies [letzte Änderung: 22. September 2017]

  9. #9
    Admin Avatar von Matt
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    AW: Super

    Das war wohl auch nur eine Frage der Zeit. Würde ja gerne wissen, wer noch alles zu dieser Superhelden-Bewegung von Seattle gehört? Wieso gibt es solche Leute nicht auch hier. Berlin würde sich da gut anbieten.
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  10. #10
    Regisseur
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    AW: Super

    Wieder so ein Topic, welches man durch die Suche nicht findet, da der Titel aus einem Wort besteht, dass zu "allgemein" ist...

    Hab den Film die Tage gesehen und so richtig warm bin ich nicht mit ihm geworden. Ellen Page ist natürlich klasse. Und der Film unterscheidet sich trotz ähnlicher Thematik schon von Filmen wie "Kick-Ass". Beides Punkte, die mir gefielen. Alles in allem war mir "Super" aber zu unausgegoren. Der Streifen pendelte die gesamte Zeit im Minutentakt zwischen gelungener Komödie, alberner Komödie, schlechter Komödie, sentimentalem Familien-Drama, Comic-Hommage, Comic-Persiflage, comichafter Action, Action-Comedy, Action-Drama und Splatter hin und her. Wären diese ganzen Elemente stimmig miteinander verbunden (so haben es ja einige hier empfunden), dan wäre das ne tolle Mischung gewesen. Ich hingegen hatte eher das Gefühl, der Regisseur weiß nicht wirklich was für eine Art von Film er machen wollte und so wurde das ganze zu einem heterogenen Mischmasch, bei dem man nie genau weiß woran man ist. "Super" hatte einige grandiose, viele durchschnittliche und ein paar ganz furchtbare Momente. Summa summarum: Ganz okay. Aber ich wüsste spontan gar nicht, wem man so einen Film weiterempfehlen sollte. Habe das Gefühl, der kann eigentlich keinem so richtig gut gefallen. Ach so, und der Soundtrack war natürlich klasse.

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